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- 20. Juli 2007 1 Min.
Miami (queer.de) – Die römisch-katholische Erzdiözese Miami hat sich außergerichtlich mit einem Mann geeinigt, der in den 70er Jahren von einem Priester missbraucht worden sein soll. Dieser Priester, Anthony Mercieca, soll auch den ehemaligen Kongressabgeordneten Mark Foley sexuell misshandelt haben, als dieser ein Kind war (queer.de berichtete). Der Republikaner Foley musste kurz vor den Parlamentswahlen 2006 zurücktreten, nachdem herausgekommen war, dass er mit sexuell anzügliche Bemerkungen gegenüber jugendlichen Kongressboten gemacht hatte (queer.de berichtete).
Die Kirche einigte sich nun außergerichtlich mit dem ungenannten neuen Opfer des Pfarrers. Der Missbrauch soll in den 70er Jahren nach einem Radausflug im Kirchturm stattgefunden haben. Die Einzelheiten der Einigung sind geheim. Der Kläger hatte die Kirche auf eine Schmerzensgeldzahlung von umgerechnet rund acht Millionen Euro verklagt. Pfarrer Mercierca lebt inzwischen in Malta.
Das FBI ermittelt unterdessen immer noch gegen Mark Foley. Bislang ist unklar, ob durch das Senden der Chat-Botschaften Gesetze gebrochen worden sind. Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Klage gegen den Ex-Politiker erhoben.
Erst vergangene Woche hat die katholische Kirche in Los Angeles der Zahlung von umgerechnet rund 500 Millionen Euro an 508 Opfer von Kindesmisshandlung zugestimmt. Die Fälle stammten aus den vergangenen 60 Jahren. Knapp die Hälfte der Summe zahlt eine von der Kirche extra abgeschlossene "Kindesmissbrauchs-Versicherung". (dk)









