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- 01. August 2007 2 Min.
Tiflis (queer.de) - Die Organisatoren eines vom Europarat mitorganisierten Jugend-Demonstration für Toleranz mussten die in Tiflis geplante Veranstaltung absagen, nachdem Medien verbreitet hatten, es handele sich dabei um einen CSD. Die Zeitung "Alia” hatte berichtet: "Päderasten bereiten sich auf eine Parade in Tiflis vor”, schreibt das englischsprachige georgische Blatt "The Messenger”. Daraufhin wurden Mitarbeiter der Veranstalter, der Menschenrechtsorganisation Century 21, mit dem Leben bedroht.
Die Demonstration sollte im Rahmen der Europarat-Kampagne "Alle anders – alle gleich” stattfinden, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz richtet. "Diese Demonstration sollte Jugendlichen den interkulturellen und interreligiösen Dialog näherbringen”, erklärte Century-21-Chef Paata Gachechiladze. "Die Kinder hätten mit Liedern, Bildern und Kreativität ihre gegenseitige Achtung zeigen können.” Gachechiladze nannte den "Alia”-Bericht "frei erfunden”.
Nach dem Artikel soll eine Homo-Gruppe namens "Inklusiv” an dem "CSD” beteiligt gewesen sein. Das Büro der Gruppe befindet sich im selben Haus wie Century 21. Die Gruppe äußerte sich nicht zu der Kontroverse, da das zur Zeit zu gefährlich sei und die Stimmung nur anheizen würde.
Kirche will Verbot von Homosexualität
Nach der Veröffentlichung des "Alia"-Artikel gab die georgisch-orthodoxe Kirche eine Pressemitteilung heraus, in der sie homosexuelle Bestrebungen im Land kritisierte: "Eine Nation, die falsche sexuelle Orientierung und Lebensstile nicht verbietet, wird grundsätzlich von Gott verdammt.” Ein Kirchensprecher nannte die geplante Veranstaltung eine "Zurschaustellung von Sodom und Gomorrah”. (dk)















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