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- 24. Juli 2007 2 Min.
Charleston (queer.de) – In der ersten YouTube/CNN-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in Charleston (US-Bundesstaat South Carolina) haben sich mehrere Kandidaten auch zu Homo-Rechten geäußert. Als einziger hat sich der Kongress-Abgeordnete Dennis Kucinich für die Öffnung der Ehe ausgesprochen. Insgesamt 3.000 Fragen wurden direkt von Wählern via YouTube eingesandt. 39 wählte CNN aus. Unter ihnen auch eine eines lesbischen Paares: "Wenn Sie zum Präsidenten gewählt werden würden, würden sie uns heiraten lassen?". Kuchinich antwortete: "Ja, ich unterstütze Sie. Willkommen im besseren Amerika unter einer Kuchinich-Regierung."
Die anderen befragten Kandidaten sprachen sich für Eingetragene Partnerschaften mit gleichen Rechten wie in der Ehe aus. Senator Christopher Dodd verwies darauf, dass er seine zwei- und fünfjährigen Töchter gleich behandelt wissen wollte, auch wenn sie eine andere sexuelle Ausrichtung hätten. Er schränkte aber ein: "Ich gehe nicht so weit, die Ehe öffnen zu wollen. Ehe ist eine Angelegenheit zwischen einem Mann und einer Frau." Bill Richardson, der Gouverneur von New Mexico, verlangte neben "mit der Ehe gleichwertigen Eingetragenen Partnerschaften" auch eine Verschärfung der Gesetze gegen Hass-Verbrechen und eine volle Öffnung für Schwule und Lesben im Militär.
Senator John Edwards sprach beim Thema Ehe von einem "enormen persönlichen Konflikt". "Wie Sie wissen, hat sich meine Frau Elizabeth für die Ehe-Öffnung ausgesprochen. Ich bin dagegen. Aber ich habe einen großen Respekt für Leute, die anderer Meinung sind."
Moderator Anderson Cooper fragte daraufhin Senator Barack Obama, was der Unterschied zwischen dem in Teilen der USA bis in die 60er Jahre geltenden Verbots der interrassischen Ehe und dem Verbot der Homo-Ehe sei. Obama beantwortete diese Frage nicht direkt: "Wir müssen sicherstellen, dass jeder nach dem Gesetz gleich behandelt wird. Und die Eingetragenen Partnerschaften, die ich vorgeschlagen habe, beinhalteten die gleichen Rechte für gleichgeschlechtliche Paare."
Senatorin Hillary Clinton, derzeitige Favoritin unter den Demokraten, wurde zu diesem Thema nicht befragt.
Am 11. August werden die demokratischen Präsidentschaftsbewerber auf dem Homo-Kanal Logo ausschließlich über schwul-lesbische Rechte diskutieren. Logo verkündete zudem, dass statt der geplanten Stunde nun 90 Minuten Sendezeit zur Verfügung stehen (queer.de berichtete). (dk)
Links zum Thema:
» Die Debatte bei CNN










dennis kucinichs hinweis, das letzte
wahlergebnis als "soldaten raus aus dem irak", denn als auftrag einer "demokratischen variante" des krieges zu sehen, dürfte schwule in uniform freuen.
sein gelebter humanismus für schwule in uniform oder schwule im iran, geht soweit, dass er gestern einen antrag mit drei artikeln zur amtsenthebung des vizepräsident cheney einreichte. das wird auch schwules leben im iran kalkulierbar
halten.
kucinich sagte, er versuche zu verhindern, daß cheney wie beim irakkrieg 2003 unter falschem vorwand einen krieg gegen den iran beginnt.
die drei "articles of impeachment" beschuldigen cheney,
(1) er habe den vorgang der nachrichtenbeschaffung manipuliert und die nation bezüglich der massenvernichtungswaffen iraks belogen;
(2) er habe den vorgang der nachrichtenbeschaffung manipuliert und die nation bezüglich der verbindungen iraks zu al-kaida belogen;
(3) er habe "offen der [islamischen] republik iran mit agression gedroht, ohne daß jegliche reale gefahr für die vereinigen staaten bestehe."
kucinich.house.gov/SpotlightIssues/documents.htm