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Kommentare zu:
Bushido zeigt Schwulen den Mittelfinger


#51 ThomasAnonym
  • 30.08.2007, 15:44h
  • Mein Gott, ich verstehe gar nicht, warum sich alle hier so aufregen.
    Bushido hat den Schwulen nicht den Mittelfinger gezeigt, weil sie schwul sind, sondern weil sie gegen ihn demonstrieren.
    Er hat ja auch selbst gesagt, er würde nie im Leben gegen Homosexuelle demonstrieren.
    Er hat also ganz klar eine antihomophobe Aussage gemacht.
    Und übrigens, Bushido hat selbst schon oft einen auf schwul gemacht.
    Er hat gesagt, er will Bill von Tokio Hotel einen blaßen. Und als Bushido mit Yoko von MTV nach Kopenhagen zu den Music Awards gefahren sind und sich da beim McDrive was zu essen geholt haben, da hat Yoko zu der Bedienung gesagt, dass er und Bushido ein Paar sind. Und Bushido hat den Spaß mitgemacht. Und als Stars nach ihren Sexsymbolen gefragt worden sind, da hat Bushido gesagt, dass Eminem sein Sexsymbol ist.
    Also, all diese Beispiele belegen, dass Bushido nicht homophob ist.

    PS: Solltet ihr mir jetzt Homophobie unterstellen, so sei euch gesagt: Ich bin bi.
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#52 NorbertAnonym
#53 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 02:18h
  • @Thomas:

    "Solltet ihr mir jetzt Homophobie unterstellen...ich bin bi."

    Wieder ein Beweis dafür, dass so genannte "Bisexualität" in den allermeisten Fällen nichts anderes ist als die Selbstverleugnung der homosexuellen Identität.

    Was suchst du denn eigentlich hier bei dieser Diskussion??? Schließlich gehörst du ja als "Bisexueller" nicht zu denen, die Bushido vergasen oder verkloppen will oder die er beim Konzert auf unverschämte Weise beleidigt hat!!! Also, geh' schnell wieder zu deiner Freundin, damit du die Anerkennung der Hetero-Gesellschaft nicht verlierst!!!

    Offenbar ist der LSVD von eben solchen Typen wie dir besetzt und will diesen Skandal jetzt totschweigen...

    Na ja, ich sag's ja, dieses Land ist voll von Klemmschwestern und Versteck-Schwulen!!!
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#54 GeorgiosAnonym
  • 31.08.2007, 03:14h
  • @Thomas

    Es gibt sogar Schwule, die homophob sind.....das eine schliesst ads andere nicht aus...auch wenns natürlich krank ist!

    Und Bushido? Wenn du mir jetzt erzählen willst, dass dieser Gewaltverherrlicher nicht frauenfeindlich und homophob ist, dann brauchen wir an der Stelle gar nicht weiter diskutieren, denn er hat Schwule schon mehrmals imemr wieder verunglimpft.....entweder mit ironischen Seitenhieben oder eben mit direkten homophoben Texten, die ja angeblich "ganz anders" gemeint sind! *gähn....ne dümmere Ausrede fiel dem wohl nicht ein! Und das ärmste daran ist, dass er die schwächsten, nämlich die Jugendlichen für seine Zwecke missbraucht und die BRAVO sowie auch VIVA machen sich mitschuldig an dieser geistigen Brandstiftung....selbst wenn er das nur macht um kommerziell erfolgreich zu sein ist es nicht hinnehmbar! Irgendwo gibt es Grenzen die nicht überschritten werden dürfen und diese hat Bushido nun schon mehrfach deutlich überschritten.....jeder der diesem Menschen eine Plattform bietet muss sich klar sein ist kein Deut besser asl Bushido selbst....das Schlimmste war dass er sogar mal bei kerner auftreten durfte, im ZDF!!!! Da hab ich mir schon gedacht wie Kerner das verantworten kann und seitdem gucke ich seine Sendung nicht mehr.....widerlich, dass selbst angeblich gebildete Menschen sich so verhalten....übrigens während der ganzen Sendung sprach Kerner ihn nicht auf sein verhältnis zu Homosexuellen an....sehr bezeichnend!
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#55 DragonnWarriorAnonym
  • 31.08.2007, 07:45h
  • @ sascha (Nr. 50)

    weißt, du, sascha, dass ist genau der grund, warum ich mit dir mittlerweile auch politisch nicht mehr zusammen arbeiten würde...

    deine art auf politisch anders denkende und agierende, seien sie nun heterosexuell, bisexuell oder sogar schwul (und nur nicht deiner meinung) einzudreschen schadet mehr als sie nützt....

    und vom rhethorischen stil her erinnert sie an ganz finstere zeiten.

    da nutzt es wenig, wenn du deklamatorisch davon schreibelst, dass mehr als 10% der bevölkerung (rein?) homosexuell sind (wüsste gerne auf welche untersuchung du dich da beziehst), ständig "heteronormativ" in die sätze einbaust (scheint mir eine ungeheure glückserfahrung gewesen zu sein, als du das wort zum ersten mal gehört hast) und dabei selber völlig übersiehst, wieviel "homonormativität" du hier permanent einforderst...

    jedem, der anders denkt, anders lebt, anders liebt als du sprichst du erstmal sein selbstbewusstsein ab...

    selbst wenn du manchmal damit recht haben magst, ist dass im kern nichts anderes als das, was uns in dieser gesellschaft entgegenschlägt: xenophobie, die angst vor fremden, hier gepaart mit einer - durchaus verständlichen - verbitterung über a) gesellschaftliche realitäten b) mangelnde einigkeit unter uns schwulen.

    einerseits bin ich insbesondere über letzteres auch verärgert, andererseits finde ich sie aber auch sehr wichtig und reagiere darauf mit der suche nach konsensuellen lösungen.

    das mag puristen und rhetoriker ärgern, aber von den vertretern reiner lehren hatten wir in deutschland genug
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#56 stromboliProfil
  • 31.08.2007, 08:42hberlin
  • gut @dragonwarrior ,
    über den schreibstiel lässt sich reden , über die inhalte -ziele ? Was bitte sind deine konsensuellen lösungen und wie bringst du sie ohne verbitterung unter die : a. gesellschaftliche realität , wenn der eindruck bleibt , ein nicht unbeträchtlicher anteil an schwulen hat sich ( und hat sich immer !) an dem angebotenen katzentisch der gesellschaft eingerichtet . Ich ahne so etwas : partnerschaftspipapo im hochglanzfamilienfoto mit goldrahmen ...
    b.: die uneinheitlichkeit der schwulen , sprich mangelnde einigkeit , enspringt der mangelnden einpassungsfähigkeit der anpassungsangebote weil vom "gegner " stammend . Da haben verfolgte immer schon ein unterschwelliges gefühl ,des am falschen platz in der falschen verantstalung zu sein !

    Aber ich würde gerne mehr von deinen einschätzungen hier hören/lesen, um mir ein bild über dich zu machen und zu lernen ,wie man , als skeptiker bewahrt wird , zum puristischen rethoriker zu werden !
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#57 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 09:19h
  • @DragonWarrior:

    Ach je, bin ich jetzt bei einem sich vor den Mächtigen und der Hetero-Mehrheit anbiedernden LSVD-Fan in Ungnade gefallen???

    Angesichts der gesellschaftlichen Zustände in diesem Lande und der damit nicht vorhandenen Erfolgsbilanz dieses fragwürdigen Technokraten-Verbandes, der sich mit seinem Stillschweigen zu den skandalösen Ereignissen am Brandenburger Tor endgültig selbst für obsolet erklärt, fasse ich das als Kompliment auf!

    Was "uns" schadet oder nützt, möge jeder selbst für sich beurteilen. Die Verbands-Klüngelei, bei der sich Leute wie du und die meisten anderen beim LSVD sooo wichtig vorkommen, weil sie mit den Mächtigen an einem Tisch sitzen dürfen (oder sich das zumindest einbilden) nützt uns jedenfalls ganz bestimmt nicht.

    Sonst wäre eine dreiste Volksverhetzung, wie Bushido sie sich vor einem nationalen Symbol erlaubt hat, ganz sicher nicht mehr denkbar. Denn wenn wir in diesem Lande von irgend etwas genug hatten, dann davon!!!
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#58 DragonWarriorAnonym
  • 31.08.2007, 09:48h
  • @ stromboli

    ich sag ja, die ziele sind garnicht so weit auseinander...

    mit konsensuellen lösungen meinte ich: wenn du dich in einer gruppe oder in einem verein engagierst, musst du erstmal innerhalb dieses vereines deine positionen vertreten, dich dann mit gegenpositionen auseinandersetzen, hier versuchen, einen konsens zu finden, den alle vertreten können...
    danach gehts weiter nach draußen, bündnispartner finden...

    nehmen wir zum beispiel die frage nach dem ehegattensplitting bei der eingetragenen lebenspartnerschaft...

    als ich 1993, nach dem ersten ablehnenden urteil des BVerfG zu den aufgeboten im rahmen der "Aktion Standesamt", mit anderen begann die paare zu organisieren, die weitermachen wollten, war ich schon sehr am überlegen, inwieweit man mit lesben, die im ehegattensplitting eher ein patriachales machtinstrument sehen, einen konsens finden könnte...

    erfreulicherweise waren dann aber unter den paaren, die organisiert weiterabeiten wollten keine zu finden.... nichtsdestotrotz hatte der lesbenring damals eine andere position als wir...

    da muss man dann eben überzeugungsarbeit leisten, mit der mann entweder erfolg hat (in diesem fall waren es eher die frauen, die erfolg hatten, in dem sie nämlich ihre eigenen biographien hochhielten und verdeutlichen, dass ein ehegattensplitting eben doch wichtig sein kann, wenn die partnerin z.B. im Rollstuhl sitzt), oder mann muss versuchen einen konsens zu finden (z.B. eine formel wie "an pauschales ehegattensplitting ist unsinn, förderung sollte punktuell erfolgen wo unterhalt tatsächlich geleistet wird")

    und natürlich hab ich da auch manchmal kröten schlucken müssen, speziell, wenns dann in die politik geht...

    nimm die eingetragene lebenspartnerschaft: natürlich will ich weiterhin die ehe, keine frage, genauso wie der LSVD sie weiter fordert.

    primär gings mir aber sowohl privat (wegen freunden), beruflich (wegen klienten) als auch als verbandsvertreter um ganz konkrete fälle: zum beispioel binationale paare, über denen ständig das damoklesschwert der ausweisung hing.

    DAS war zum beispiel für mich soetwas wie eine sollbruchstelle: niemal hätte ich einem gesetzentwurf zugestimmt, der diese frage ausgeklammert hätte.

    so, und irgendwann stehst du dann da, siehst, dass du politisch nicht das durchsetzen kannst, was du haben willst, aber auf der anderen seite eine lösung in sicht ist, die erstmal den menschen, die du vertrittst hilft...

    und dann musst du halt für dich selber entscheiden, von welcher seite du prügel einstecken möchtest... diesbezüglich wird sascha sich an mir die zähne ausbeißen, denn ich bin mit meiner entscheidung, erstmal die eingetragene lebenspartnerschaft politisch durchzusetzen, selbst wenn sie ein rechtsinstitut zweiter klasse ist, nach wie vor einverstanden... erstmal war es ein schritt nach vorne, weitere sind gefolgt - und werden folgen....

    natürlich bin ich auch manchmal sauer - speziell wenn ich versuche beim CSD infos unters volk zu bringen und mir dann schwule stimmen entgegenschallen wie "gleiche rechte??? nee hab ich keinen bock drauf" (o-ton-köln) oder das bischen knete für den mitgliedsbeitrag zuviel ist, aber die gucci uhr am handgelenk prangt...

    was solls, wenn ich mich davon demotivieren lassen hätte, wären wir nicht da wo wir sind und - sascha vergisst das nur zu gerne - wir sind weiter als in den 80ern, oder? ich orientier mich daran, was ich erreicht habe, ich sehe veränderungen im kleinen und weiß, dass das die richtige taktik ist.

    wo ich absolut nicht mit dir übereinstimme ist punkt b.
    die uneinheitlichkeit der schwulen und lesben ist für mich eigentlich ein hoher wert. mit der uneinigkeit ist das etwas anderes, die stört mich oft. ich glaub aber, dass wir dafür nicht unbedingt der heterosexuellen mehrheitsgesellschaft die schuld in die schuhe schieben können....
    zu einfach ....

    ich sehe die heterosexuelle mehrheit auch nicht als "gegner" schon garnicht als EINEN gegner, sondern als viele verschiedene menschen und gruppen, deren haltung variiert zwischen unkenntnis, desinteresse, feindseligkeit, neugier, sympathie, übereinstimmung, ablehnung etc. etc.

    oft genug tun mir die jungs in der schule, die sich machomäßig ins zeug legen, echt leid, weil ich zum einen sehe, wie sehr sie sich dafür selber platt machen, wievie sie sich verkneifen, nicht gestatten - und wie sehr sie den mädels damit auf die nerven gehen...

    und da sitz ich dann in einer schulklasse, mache sexualpädagogik , und bin ganz selbstverständlich offen schwul (was ich übrigens nur dann sage, wenn sie es vorher nicht inj einem spiel rausgefunden haben, dass ich eingangs immer mit ihnen spiele um die stimmung aufzulockern) und sag genau das den jungs... und die mädel nicken...

    und ich sitz da als schwuler mittvierziger, und erzähl ihnen, dass es zwar im ersten mom,ent etwas mehr mut und kraft kostet, zu sich selbst zu stehen, dass man sich dann aber deutlich besser fühlt, weil man authentisch lebt...

    und so sehen sie dann bei der gelegenheit, dass schwule eben nicht immer opfer sind und schwach - das ist das große problem und die crux bei der ganzen gewalt diskussion, dass wir immer wieder unser opfer-sein (zu recht!!) thematisieren, aber selbst nicht wirklich aus dieser opferrolle rauskommen... (persönlich finde ich bushido ist nichts weiter als ein erbärmlicher feigling, denn das großmaul geht doch ohne bodyguards garnicht mehr auf die straße, aus schiss er könnte von ein paar schwulen oder frauen verprügelt werden... )

    fazit... ich hab kein patentrezept, außer dass ich mir die mitstreiter gut aussuche, mit denen ich kämpfe. und ich suche sie unter anderem danach aus, wie sie mit ihrem umfeld umgehen.

    das hilft ne menge...

    (reicht das als antwort?)
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#59 DragonWarriorAnonym
  • 31.08.2007, 10:24h
  • @ sascha

    das problem ist, sascha, dass ich nicht einfach rumlaufe und "volksverhetzung" schreie... sondern mir erstmal ganz genau anschaue, was da gesagt wurde, wie es gesagt wurde...

    und wenn ich nicht sicher bin frage ich (schwule und schwulenfreundliche heterosexuelle) juristen, wie die das einschätzen...

    und nur wenn da dann grünes licht kommt, dann gibts ne anzeige...

    und selbst die würd ich nicht immer pressewirksam verkaufen, denn noch schlimmer wäre es, wenn der klappskopf dann noch den richterlichen segen davontragen darf und den pressewirksam verwurstet....

    abgesehen davon hat der LSVD reagiert - der berliner landesverband um genau zu sein - schau halt mal auf die LSVD seiten...

    ich bieder mich wahrlich nicht der mehrheit an, ich mach mich aber auch nicht zum homonormativen agigator oder demagogen... (oder doch eher pausenclown)

    Wikipedia sei hier zitiert:
    "Victor Klemperer, jüdischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, schuf mit seinem Werk „LTI – Notizbuch eines Philologen“ eine literarisch bearbeitete Bestandaufnahme der Sprache in Deutschland zwischen 1933 und 1945.
    Klemperer vertrat darin die These, dass es weniger einzelne Reden, Flugblätter, Wörter oder ähnliches waren, die den größten Eindruck in der Bevölkerung hinterließen, sondern vielmehr die stereotypen Wiederholungen des ganzen Wortschwalls. Sie führten zu einer ständigen Beeinflussung im Sinne einer Suggestion."

    ich glaube aber nicht, dass dir das mit "heteronormativ" hier gelingen wird... zumindest nicht bei mir... und immer weniger auch bei anderen...

    die technik ist jedoch die selbe... auch was die verächtlichmachung politisch anders denkender angeht...

    wie gesagt: was die ziele angeht liegen wir nicht weit auseinander... was die methoden und strategien angeht dagegen meilenweit...

    was von den veränderungen seit den frühen 80er jahren kannst du dir auf die fahnen schreiben, weil du dafür aktiv gekämpft hast...

    sixte... und das macht den unterschied... mosern und rumkeulen kann jeder...
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#60 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 11:25h
  • @DragonWarrior:

    Deine Antwort auf @strombilis Nachfrage sagt eigentlich schon fast alles, denn du widmest den ganzen langen Text fast ausschließlich der Frage der formaljuristischen Gleichstellung von Homosexuellen in punkto Eheschließung.

    Genau hierin besteht aber der große Irrglaube, nämlich zu meinen, dass du damit in der konkreten Lebenssituation der allermeisten, vor allem der jungen Homosexuellen irgend etwas verändern könntest.

    Nein, die Frage unserer Gleichberechtigung wird sich ganz sicher nicht daran entscheiden, ob auch wir gutbürgerlich zusammen leben und eine Partnerschaft führen dürfen. Solange es ein Institut des Zusammenlebens wie die Ehe gibt, die gesetzlich privilegiert wird, muss der Zugang zu dieser für Homosexuelle selbstverständlich ebenso uneingeschränkt möglich sein.

    Dennoch besteht das eigentliche Problem in dem (ja!!!) massiv heteronormativen, sexuelle Vielfalt bewusst ausgrenzenden und sanktionierenden gesellschaftlichen "Sozialisation" in dieser Gesellschaft. Und vor allem darin, dass junge Menschen in keiner Weise wirklich frei sind, sich ohne Angst und psychische oder gar physische Gewalt von außen selbst zu entdecken und selbstbestimmt auszuleben.

    Daher entscheidet sich auf einem Konzert wie demjenigen am Brandenburger Tor unsere Zukunft als Homosexuelle tausendmal mehr als auf irgendeiner Verbandssitzung zur Herumdokterei an einem Rechtsinstitut zweiter Klasse namens Lebenspartnerschaft, das dem LSVD als Gnadenhäppchen und Belohnung für's Bravsein und sonstige Stillhalten zugeworfen wurde.

    Mit dieser "Strategie" - sofern man das überhaupt so nennen kann - wird der gesellschaftliche Status quo, die massive Homophobie gerade dort, wo junge Menschen Sozialverhalten einüben, wo Aufklärung über sexuelle Vielfalt und eine breite Anti-Diskriminierungs-Politik zu allererst ansetzen müssten, nämlich im schulischen Umfeld, also in Wahrheit überhaupt nicht grundlegend in Frage gestellt, sondern vielmehr perpetuiert.

    Und wenn im Jahre 2007 jemand auf einem Anti-Gewalt-Konzert für junge Menschen vor dem Brandenburger Tor Homosexuelle auf das übelste beleidigen und verunglimpfen kann, sind wir dann wirklich weiter als in den 80er Jahren???

    Nur weil ein paar Schwule jetzt von sich behaupten können, gut situiert in einer "Lebenspartnerschaft" zusammen zu leben???

    Wenn man den gesellschaftlichen Rollback der letzten Jahre in punkto Respekt vor der sexuellen Vielfalt gerade unter jungen Menschen noch nicht einmal wahrnimmt, dann kann man natürlich auch nicht wirkungsvoll dagegen angehen!
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