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- 14. August 2007 2 Min.
Toronto (queer.de) - Ein kanadisches Gericht hat die Abschiebung eines schwulen Nikaraguaners angeordnet. Der Fall machte landesweit Schlagzeilen, weil der jetzt 22-jährige Alvaro Orozco bereits im Alter von zwölf Jahren aus seinem Heimatland geflohen ist. Zunächst sollte er Anfang des Jahres abgeschoben werden, weil er nicht beweisen kann, dass er bereits zum Zeitpunkt der Flucht schwul gewesen ist (queer.de berichtete). Daraufhin hat das Justizministerium nach öffentlichen Protesten entschieden, dass Orozco weiter im Land bleiben darf, um eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen zu beantragen (queer.de berichtete). Das wurde jetzt abgelehnt.
Anwalt: Kein fairer Prozess
Orozcos Anwalt El-Farouk Khaki erklärte, sein Mandant habe keine faire Chance gehabt: "Der ganze Prozess war eine Farce. Mir schien es, als hätten die Richter sich schon ein Urteil gebildet, bevor sie ihn gehört haben", so Khaki. "Ich bin sehr besorgt darüber, was ihn in Nikaragua erwarten könnte. Hier könnte er von der Regierung oder der katholischen Gemeinschaft verfolgt werden. Ich fürchte um sein Leben in Nikaragua".
Über den Fall wurde in dem mittelamerikanischen Land ausführlich berichtet. "Jetzt kennen sie meinen Namen", erklärte Orozco gegenüber dem Fernsehsender CBC. "Wenn ich dort auf die Straße gehe, töten die mich."
Nikaraguas Regierung verurteilt Homosexualität
Die in Nikaragua regierenden linksgerichteten Sandinisten verurteilen Homosexualität als dekadent und kapitalistisch. Seit 1992 sind die Förderung und das Ausleben von gleichgeschlechtlicher Liebe laut Paragraf 204 verboten. Es drohen bis zu drei Jahre Haft. Das Gesetz wird allerdings selten angewendet.
Letzte Hoffnung: Die Einwanderungsministerin
Orozcos letzte Hoffnung ist Einwanderungsministerin Diane Finley (Konservative Partei). Sie hat das Recht, Abschiebungen aufzuschieben. Allerdings hat sich das Ministerium noch nicht zu dem Fall geäußert. (dk)













Wieso liest man eigentlich immer dort, wo Schwule in Gefahr sind, irgendwann das Wort katholisch (oder andere Religionen).
Wie Elton John schon sagte:
"Die Kirchen haben schon soviel Unheil über die Welt gebracht - die sollten verboten werden. Glaube sollte Privatsache sein und überall dort, wo er organisiert wird, geht es früher oder später nicht mehr um Glaube, sondern nur noch um Macht und Geld!"
Zur Sache:
Wie will man auch beweisen, dass man mit 12 schon schwul war? Das kann man nicht beweisen, genausowenig, wie die das Gegenteil beweisen können. Das finde ich aber auch unwichtig. Fakt ist, dass er jetzt schwul ist und in seiner Heimat deshalb Gefahren ausgesetzt ist.
Deshalb sollte er auf jeden Fall Asyl bekommen. Das gebietet die Menschlichkeit!
Ich hoffe, das Ganze nimmt ein gutes Ende!