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  • 19. Juli 2007 7 2 Min.

Raleigh (queer.de) - Ein Soldat steht in Raleigh (US-Bundesstaat North Carolina) vor Gericht, weil er mit einem Schüler ungeschützten Sex gehabt haben und ihn mit HIV infiziert haben soll. Der 25-jährige Obergefreite Johnny Lamar Dalton soll beim Zeitpunkt der Infektion vor rund einem Jahr dem damals 17-Jährigen nichts von seiner HIV-Infektion erzählt haben. Die beiden hatten sich auf einer Dating-Webseite getroffen. Dalton wird nun sowohl von der Militärgerichtsbarkeit als auch von einem zivilen Gericht angeklagt. Die Anklagepunkte sind dabei für Außenstehende eher skurril: Er wird nach dem Gesetzen North Carolinas beschuldigt, ein "Verbrechen gegen die Natur" begangen zu haben. Dieser Homosexualität betreffende Anklagepunkt verstößt seit 2003 gegen Bundesrecht und könnte daher bei einer Verurteilung angefochten werden. Des weiteren wird Dalton wegen eines "Angriffs mit einer tödlichen Waffe" angeklagt – die Waffe ist der HI-Virus.

Ein Militärsprecher sagte, Daltons Vorgesetzter wusste seit November 2006 von dem HIV-Status seines Untergebenen und hat ihm befohlen, Partnern vor dem Geschlechtsakt von seiner HIV-Infektion zu erzählen. Im Februar dann wurde bei einer Schuluntersuchung der 17-Jährige positiv getestet. "Für ihn kam das der Todesstrafe gleich", sagte die Mutter des Jungen zum Lokalsender WRAL. Mutter und Sohn wandten sich nach dem Testergebnis an die Militärpolizei. Sie äußerten sich besorgt darüber, dass Dalton noch weitere Männer infiziert haben könnte.

Der Obergefreite befindet sich in Haft, die Kaution ist auf 50.000 Dollar festgesetzt worden. (dk)

#1 luke12Anonym
  • 19.07.2007, 17:37h
  • "Er wird nach dem Gesetzen North Carolinas beschuldigt, ein "Verbrechen gegen die Natur" begangen zu haben."

    Keine Frage, der Kerl hat sich nicht nur schäbig verhalten und muß sich für sein Verhalten verantworten, aber diesen Paragraphen hier anzuwenden ist völlig bescheuert. Was dieser Soldat dem Jungen angetan hat, hat nichts mit seiner Homosexualität zu tun. Wäre es etwas anderes gewesen, wenn er eine Frau infiziert hätte? Wohl kaum!

    Für mich ist das gleichbedeutend mit Mord oder zumindest Körperverletzung mit Todesfolge, denn darauf läuft es wohl hinaus, selbst wenn der Junge noch 20 oder 30 Jahre leben sollte. Er als der Erwachsene, der von seiner Infektion wusste und es dem Jungen nicht gesagt hat, kann sich da nicht rausreden (sofern das stimmen sollte). Sicher werden jetzt einige zu Recht sagen, dass alle beide Verantwortung tragen und dass auch der Junge auf Kondome hätte bestehen sollen, klar, aber der Infizierte, der es für sich behalten will, trägt eine ungleich höhere Verantwortung gegenüber seinen Sexualpartnern unabhängig ob Mann oder Frau. Verzichtet er trotz des Risikos auf Kondome, muss er die Konsequenzen tragen, sein 'Opfer' muss es ja auch.
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#2 MikeyAnonym
  • 19.07.2007, 19:22h
  • Ich kann vestehen dass ers nicht gesagt hat mit seiner HIV
    Infektion....er wollte den knackigen 17jährigen ins Bett
    kriegen!!!

    dumm gelaufen...aber eigentlich haben beide Schuld. Wenn
    man unsafe macht ist eben Risiko dabei... dass der Junge
    jetzt schockiert ist...bla bla... selbst schuld...
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#3 luke12Anonym
  • 19.07.2007, 22:28h
  • @ mikey

    Wenn ein Positiver von seiner Infektion weiß und nicht auf Schutz besteht, ist das gleichbedeutend mit Mord, selbst wenn sein Sexualpartner darauf besteht, den Schutz zu vernachlässigen.
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