Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?7421
  • 14. August 2007 18 2 Min.

Toronto (queer.de) - Ein kanadisches Gericht hat die Abschiebung eines schwulen Nikaraguaners angeordnet. Der Fall machte landesweit Schlagzeilen, weil der jetzt 22-jährige Alvaro Orozco bereits im Alter von zwölf Jahren aus seinem Heimatland geflohen ist. Zunächst sollte er Anfang des Jahres abgeschoben werden, weil er nicht beweisen kann, dass er bereits zum Zeitpunkt der Flucht schwul gewesen ist (queer.de berichtete). Daraufhin hat das Justizministerium nach öffentlichen Protesten entschieden, dass Orozco weiter im Land bleiben darf, um eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen zu beantragen (queer.de berichtete). Das wurde jetzt abgelehnt.

Anwalt: Kein fairer Prozess

Orozcos Anwalt El-Farouk Khaki erklärte, sein Mandant habe keine faire Chance gehabt: "Der ganze Prozess war eine Farce. Mir schien es, als hätten die Richter sich schon ein Urteil gebildet, bevor sie ihn gehört haben", so Khaki. "Ich bin sehr besorgt darüber, was ihn in Nikaragua erwarten könnte. Hier könnte er von der Regierung oder der katholischen Gemeinschaft verfolgt werden. Ich fürchte um sein Leben in Nikaragua".

Über den Fall wurde in dem mittelamerikanischen Land ausführlich berichtet. "Jetzt kennen sie meinen Namen", erklärte Orozco gegenüber dem Fernsehsender CBC. "Wenn ich dort auf die Straße gehe, töten die mich."

Nikaraguas Regierung verurteilt Homosexualität

Die in Nikaragua regierenden linksgerichteten Sandinisten verurteilen Homosexualität als dekadent und kapitalistisch. Seit 1992 sind die Förderung und das Ausleben von gleichgeschlechtlicher Liebe laut Paragraf 204 verboten. Es drohen bis zu drei Jahre Haft. Das Gesetz wird allerdings selten angewendet.

Letzte Hoffnung: Die Einwanderungsministerin

Orozcos letzte Hoffnung ist Einwanderungsministerin Diane Finley (Konservative Partei). Sie hat das Recht, Abschiebungen aufzuschieben. Allerdings hat sich das Ministerium noch nicht zu dem Fall geäußert. (dk)

-w-

#1 MarcAnonym
  • 14.08.2007, 13:58h
  • "Hier könnte er von der Regierung oder der katholischen Gemeinschaft verfolgt werden."

    Wieso liest man eigentlich immer dort, wo Schwule in Gefahr sind, irgendwann das Wort katholisch (oder andere Religionen).

    Wie Elton John schon sagte:
    "Die Kirchen haben schon soviel Unheil über die Welt gebracht - die sollten verboten werden. Glaube sollte Privatsache sein und überall dort, wo er organisiert wird, geht es früher oder später nicht mehr um Glaube, sondern nur noch um Macht und Geld!"

    Zur Sache:
    Wie will man auch beweisen, dass man mit 12 schon schwul war? Das kann man nicht beweisen, genausowenig, wie die das Gegenteil beweisen können. Das finde ich aber auch unwichtig. Fakt ist, dass er jetzt schwul ist und in seiner Heimat deshalb Gefahren ausgesetzt ist.

    Deshalb sollte er auf jeden Fall Asyl bekommen. Das gebietet die Menschlichkeit!

    Ich hoffe, das Ganze nimmt ein gutes Ende!
  • Direktlink »
#2 ÜwchenAnonym
  • 14.08.2007, 14:57h
  • Nicaragua muss jetzt aber ein von dummen Islamisten regiertes Land sein wie nur Moslems ja Homosexuelle hassen und sie verfolgen und in Christlichen Ländern besteht ja keine gefahr. Laut dem Islamhasser User FRED und ich zitiere:

    nein, auch in süd und mittelamerika und asien gab es kolonien. seltsam,dass diese staaten alle im hier und jetzt angekommen sind,außer die islamischen staaten nicht. das ist kein zufall,sondern liegt an der religion.

    Gut also sind die süd und mittelamerikanischen staaten im hier und jetzt angekommen dann zurück mit dem typen nach nicaragua die guten christenmenschen dort werden ihn schon so behandeln wie er es in ihren augen verdient. wenn wir dann in 2 wochen lesen das der junge irgendwo ermordet aufgefunden wurde waren es bestimmt wieder die bösen moslems die ihn umgebracht haben und das in einem land wo es nur katholiken gibt. heilige scheisse sind die Moslems aber böse und die Christlichen länder fortschrittlich.
  • Direktlink »
#3 PoldiAnonym
  • 14.08.2007, 15:49h
  • ich denke, dass verfolgungen von homosexuellen in einem links regierten land doch mehr von der regierung ausgehen, als von der katholischen bevölkerung.
    es ist bedenklicher, wegen der sexualität vom staat als von einer kirche verfolgt zu werden. es ist pervers, deswegen überhaupt verfolgt zu werden.
    homosexualität sei dekadent und kapitalistisch oder homosexualität entspräche nicht dem schöpfungswillen gottes.
    schön, unter dem gesichtspunkt kann man sich´s also aussuchen, wer einen in die hölle befördert.
    da hätte ich die qual der wahl und entschiede mich vor ort für den gottlosen kapitalisten als das kleinere übel.
    in sachen moral versagen am häufigsten die"moralischten", weil sie offensichtlich die messlatte zu hoch gesteckt haben und im freiheitlichen denken und handeln homosexueller immer eine bedrohung ihrer macht erkennen.
  • Direktlink »