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- 03. August 2007 1 Min.
Moskau (queer.de) – CSD-Organisator Nikolai Aleksejew ist in Moskau erneut verhaftet worden. Die Justizbehörden ermitteln nun wegen "übler Nachrede". Grund: Aleksejew hatte bei einem Fernsehstreitgespräch im Juni den Duma-Abgeordneten und erbitterten Homo-Gegner Alexander Tschujew als versteckt lebenden Schwulen bezeichnet. Tschujew ist Mitglied der linksnationalistischen Partei "Gerechtes Russland", die Präsident Wladimir Putin nahe steht. Er tritt dafür ein, "homosexuelle Propaganda" zu verbieten und das Homosex-Verbot aus der Sowjet-Zeit wieder einzuführen.
"Die russischen Behörden sind in ihre eigene Falle geraten, indem sie diese Verfahren eröffnet haben", erklärte Aleksejew in einer Pressemitteilung. "Einerseits sagen sie, niemand in Russland diskriminiert Schwule und es gebe kein Problem, schwul zu sein. Andererseits ermitteln sie, ob das Wort 'schwul' eine Beleidigung sein kann." Aleksejew erinnerte daran, dass bislang noch niemand wegen der Gewalt beim CSD in Moskau im Mai angezeigt wurde (queer.de berichtete). (dk)















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