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Einzelkommentar zu:
Katholiken dürfen Schwulen nicht feuern


#5 gerdAnonym
  • 15.08.2007, 18:57h
  • Zunächst zwar besteht im deutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz eine Ausnahmeklausel, was Kirchen angeht, aber gleichwohl kann auch in Deutschland die katholische Kirchenleitung einen katholischen Rektor/Lehrer einer in katholischer Trägerschaft bestehenden Schule, der eine Lebenspartnerschaft am Standesamt eingeht, nicht entlassen. Denn in Deutschland gilt der arbeitsgerichtliche Grundsatz, dass das Privatleben keinen Kündigungsgrund für ein Arbeitsverhältnis darstellt. Und zum Privatleben gehört halt auch der Gang zum Standesamt.

    Schön, das dies auch im Vereinigten Königreich nicht zulässig ist und sogar gesetzlich ausdrücklich verboten wurde.

    Nur bei sich zölibatär im Arbeitsvertrag verpflichtenden, katholischen Priestern ist in eine arbeitsrechtliche Kündigung zulässig, falls der Priester am Standesamt sich verpartnern sollte. Aber dies dürfte so ziemlich der einzige Ausnahmefall sein, wo eine arbeitsgerichtliche Kündigung bei Gang zum Standesamt wohl erlaubt wäre.

    Ansonsten auch hier wieder ein Armutszeugnis, was dort die katholische Kirchenleitung in homophober Tradition zeigt. Da lobe ich doch die lutherische/reformierte EKD, die Altkatholiken sowie Kirchen wie die UCC und Episcopalchurch in den Vereinigten Staaten.

    Sehr bedauerlich für die katholische Kirchenleitung, dass sie es nicht schafft, das Thema Homosexualität ethisch neu zu bewerten. Liegt wohl daran, dass in den eigenen Reihen zu viele Klemmschwestern zu ihrer sexuellen Identität nicht stehen und dadurch die Tabuisierung innerhalb der KIrche aufrecht erhalten. Schade - da es durchaus sehr gute katholische Priester gibt, die unter dieser Kirchenleitungsposition in Rom leiden.
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