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https://queer.de/?7319
  • 25. Juli 2007 104 2 Min.

Bremen (queer.de) – Eingetragene Lebenspartnerschaften sollen künftig im Beamtenrecht der Ehe gleichgestellt werden. Der rot-grüne Senat möchte mit dem gestern beschlossenen "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften und personalvertretungsrechtlicher Vorschriften" die Benachteiligung schwuler und lesbischer Paare gegenüber heterosexuellen Paaren beenden. "Wenn die Bürgerschaft die Gesetzesänderung beschließt, bekommen die Hinterbliebenen Rente. Außerdem ergeben sich Vorteile bei der Krankenversicherung", erklärt Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne). "Damit wird eine langjährige Ungerechtigkeit beendet." Die Bundesländer können im Zuge der Föderalismusreform seit 2006 eine Gleichstellung im Besoldungs- und Versorgungsrecht und Beamte durchführen.

Ähnliche Gesetzentwürfe sind in Hamburg und Niedersachsen in Arbeit. Im CDU-regierten Hamburg gab es zuletzt von Seiten der Grünen heftige Kritik am Gesetzentwurf, weil gleichgeschlechtliche Paare nach wie vor benachteiligt würden (queer.de berichtete). In Hessen und im Saarland haben die Grünen einen Entwurf in die Landtage eingebracht. In Sachsen-Anhalt ist das beabsichtigt.

Beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg ist zu dieser Frage ein Vorabentscheidungsverfahren anhängig. Dort hat sich die EU-Kommission für die Gleichstellung ausgesprochen. "Wir wünschen uns, dass nun endlich auch der Bundestag die Gleichstellung von Beamten in Angriff nimmt und nicht darauf wartet, bis die Bundesrepublik dazu vom Europäischen Gerichtshof verurteilt wird", erklärte Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD). (pm/dk)

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#1 gerdAnonym
  • 25.07.2007, 13:17h
  • Das ist sehr erfreulich für das Bundesland Bremen zu lesen. Erst mit der Föderalismusreform im letzten Sommer erhielten die Bundesländer die Gesetzgebungskompetenz für ihre Landesbeamten.

    Auch ein Bundesland Berlin sollte diesen letzten Schritt bei seinen Landesbeamten jetzt gehen und die neu gewonnene Gesetzgebungskompetenz bei seinen Landesbeamten nutzen und handeln.
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#2 happy2401
  • 25.07.2007, 13:40h
  • Ich weiß, dass ich mich hier sicherlich jetzt unbeliebt machen werde, aber ich stehe dem Vorgehen der Bremer Landesregierung zwiegespalten gegenüber.
    Auf der einen Seite begrüßen ich dieses Vorgehen, um eine Gleichbehandlung hinzubekommen. Dass aber ausgerechnet das Land Bremen, das die höchste Pro-Kopf-Verschuldung vor sich herschiebt, dieses einführt finde ich widersinnig. Die sollten erst mal ihren Landeshaushalt in den Griff bekommen, bevor sie freimütig Gelder ausgeben...
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#3 seb1983
  • 25.07.2007, 14:21h
  • @happy

    Hier geht es ja nur um peanuts, Bremen hat rund 500.000 Einwohner. Sagen wir mal davon sind 10% also 50.000 schwul oder lesbisch. Davon ist nur ein Bruchteil verbeamtet, von dem wiederum nur ein Bruchteil in einer ELP lebt oder diese schließen will.
    Daher schätze ich die Mehrbelastung für Bremen als eher vernachlässigbar ein.

    Bundesweit einigermaßen nennenswerte Beträge kämen vermutlich erst bei Dingen wie der Angleichung des Erbrechts zusammen, wobei ich auch hier keine Unsummen vermute da die Anzahl ja nur bei wenigen Prozent der Eheschließungen liegt.
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