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  • 08. März 2004, noch kein Kommentar

New York Ein Richter im Bundesstaat New York hat am Freitag eine einstweilige Verfügung gegen den Bürgermeister der Ortschaft New Paltz erlassen, der in der vergangenen Woche Heiratsurkunden an zwei Dutzend gleichgeschlechtliche Paare ausgegeben hatte. Eine konservative Gruppe hatte den Antrag eingereicht, der die Trauungszeremonien in New Paltz verbieten sollte. Der junge Bürgermeister Jason West kündigte an, sich an die Auflage zu halten, fand am Wochenende aber einen Ausweg: zwei Priester verheiraten die Paare jetzt in einem nicht-städtischen Raum, die Ehezertifikate stellt die Stadt danach trotzdem aus. Indessen reichte die Schwulen-Bürgerrechtsgruppe Lamda Legal vor dem Obersten Gerichtshof von New York ihrerseits Klage ein, weil die New Yorker Stadtbehörden zwei Männern wenige Stunden zuvor die Trauung verweigert hatten. Die Gruppe berief sich auf die verfassungsrechtlich verankerte Rechtsgleichheit aller New Yorker Bürger, die auch das Recht auf die freie Wahl eines Ehepartners beinhalte. Das Musterverfahren wird voraussichtlich mindestens ein Jahr dauern. New Yorks republikanischer Bürgermeister Michael Bloomberg, der sich bisher gegen die Ehe für Homo-Paare aussprach, sagte am Freitag bei einem Essen mit Homo-Journalisten, er wolle sich auf Landesebene für die Öffnung der Ehe starkmachen. Die konservative Gruppe Alliance Defense Fund (ADF) wiederum reichte am Freitag Klage gegen den Landkreis Multnomah County im Bundesstaat Oregon ein, wo seit Mittwoch Eheurkunden für gleichgeschlechtliche Paare ausgestellt werden. Die Parlamente in den Bundesstaaten Kansas und Wisconsin billigten in erster Lesung einen Zusatz zu ihren Verfassungen, der die Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern verbietet. Die Stadt Seattle im US-Staat Washington kündigte am Wochenende an, die Eheverbindungen von homosexuellen Kommunalangestellten anzuerkennen. Aufgrund eines Gesetzes im Bundesstaat werde es in der Stadt vorerst aber keine eigenen Ehen für lesbische und schwule Paare geben. (nb/pm)