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  • 17. August 2007 9 1 Min.

Düsseldorf (queer.de) - In Nordrhein-Westfalen sorgt ein Schwulen-Vergleich von Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann für Aufregung. Die 50-Jährige hatte am Mittwoch die Schulpolitik der christlich-liberalen Landesregierung scharf kritisiert: "Eher wählt die CDU einen Schwulen zum Ministerpräsidenten, als dass Jürgen Rüttgers seine ideologische Schulpolitik beendet", sagte sie.

FDP fordert Entschuldigung

Die FDP droht nun mit einem parlamentarischen Nachspiel: "Der Landtag muss sich umgehend damit befassen, dass die Grünen üble Geschmacklosigkeiten auf Kosten von Minderheiten verbreiten", sagte der liberale Fraktionsvorsitzende Gerhard Papke gestern. "Eine derartige Entgleisung muss vom Parlament zurückgewiesen werden", forderte er. Das Thema solle auf der nächsten Sitzung des Ältestenrats behandelt werden, wenn sich Löhrmann nicht umgehend entschuldige.

Grüne lehnen Entschuldigung ab

Die Grünen stellen sich demonstrativ hinter ihre Fraktionschefin: "Frau Löhrmann diskutiert immer und überall gerne über die verfehlte Schul- und Schwulenpolitik der Landesregierung", sagte ein Sprecher der Landtags-Grünen gestern zur Nachrichtenagentur ddp. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 17.08.2007, 13:27h
  • War ja klar, dass die FDP das wieder mal nutzt, um ihr Image zu verbessern. Schließlich kostet Kritik am Gegner nichts. Aber immer wenn die FDP wirklich in der Verantwortung ist, tut sie nichts für und oder schadet uns sogar, auch die NRW-FDP (Stichwort: Schulbuchskandal).

    Man sollte uns schon selbst überlassen, womit man uns beleidigt und ich fühle mich keineswegs beleidigt. Frau Löhrmann wollte ansprechen, dass die CDU in der Bildungspolitik genauso ideologisch verklärt entscheidet wie bei Schwulen. Das kränkt mich keineswegs - im Gegenteil, ich finde es gut, dass das Thema Diskriminierung von Schwulen auch bei anderen Themen angesprochen wird.

    Ich denke, die FDP hat entweder die Äußerung nicht kapiert, oder sie hofft darauf, dass wir sie nicht kapieren und sie uns so wieder mal verarschen kann...
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#2 hwAnonym
  • 17.08.2007, 14:54h
  • @ flo

    ..eher wählt rom einen schwulen zum papst, als daß es seine ideologische sexualpolitik beendet..., meinst du vielleicht so ?
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#3 gerdAnonym
  • 17.08.2007, 15:35h
  • Welche Partei sich für uns einsetzt, werden wir jetzt gegenwärtig sehr genau bei der Erbschaftssteuerreform beobachten. Danach kippt die Waage, welche Partei in künftiger LGBT-Politik zu beurteilen ist. Grüne schneiden wie immer gut ab; Linkspartei ebenso. Aber auch FDP und SPD können da zeigen, wie sie es mit der Gerechtigkeit in der Steuerpolitik bei homosexuellen Paaren halten.

    Das Geplänkel in NRW interessiert mich da weniger; aber die Erbschaftsteuerreform interessiert mich sehr, ob hinterbliebene Lebenspartner das gemeinsam erwirtschaftete und bewohnte Haus/Eigentumswohnung, das der Altersvorsorge dient, verkaufen müssen, da sie die Erbschaftssteuer nicht zahlen können.

    Danach werden die homosexuellen Paare wählen, das dürfte wohl so ziemlich jedem hier bewusst sein, der einen liebenden Partner im Leben gefunden hat.

    Daher der gegenwärtige Blick irichtet sich auf die Erbschaftssteuerrefom, wie dort Lebenspartnerschaften einbezogen werden.
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