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  • 27. Juli 2007 24 1 Min.

Hannover (queer.de) - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat zur Solidarität mit Aids-Kranken aufgerufen und für den Gebrauch von Kondomen zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit geworben. Die EKD-Kammer für nachhaltige Entwicklung legte gestern ihre Studie "Für ein Leben in Würde" vor. Zur Bekämpfung von HIV gehöre demnach "die Verwendung von Kondomen sowie der
Verzicht auf Promiskuität". Im 58-seitigen Text wird 22 Mal das Wort "Kondom" verwendet.

Die Ausbreitung von HIV werde nach Angaben des EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber durch gesellschaftliche Tabus begünstigt, zu denen Homosexualität, das Selbstbestimmungsrecht der Frau, Drogenabhängigkeit, Armut, Ausbeutung und sexuelle Gewalt gehörten. "Die Kirche ist eine Gemeinschaft, in der sich Gesunde und Kranke, von HIV/Aids direkt und indirekt Betroffene und Menschen, die selbst nicht erkrankt sind, als Glieder des Leibes Jesu Christi mit gleichem Wert und gleicher Würde akzeptieren und einander in Solidarität unterstützen", erklärte Huber. (dk)

-w-

#1 gerdAnonym
  • 27.07.2007, 12:29h
  • Die EKD mit den meisten ihrer Landeskirchen ist mittlerweile mit Abstand die viel bessere Volkskirche in Deutschland als die katholische Kirche, die von Rom aus gesteuert wird.

    Dies zeigt dieses Schreiben der EKD wiedereinmal sehr gut, wo die EKD auch auf den Gebrauch von Kondomen ausdrücklich hinweist. Auch die Forderung nach Verzicht von Promiskuität ist richtig.....eine stabile Zweierbeziehung in einer Partnerschaft ist schon das schönste im Leben, wenn man sie denn findet. Aber da nicht alle ihren Traummann im Leben finden, sollte man dann unbedingt bei wechselnden Partnern Kondome verwenden. Schön das die EKD dies erkannt hat.

    Sowieso ist die EKD mittlerweile die bessere Volkskirche: im September bin ich bei einem lesbischen Paar zu einem Segnungsgottesdienst in einer lutherischen Kirche eingeladen. Bei der EKD wird nicht mehr mit dem mittelalterlichen Begriff der Sünde argumentiert, sondern dort sind gleichgeschlechtliche Beziehungen ethische Partnerschaften zweier Erwachsener, die die EKD unterstützt. In der katholischen Volkskirche gibt es zwar auch viele katholische Priester, die dies so wie die EKD sehen, aber aus der Kirchenleitung in Rom kommen ganz andere Töne.

    Daher ein Wechsel von der katholischen Volkskirche zu einer evangelischen Landeskirche der EKD ist für homosexuelle Christen empfehlenswert und gut. Diesen Schritt habe ich selbst vor einigen Jahren gemacht und ihn als Christ nicht bereut.
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#2 tuxAnonym
  • 27.07.2007, 14:20h
  • Daran zeigt sich, das die Evangelische kirche in ihrem Gesamtbild sehr viel reeller als die Katholische ist.

    Das mit der Armut ist ein sehr großes Problem. Denn gerade bei HARTZ-IV-Opfern sieht es so aus, das pro Monat im so genannten ALG-II gerade einmal 1,449% für Medikamente, Verhütung, Vorbeugung eingeplant sind.
    Ausserdem haben arme menschen geringere Chancen auf Bildung. Und das, obwohl Bildung ein Allgemeingut ist.

    Leider ist das die traurige realität in einer der größten Wirtschaftsnationen Europas.
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#3 holgerAnonym
  • 27.07.2007, 16:37h
  • deutlich zeigt sich der unterschied zwischen katholischer und evangelischer kirche.

    ....aber wahrscheinlich wird auch diese meldung wieder benutzt, um völlig undifferenziert auf die kirchen einzudreschen.
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