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- 01. August 2007 1 Min.
Boise (queer.de) - Eine im US-Bundesstaat Idaho inhaftierte Transsexuelle, die sich selbst mit einem Einwegrasierer kastriert hatte, hat vor Gericht ihr Recht auf eine Hormontherapie erstritten. Die 27-jährige Jenniffer Spencer (geboren als Randall Gammett) hatte gegen den Staat geklagt, weil die Behörden wegen der Therapie-Verweigerung gegen das Folterverbot verstoßen würden. Der Gefängnisarzt hatte Spencer zuvor nur eine Behandlung mit dem männlichen Sexualhormon Testosteron angeboten.
Der Anwalt für den Staat hatte vor Gericht ausgesagt, es sei nicht sicher, dass Spencer an einer Geschlechtsidentitätsstörung leide. Es sei daher unethisch gewesen, Spencer Medikamente zu geben, die nicht nötig seien und mehr Schaden anrichten könnten. Der Richter sah das anders: "Es gibt keine Beweise dafür, dass weibliche Hormone negative Auswirkungen auf Männer haben, die kein Testosteron mehr produzieren."
Spencer wurde 2000 wegen Autodiebstahls verurteilt. Seit 2003 hat sie 75 Mal schriftlich um eine Hormontherapie gebeten. 2004 hat sie dann versucht, sich in ihrer Zelle aufzuhängen, was scheiterte. Daraufhin hat sie zwei Monate später den Versuch unternommen, sich selbst zu kastrieren, wurde aber von einem Gefängniswärter gestoppt. Zehn Tage später war sie dann erfolgreich. (dk)













