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- 16. August 2007 2 Min.
Mit dem Aufsatz der Firma "Gold Man" meckert endlich keine Mitbewohnerin mehr!
Von Carsten Weidemann
Jahrzehntelange beharrliche Arbeit der Frauenbewegung und zahllose Aufkleber an Toilettenwänden konnten es den Männern bislang nicht abgewöhnen: Das Pinkeln im Stehen. Wir lieben es einfach, das Geschäft auf zwei Beinen zu erledigen. Weil es einfacher ist, weil es so schön plätschert und weil man sich nicht auf möglicherweise verunreinigte Brillen setzen muss. Das wir dabei ordentlich dazu beitragen, dass die Toilette auf nachfolgende Besucher unsauber wirkt, das scheint niemanden zu stören. Zur Selbstverteidigung wird gerne erwähnt, dass Urin ja an sich steril sei.
Wer seinen Drang nach männlicher Freiheit ausleben und dennoch kein Ferkel sein möchte, für den ist möglicherweise das Produkt der Firma "Gold Man" interessant. Das finnische Unternehmen hat nämlich hübsche Trichter aus Kunststoff entwickelt, die man auf die Toilettenbecken aufsetzen kann. Wie die überdimensionale Tülle einer Teekanne streckt sich die Öffnung ergonomisch dem Örtchen-Besucher entgegen, der sich damit wie bei einem normalen Urinal verhalten kann. Die Macher hatten bei der Entwicklung des Aufsatzes vornehmlich ältere Herrschaften mit Prostataleiden im Blick, die Probleme mit der Steuerung des Wasserlassens haben.
Doch auch für Hygienebewusste, die ihren männlichen Gästen stilvolle Überraschungen auf der Toilette anbieten wollen, ist der "Gold Man" eine Alternative. Einziger Nachteil: Es muss sich jemand finden, der das Innere des Aufsatzes sauber hält.
16. August 2007
Links zum Thema:
» www.goldmanworld.com














