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- 24. August 2007 2 Min.
Berlin (queer.de) – Der umstrittene Sänger Bushido hat seinen morgigen Auftritt beim Anti-Gewalt-Konzert vor dem Brandenburger Tor verteidigt. "Wenn Politiker ihrem Volk einreden wollen, dass ich die Quelle allen Übels bin, nur damit sie besser schlafen können, bitte schön", sagte der 28-Jährige in einem vom eigenen Plattenlabel veröffentlichten Interview. "Ich bin eben in den Köpfen mancher Menschen dieser böse Rapper, der die Gedanken unserer Kinder verseucht".
In einem 2003 veröffentlichten Lied erklärt Bushido unter anderem: "Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel" ("Berlin"). Die Textzeile "Ihr Tunten werdet vergast" wurde 2005 auf öffentlichen Druck hin von seinem damaligen Label "Universal" nicht veröffentlicht (queer.de berichtete).
Politiker von CDU, FDP und Grünen fordern Ausladung Bushidos
Auch Politiker sprechen sich gegen einen Auftritt des Sängers aus. Bereits vor Wochen kritisierte Thomas Birk, schwulen- und lesbenpolitischer Sprecher der Berliner Grünen: "Selbst wenn sich Bushido gegen Gewalt an Schulen ausspricht, verbreitet er in seinen Texten doch die Botschaft, spätestens nach Schulschluss ist der Ring frei fürs 'Schwulenklatschen'." Auch CDU-Generalsekretär Frank Henkel zeigt sich entsetzt: "Rüpel-Rapper wie Bushido taugen nicht als Vorbild. Ich fordere Auftrittsverbot für ihn beim Anti-Gewalt-Konzert!". Dem stimmt Björn Jotzo von der FDP zu: "Wer sich verhält wie Bushido, hat auf einem Event gegen Gewalt nichts zu suchen!".
Anzeige gegen Bushido
Derweil berichtet der "Tagesspiegel", dass gegen Bushido eine Anzeige wegen Körperverletzung vorliegt. Christian Hintze, ein 26-jähriger Fotograf aus Berlin, erklärte, der Sänger habe ihn Mitte der Woche vor einem Berliner Club angegriffen.
Morgen Homo-Demo gegen Bushido
Mann-o-Meter hat für morgen eine Demonstration gegen den Auftritt Bushidos organisiert (queer.de berichtete). Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordern zur Teilnahme auf. Die Kundgebung findet um 15 Uhr an der Ecke der Straße des 17. Juni und der Yitzhak-Rabin-Straße statt. (dk)















schließlich dürfen wir ja die Schuld an allem Übel in dieser Gesellschaft nicht einem einzelnen, armen Hassprediger anlasten...
Diese ungehörige Aussage bestätigt nur, dass Bushido ein gefährlicher Volksverhetzer ist, der mit seinen Parolen Gewalt verherrlicht und keinerlei Verantwortung für seine Menschen verachtenden Texte (und deren mögliche Folgen) zu übernehmen bereit ist.
Es ist daher unerträglich und unverantwortlich, einen solchen Gewaltprediger weiterhin auf junge Menschen loszulassen.