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  • 15. August 2007 11 2 Min.

Ab September gibt es im US-Fernsehen erstmals einen offen schwulen Fernsehrichter. Alexander Hold sieht dagegen alt aus.

Von Christian Scheuß

Es ist keine große Überraschung: Die Sendungen, in denen Barbara Salesch und ihr Kollege Alexander Hold bei SAT1 werktäglich Recht sprechen, haben ein amerikanisches Vorbild. In den USA ist gleich eine ganze Handvoll Richter bei den Fernsehstationen in Lohn und Brot. Ab September gibt es mit Judge David Young erstmals einen offen schwulen TV-Richter.

Seit der Erfindung von YouTube ist es erstmals möglich, die deutschen Ableger mit den amerikanischen Vorlagen zu vergleichen. Salesch und Hold schneiden dabei in Sachen Unterhaltsamkeit und Esprit schlecht ab. Während bei den SAT1-Produktionen die Fälle als solche im Mittelpunkt stehen und das Spiel der Laiendarsteller eher amüsiert denn fesselt, stehen bei den US-Serien die Richter mit ihren schrägen Charakteren im Rampenlicht. Die erste TV-Richterin, Judge Judy, die seit 1996 zu sehen ist, ist eine voreingenommene arrogante Zicke, die auch schon mal die Angeklagten beschimpft und sie vor allem nur wenig zu Wort kommen lässt. Kein Zuckerschlecken für die Menschen, die vor ihr stehen, und deren reale Fälle verhandelt und beurteilt werden. Aber für die Zuschauer ist dies höchst amüsant.

Etwas sanfter wird David Young ab September mit seinen Fällen umgehen, er ist schließlich ein sensibler Homosexueller. Wie die Website zur neuen TV-Show in seiner Vita ganz selbstverständlich erzählt, lebt Young seit 12 Jahren mit seinem Partner, Richter Scott Bernstein zusammen. Beide leben in Miami und sie haben passenderweise einen Pudel als Haustier. Außerdem sei Young Mitglied bei den Weight Watchers und in seiner Freizeit sammle er Figuren von Pinguinen, weil er den Pinguin aus den Batman-Filmen so toll findet. So jemand kann einfach keine knallharten Urteile sprechen.

Trotz hartnäckiger Gerüchte hat es bislang noch kein TV-wirksames Coming-out eines deutschen TV-Richters gegeben. Aber vielleicht bekommen wir ja mit dem Start des schwulen TV-Senders Timm bald auch im Gerichtssaal Gleichberechtigung.

15.08.2007

-w-

#1 FredAnonym
  • 15.08.2007, 20:25h
  • unglaublich wie tolerant amerika ist,im gegensatz zu einem aneren kulturkreis.
    während woanders,schwule verhaftet,gefoldert und sogar getötet werden.
    lang lebe der westen und die freie welt!
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#2 MarkusAnonym
  • 15.08.2007, 23:52h
  • Also was ich gehört habe war der vom Jugendgericht doch auch auf dem CSD. Warum muss sich denn jeder outen, so als habe er ein schlimmes Geheimnis preiszugeben. Das behindert meiner Ansicht nach auch zu einem gewissen Teil die Akzeptanz der Homosexualität als Normalität in der Bevölkerung.
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#3 GeorgiosAnonym
  • 16.08.2007, 02:07h
  • Der vom Familiengericht muss sich nicht outen...so offen wie der in Köln in bestimmten "homosexuell" geprägten Gegenden rumläuft...und das auch immer allein (ohne Frau)! :-) Sehr verdächtig.....ich denke der ist schwul, aber hat kein grosses Interview gegeben...manchen sieht mans einfach an....da brauchts auch kein Coming Out mehr...schlimm wirds nur wenn die Leute sich selbst auf direkte Frage hin verleugnen...das sehe ich dann auch negativ, da grad Menschen die in der Öffentlichkeit sind eine Vorbildverantwortung haben, ob sie das nun wollen oder nicht!
    Naja und Amerika ist ja eher noch hinterwäldlerisch was Schwule angeht....auch wenns westlich ist sind Leute wie Bush beinahe genauso gefährlich wie iregndwelche Mullahs in Arabien....egal welche monotheistische Religion es ist ...denn alle drei lehnen Schwule ab also lehne ich im Gegenzug natürlich auch alle drei gleichermaßen ab und mache da sicher keinen Unterschied zwischen Islam, Christentum oder Judentum...alle in einen Sack und draufhauen...man trifft immer die Richtigen! ;-)
    Die sollten sich alle mal ein Beispiel am Buddhismus nehmen, dann ginge es uns besser auf dieser von Glaubenskriegen verseuchten intolerant konservativen Welt!
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