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- 15. August 2007 1 Min.
Liverpool (queer.de) - Die katholische Kirche in England kritisiert, dass sie einen schwulen Lehrer in Liverpool nicht wegen seiner sexuellen Ausrichtung entlassen darf. Die Erzdiözese Liverpool hatte zuvor gedroht, Charles Coyne – Rektor der St.-Cecilia-Grundschule – zu feuern, weil er eine Eingetragene Partnerschaft mit einem Kollegen eingegangen ist. Daraufhin hatten Eltern gefordert, den Pädagogen vor die Tür zu setzen. Nach einer Überprüfung gab die Kirche aber bekannt, dass dies wegen des Antidiskriminierungsgesetzes ("Equality Act") nicht möglich sei.
Der konservative Family Education Trust nannte das einen "Skandal": "Es ist unlogisch, dass Eltern, die ihre Kinder auf eine Glaubensschule schicken, einen Rektor dulden müssen, der nicht nach dem Glauben lebt", erklärte Trust-Chef Norman Wells. Rektor Coyne sagte dagegen, sein Privatleben habe "nichts mit der Führung der Schule zu tun".
In Deutschland ist laut Paragraf 9 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes eine "unterschiedliche Behandlung wegen der Religion oder Weltanschauung" zulässig. (dk)















Der Skandal ist doch der, das sich Eltern erlauben in das Privatleben eines Lehrers reinreden zu wollen! Wem geht das eigtentlich etwas an?
Die Lehrer leben so oder so zusammen, egal ob mit oder ohne Trauschein.
Das sollte man eigentlich ganz gross anprangern.
Wie wäre es denn damit, wenn die Lehrer im Gegenzug im Privatleben der Eltern rumschnüffeln, und Schüler von der Schule verweisen, deren Eltern auch nicht brav nach der katholischen "Moral" Lehre leben?!?
Am besten auch noch den Eltern verbieten, ihr Zusammenleben abzusichern, den das gestattet man dem Rektor ja auch nicht zu.
Die sollten eigentlich froh sein, das die Klage auf diesem Wege halbwegs "ruhig" abgeschmettert wurde, denn wären sie durchgekommen, hätten sie jetzt die Gay-Community vor der Tür stehen, die ihre Verlogenheit anprangert.