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- 16. August 2007 1 Min.
Lübeck (queer.de) - Zwei SPD-Politikerinnen haben anlässlich des Lübecker CSDs erklärt, dass die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland wieder zunehme. Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm und die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Cornelia Östreich, warnten davor, angesichts der bereits erreichten rechtlichen Verbesserungen für Homosexuelle die Hände in den Schoß zu legen: "Nachdem auf der gesetzlichen Ebene in den vergangenen Jahren viele Diskriminierungen abgebaut wurden, scheint nun in Teilen der Gesellschaft ein ‚Roll-Back’ mit erheblichen Folgen für Schwule und Lesben zu erfolgen."
Laut einer aktuellen Studie sei der Anteil der Deutschen, die Homosexualität für unmoralisch halten, von 16,6 auf 21,8 Prozent gestiegen, erklärten die Sozialdemokratinnen. Es gebe auch mehr Übergriffe auf Schwule. Deshalb sei es wichtig, Homosexualität im Schulunterricht umfassend zu behandeln: "Es muss gewährleistet werden, dass sich jeder und jede in der Schule wohlfühlt und in keiner Weise Diskriminierung ausgesetzt wird", erklärten Hiller-Ohm und Östreich. (pm/dk)
Links zum Thema:
» Pressemitteilung von Gabriele Hiller-Ohm
Mehr zum Thema:
» Schwule sind erschreckend oft Opfer von Gewalt (queer.de vom 14.5.07)














Bleibt nur zu hoffen, dass ihre Partei und insbesondere der LSVD das Thema der aggressiven Homophobie und der daraus resultierenden dringenden Notwendigkeit einer umfassenden Anti-Gewalt- und Anti-Diskriminierungspolitik in den Schulen endlich ganz oben auf ihre Agenda setzen.
Denn dort entscheidet sich das Leben vieler junger Homosexueller und damit auch die Frage einer wirklichen Gleichberechtigung von Homosexuellen in dieser Gesellschaft!!!