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  • 22. August 2007 106 1 Min.

Berlin (queer.de) – In der Hauptstadt findet am Samstag (25.8.) um 15 Uhr eine Protest-Kundgebung gegen den Auftritt des Rappers Bushido bei einem von "Bravo" organisierten Anti-Gewalt-Konzert statt. Organisator ist Mann-o-Meter – das schwules Info- und Beratungszentrum fordert alle Interessierten auf, am Samstag zum Demonstrationsort an der Ecke Straße des 17. Juni und Yitzhak-Rabin-Straße zu kommen. Das Antigewaltprojekt Maneo unterstützt die Demo. Bushido ist wegen seiner frauen- und homofeindlichen Texte umstritten.

In seinen Liedern erklärt Bushido unter anderem: "Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel" ("Berlin"). Die Textzeile "Ihr Tunten werdet vergast" wurde auf öffentlichen Druck hin von seinem damaligen Label "Universal" nicht veröffentlicht (queer.de berichtete).

"Bushido ist als Anti-Gewalt-Botschafter die völlig falsche Besetzung", erklärte Rudolf Hampel von Mann-o-Meter. "Ein Rapper, der in seinen Songs Gewalt gegen Minderheiten verherrlicht, kann nicht zum Vorbild für den gewaltfreien Umgang an Schulen und Zivilcourage gemacht werden."

Das Konzert findet unter dem Titel "Schau nicht weg" am Samstag ebenfalls um 15 Uhr vor dem Brandenburger Tor statt. (pm/dk)

Kundgebung:
Samstag, den 25.8.2007, 15 Uhr.
Ecke Straße des 17. Juni / Yitzhak-Rabin-Straße

-w-

#1 TimAnonym
  • 22.08.2007, 18:44h
  • Wenn die Bravo weiterhin jemanden, der zu Gewalt gegen Schwule aufruft, als Vorbild für Jugendliche positionieren will, ist die Bravo auch nicht besser! Dann ist die Bravo genauso schwulenfeindlich wie dieser Typ.

    Und solch ein Käseblatt hat auch noch Einfluss auf Jugendliche. Wie tief ist die Bravo nur gesunken..,.
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#2 BennoAnonym
  • 22.08.2007, 19:26h
  • Vor ein paar Tagen gab der BRAVO-Chef ein Interview im Fernsehen, wo es um dieses Konzert ging. Auf schwulenfeindliche Texte von Bushido angesprochen, machte er auf ahnungslos. Er wisse von nichts.
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#3 SaschaAnonym
  • 22.08.2007, 23:24h
  • Das ist wirklich ein Skandal oberster Güte!

    Es müsste eigentlich ein Aufschrei darüber durch dieses Land gehen, wie eines der zentralen Organe der Jugendpresse hier die Gewalt gegen eine gesellschaftliche Minderheit, eine Opfergruppe der Nazis, die auch heute noch in allen Bereichen (ganz besonders in der Schule und dort wo Junge Menschen ihr Sozialverhalten einüben) diskriminiert und vergewaltigt wird, auf dreiste Art verharmlost!!!

    Hier ist endlich die Politik gefordert, die ja leider auch tatenlos zusieht, wenn junge Homosexuelle in den Schulen dieses Landes verbal und körperlich angegriffen, unterdrückt, gemobbt und massiv diskriminiert werden!!!
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