Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?7459
  • 21. August 2007 14 2 Min.

Salford (queer.de) - Ein britischer Wirtschaftswissenschaftler hat Datingseiten wie Gaydar beschuldigt, "Village-People-Klischees" unter Schwulen zu fördern, weil Männer in stereotype Gruppen eingeteilt werden. Professor Ben Light von der Salford-Universität bei Manchester kritisierte, dass man bei Seiten wie Gaydar nur einseitig nach "Bikern" oder "Militärtypen" suchen könne, andere Identitäten aber außen vor gelassen werden würden: "Internet-Dating ist eine der profitabelsten Geschäftsfelder im Web und Seiten wie Gaydar sind wichtig für schwule Männer"; erklärte Light. "Allerdings verstärkt die enge Auswahl beim Suchfeld ‚Typen, die ich mag’ Klischees. Vollständig fehlen campe oder durchgedrehte Kategorien – diese werden scheinbar als weniger wünschenswert angesehen als stark maskuline Kategorien."

Der Wissenschaftler kritisierte zudem, dass Männer, die sich noch nicht geoutet haben, auf diesen Sites diskriminiert werden: "Während die relativ anonymen Seiten eigentlich gut sind für Ungeoutete, erhalten Männer, die kein Bild einstellen, von den meisten Usern keine Antwort. Das könnte manche isolieren, die nicht offen schwul leben und anonym bleiben wollen."

Gaydar wies die Anschuldigungen zurück. Ein Sprecher erklärte gegenüber pinknews.co.uk, dass die Auswahlkriterien in Übereinstimmung mit User-Wünschen entstanden seien: "Sie beruhen auf intensiver Recherche. Wir wissen, was unsere User wollen. Wenn sie sich marginialisiert fühlen, würden sie uns das schnell mitteilen." (dk)

-w-

#1 holga-waldaAnonym
  • 21.08.2007, 13:05h
  • "Sie beruhen auf intensiver Recherche. Wir wissen, was unsere User wollen. Wenn sie sich marginialisiert fühlen, würden sie uns das schnell mitteilen."

    klingt plausibel...die mutter der iranerin
    verneinte das lesbischsein ihrer tochter...
    man muss halt nur fragen....
  • Direktlink »
#2 SaschaAnonym
  • 21.08.2007, 13:32h
  • Besonders grotesk ist die Unterstellung, nicht geoutete User würden von Gay-Portalen "diskriminiert". Das ist eine Verdrehung der Realitäten, denn wenn Homosexuelle von irgend jemandem diskriminiert werden, dann von der Gesellschaft insgesamt. Und nur deshalb haben sie auch ein Problem damit, offen und selbstbewusst zu dem zu stehen, was sie sind! Wenn solche Seiten also einen offenen, selbstbewussten Umgang mit der homosexuellen Identität fördern und nicht das Versteck-Schwulen-Tum, dann ist das nur zu begrüßen!
  • Direktlink »
#3 PoldiAnonym
  • 21.08.2007, 13:52h
  • ein gesichtsfoto, ein arsch- und schwanzfoto in´s netz zu geben und dazu wohnort und sexuelle vorlieben in allen details darzulegen nennt man jetzt outen.
    wurden früher in der pornobranche nur die ganz dummen oder in´s soziale abseits geratene menschen ausgenutzt, so hat heute dank internet jeder homo die chance, die perle vor die säue zu werfen.
  • Direktlink »