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- 18. Juli 2007 1 Min.
Hongkong (queer.de) – Das oberste Berufungsgericht der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong hat gestern ein Gesetz für nichtig erklärt, das homosexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit unter Strafe stellt. Die fünf Richter entschieden einstimmig, dass ein solches Gesetz diskriminierend sei, weil es nicht für Heterosexuelle gleichermaßen gelte.
Zwei Männer hatten geklagt, die in einem Auto intim geworden sind und dabei von der Polizei erwischt wurden. Den Wagen hatte nachts in einer einsamen Seitenstraße geparkt. Ihnen drohten bis zu fünf Jahre Haft. Das Gesetz aus dem Jahre 1991 war zuvor nie angewendet worden.
Die Entscheidung ist der zweite Sieg für Homo-Aktivisten innerhalb eines Jahres. Im September 2006 hatte das Berufungsgericht bereits entschieden, dass eine unterschiedliche Behandlung von Hetero- und Homosexuellen beim Schutzalter verfassungswidrig sei (queer.de berichtete). (dk)














