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- 01. August 2007 3 Min.
Weltweit gibt es mehr Tops als Bottoms - die Präferenz beim schwulen Posex in der Gayromeo-Statistik.
Von Christian Scheuß
"Bist du aktiv oder passiv?" Eine beliebte Frage beim Chat auf den Datingportalen. Wer bislang glaubte, er habe bessere Karten, wenn er sich nicht genau festlegt und antwortet mit "Ich kann und mag beides", der muss möglicherweise umdenken.
Laut der wunderbaren Statistikabfrage auf dem Portal Gayromeo, das nicht zu Unrecht das "schwule Einwohnermeldeamt" genannt wird, ergibt sich: Es gibt, weltweit betrachtet, einen Überschuss an "nur" oder "eher" Aktiven – und weniger "eher" oder "nur" Passive. Umgekehrt formuliert: Der Passive hat mehr Auswahl (siehe Tabelle unten).
Etwas relativiert sich diese Aussage, wenn man dies denjenigen gegenüberstellt, die "aktiv & passiv" angekreuzt haben in ihren Profilen, und die damit signalisieren: Egal wie, Hauptsache Ficken. Mit rund 150.000 Profilen stellen sie die absolute Mehrheit. Hinzu kommen noch rund 100.000 Personen, die zu diesem Punkt lieber schweigen und die Aussage verweigern – das ist immerhin fast jeder vierte User. Da schlummert also noch viel Potential in die eine wie die andere Richtung.
Interessant: Ein jeweils kleiner Teil der User hat zwar Lust auf Sex, aber kein Interesse am Ficken, weder passiv noch aktiv – das haben nur rund vier Prozent angegeben.
Etwas Verwirrung gibt es im Vergleich mit einem anderen Profilpunkt, nämlich dem der "sexuellen Rolle". Denn eine kleine Anzahl der Gayromeo-User behauptet steif und fest, sie seien "nur top", aber beim Ficken "nur passiv" (179). Und umgekehrt sind 202 Männer der Meinung sie seien "nur bottom" und gleichzeit beim Ficken "nur aktiv". Wie das im Bett aussieht, vermögen wir uns nicht so recht vorzustellen. Aber eines wissen wir aus unserer Recherche: Alles ist möglich.
Der weltweite Trend zeichnet sich auch für Deutschland ab, wo mit rund 275.000 Profilen im Juli 2007 auch die meisten User herkommen: Es gibt mehr Aktive als Passive und die Mehrheit zeigt sich flexibel. Im weltweiten Vergleich ist der deutsche Schwule jedoch einen Prozentpunkt weniger aktiv und 0,3 Prozentpunkte mehr passiv.
Auch die Verteilung über Altersgruppen haben wir gecheckt und nachgesehen, ob es etwa Verschiebungen der Vorlieben abhängig vom Alter gibt. Dem ist nicht so: Jede Altersgruppe, die wir untersucht haben (bis 24 Jahre, 24-34 Jahre, 34 bis 44 Jahre und bis max. 75 Jahre) zeigt jeweils rund 30 Prozent rein oder überwiegend Aktive gegenüber rund 25 Prozent rein oder überwiegend Passiven.
Merke: Wer einmal für sich herausgefunden hat, worauf er steht, der bleibt in der Regel dabei.
Die Zahlen: Wie wird gefickt?
Weltweit
Nur aktiv: 14,0% (45.719 User)
Eher aktiv: 13,6% (44.248 User)
Aktiv & passiv: 45,9% (149.869 User)
Eher passiv: 13,8% (45.024 User)
Nur passiv: 8,8% (28.682 User)
Nein: 3,9% (12.618 User)
94.988 User haben hier gar keine Angabe gemacht – das sind 22,6% der Gesamt-User
Deutschland
Nur aktiv: 13,6% (24.426 User)
Eher aktiv: 13,0% (23.444 User)
Aktiv & passiv: 46,3% (83.476 User)
Eher passiv: 13,6% (24.545 User)
Nur passiv: 9,3% (16.754 User)
Nein: 4,1% (7473 User)
54.933 User haben hier gar keine Angabe gemacht – das sind 23,4% der Gesamt-User
1. August 2007
Links zum Thema:
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so schwer vorzustellen?
ich bin zwar ein switch was den sex angeht, aber wenn ich TOP bin und mich ficken lassen will, dann geht's halt dabei nach meiner nase, was dauer, tempo, hart/zart etc. angeht
wenn ich bottom bin bleibt das die entscheidung des anderen...
ich find die trennung zwischen TOP/bottom und aktiv/passiv beim Ficken also nur logisch...