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Kommentare zu:
Bushido zeigt Schwulen den Mittelfinger


#61 SaschaAnonym
#62 DragonwarriorAnonym
  • 31.08.2007, 11:57h
  • @ sascha

    ich hab EIN beispiel genommen, um entscheidungsprozesse zu schildern...

    nicht bös sein, wenn ich eines genommen habe, was stromboli touchiert hat "partnerschaftspipapo" und keines, was dir in den kram gepasst hat, denn der beitrag galt in erster linie ihm...

    aufs "übelste beleidigt" fühl ich mich von bushido nicht... "aufs übelste" da reicht mir kein gezeigter mittelfinger... "wichser" galt insgesamt seinen kritikern, beleidigt mich vielleicht, aber auch nicht aufs übelste...

    aber das ist vermutlich nur wieder ausdruck meiner angepassheit *gröhl*....

    ich bleib einfach auf dem teppich, dass ist der unterschied...

    dieser pseudogangsta zieht aus der ganzen aufregung in erster linie kohle und bestätigung... von daher sind die stimmen hier, die das mal auf den punkt bringen und sich fragen, ob es das so bringt, durchaus berechtigt.

    das konzert am brandenburger tor entscheidet über unsere zukunft...
    weia... sascha... wenn's so wichtig war: warst du da??? hast du mitdemonstriert mit den vertretern von maneo und übrigens auch vom LSVD???

    nicht?
    ach... keine zeit? klar, posten und motzen is wichtiger...

    jepp, wir sind weiter als in den 80ern... auch was den bushido scheiß angeht...
    in den 80ern hätte es die presse nicht interessiert, wenn so ein scheiß passiert wäre... heute hagelt es kritik an bravo...

    natürlich nehm ich den rollback wahr, und ne zunehmende verwahrlosung und frauenfeindlichkeit wahr...

    und wie gesagt, ICH arbeite in schulen dagegen an...

    wann warst du zuletzt im unterricht???

    okay, dann nochmal: DAS ist es, was uns trennt...

    ich fasele nicht nur darüber was man machen müsste und wie, sondern ich tu was...

    und ich weiß zwar nicht alles besser und mache fehler... aber auch nur weil ich was getan habe, anstatt rhethorische kraftmeierei zu betreiben....
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#63 Peter 2Anonym
  • 31.08.2007, 12:55h
  • Ich bin davon überzeugt, daß wir unterschiedliche Auffassungen haben, wie eine "Schwulenbewegung" auszusehen hat. Ich bin kein Typ für Vereine, aber ich denke dennoch, daß ich sehr viel für die Schwulen getan habe....nicht, in dem ich auf dem CSD war, sondern weil ich jeden tag im Alltag mit meinem Schwulsein so natürlich wie möglich umgehe...meine Kollegen, Freunde, Familie werden einfach mit meinem Schwulsein auf eine ganz natürliche Art konfrontiert. Da gibt es kein Outing mehr, sondern mein Schwulsein ist einfach eine Tatsache wie meine Haarfaarbe auch.
    Andere setzen den hebel bei der Politik an oder bei den ganz "Großen"....das ist genauso wichtig. So lange aber nicht in den Köpfen der Allgemeinbevölkerung etwas passiert, können wir Gesetze erlassen und Verpartnern wie wir wollen...wir werden belächelt und als Menschen 2. Klasse betrachtet.

    Ich bin zwar mit Sascha nicht immer konform, aber ich muss ihm 100% zustimmen...wir leben in einer von den heten und "IHREN" Werten geprägten Welt. Überall kannst du bei genauen Hinschauen erkennen, wie sehr alles von dieser Sicht geprägt ist...selbst die achso spirituellen menschen aus der Esoterik kommen aus diesem Schema nicht heraus und bemühen abgedroschene begriffe wie Männlich und Weiblich.
    Wir haben als Schwule und Lesben immer noch keinen Platz in dieser Gesellschaft...wir werden nur als "Untervariante" geduldet. Und so lange wir das selber mitmachen, sehen wir uns selber als "entartet", "krank" usw. an....und wie viele bemühen biologische Faktoren, wie die Fortpflanzung immer noch, um uns auszugrenzen.
    Die Schwulenbewegung kann sich nicht allein auf politische oder sexuelle "Themen" beziehen: die Schwulenbewegung hat etwas mit der gesamten gesellschaft zu tun...mit dem Denken jedes einzelen, mit unseren Weltbildern. Da wir genau das ins Wanken bringen allein aus der Tatsache, daß wir ziemlich gesund sind und dennoch wie selbstverständlich das gleiche Geschlecht lieben bringt die Heten ins Wanken...und vermutlich viele auf die Palme.

    Wirklich geschafft haben wir es erst dann, wenn sich neimand mehr outen muss....wenn es im Prinzip keine Rolle mehr spielt, mit wem man zusammen wohnt. Wie sehr wir dieses alte Rollenverhalten leben, erkennen wir an den immer noch beliebten Fragen: " wer ist denn bei euch der mann und wer die Frau?".
    Genau daran müssen wir arbeiten....und ich bin mir sicher, wenn die Bewegung etwas mit Weitsicht und Menschlichkeit zu tun hat, dann werden auch die Heten davon profitieren und endlich die alten Fesseln ablegen. Vielleicht gehört die Frauenbewegung und die Schwulenbewegung teilweise eng zusammen. Sie haben mit ähnlichen Vorurteilen zu kämpfen.

    Es geht mir also in erster Linie nicht alleine um rechtliche Vergünstigungen sondern um das "Aufwachen in allen Köpfen. Das kann die Politik nicht leisten. Nur wenn die meisten menschen erkennen, das wir an einem Scheideweg stehen und uns entscheiden müssen, uns zu öffnenen für eine neue Ebene des menschlichen Zusammenlebens oder ob wir in alten Strukturen verharren und versteinern, dann wird es Frieden geben.....helfen wir ihnen doch dabei, statt sie mit Gewalt davon überzeugen zu wollen.
    Wenn wir den heten vorleben, wie bereichernd es sein kann, nicht immer die alten Rollenmuister zu leben...wie bereichenrnd es sein kann, wenn man seine Pornofilme nicht verstecken muss vor den "Freunden"...wie bereichernd es sein kann, mit uns zusammenzuleben und dennoch ein ganzer heterosexueller Kerl/Frau zu bleiben, dann erreichen wir sehr viel.....

    Ohne Frage: die Politik muss den Weg ebenen....es gibt allgeimeine Formen des menschlichen Umgangs, an die sich alle zu halten haben....Beleidigungen gehören auch dazu.....mir ist es egal, ob sich Bushido gegen Schwule oder wen auch immer seinen Stinkefinger erhebt....es ist eine Beleidigung und gehört nicht in die Öffentlichkeit.....würde es einen Politiker treffen, so hätte Bushido sofort eine Strafe am Hals...wetten? Was also für Politiker gilt sollte für alle menschen gelten....ob er auf Männer, Frauen, Personen mit nur einem Arm oder was auch immer steht....und fangen wir einfach mal bei uns selber an.....ein besuch in der nächsten Szenebar genügt zu erkennen, daß wir auch an uns selbst noch viel arbeiten müssen.....
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#64 mark2009Anonym
  • 31.08.2007, 23:30h
  • Ich verfolge mit großem Interesse die gesamte Diskussion um diesen Mohamed.Ferchichi

    Ich habe ja nun auch in einer ruhigen Stunde einen Rap-Text verfasst (leider noch nicht ganz fertig und noch nicht musikalisiert - daran wird gearbeitet: Aggro oder Universal, wie wär’s???) und dachte, ich lass den jetzt einfach hier mal vom Stapel

    „Wer ist die braunste Sau in Berlin?
    Schau hin
    Das ist dieses Mohamed,
    der die Schwulen vergasen will.
    Ach, der? Der Tunesier?
    Dabei is dem sein Mutter doch das größte Nutte,
    die fickt jetzt n Türken?
    Und das Vater von das Mohamed ist sich ja das verpissteste Arsch.
    Jo!
    Aber hat ja schwere Kindheit und so...

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder müssen wir dich erst mal so richtig!

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder sollen wir deine Mutter mal?

    Und die Weiber werden von dem Drei-Loch-Gefickt...
    Genau, hat aber leider nur ein Schwanz, der Arsch...
    No, braucht er Kumpels zu mithelfen,
    und dann ficken wir dieselbe Möse,
    (ist doch schwul, irgendwie)
    viele Schwänze; kommt alle her.
    15-jährige Bu-Fans brauchen noch mehr.....
    bis der Mond platzt, mein Liebling!

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder müssen wir dich erst mal so richtig!

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder sollen wir deine Mutter mal?“

    (An der Fortsetzung wird noch gearbeitet, ich sehe da noch Potenzial)

    Ich möchte hier gleichzeitig die vollständige Entpersonalisierung und völlige Sinnfreiheit der Worte: „braun“ (Inkl. Komparative und Superlative), „Schwule“, „Mutter“, „Vater“, „Kindheit“, „Wir“, „Spüren“; „Vergasen“, „Sau“, „Nutte“, „Arsch“, „Mohamed“, „Möse“, „Schwanz“ (Inkl. Mehrzahl), „Bu“, „Mond“ und vieler anderer mehr im Besonderen betonen!

    Ah so, nicht vergessen, dieses Machwerk ist durch die Kunstfreiheit und das Urheberrecht geschützt!!!!!!
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#65 mark2009Anonym
  • 31.08.2007, 23:31h
  • Ich verfolge mit großem Interesse die gesamte Diskussion um diesen Mohamed.Ferchichi

    Ich habe ja nun auch in einer ruhigen Stunde einen Rap-Text verfasst (leider noch nicht ganz fertig und noch nicht musikalisiert - daran wird gearbeitet: Aggro oder Universal, wie wär’s???) und dachte, ich lass den jetzt einfach hier mal vom Stapel

    „Wer ist die braunste Sau in Berlin?
    Schau hin
    Das ist dieses Mohamed,
    der die Schwulen vergasen will.
    Ach, der? Der Tunesier?
    Dabei is dem sein Mutter doch das größte Nutte,
    die fickt jetzt n Türken?
    Und das Vater von das Mohamed ist sich ja das verpissteste Arsch.
    Jo!
    Aber hat ja schwere Kindheit und so...

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder müssen wir dich erst mal so richtig!

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder sollen wir deine Mutter mal?

    Und die Weiber werden von dem Drei-Loch-Gefickt...
    Genau, hat aber leider nur ein Schwanz, der Arsch...
    No, braucht er Kumpels zu mithelfen,
    und dann ficken wir dieselbe Möse,
    (ist doch schwul, irgendwie)
    viele Schwänze; kommt alle her.
    15-jährige Bu-Fans brauchen noch mehr.....
    bis der Mond platzt, mein Liebling!

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder müssen wir dich erst mal so richtig!

    Na, du braune Sau,
    Spürst du noch was,
    oder sollen wir deine Mutter mal?“

    (An der Fortsetzung wird noch gearbeitet, ich sehe da noch Potenzial)

    Ich möchte hier gleichzeitig die vollständige Entpersonalisierung und völlige Sinnfreiheit der Worte: „braun“ (Inkl. Komparative und Superlative), „Schwule“, „Mutter“, „Vater“, „Kindheit“, „Wir“, „Spüren“; „Vergasen“, „Sau“, „Nutte“, „Arsch“, „Mohamed“, „Möse“, „Schwanz“ (Inkl. Mehrzahl), „Bu“, „Mond“ und vieler anderer mehr im Besonderen betonen!

    Ah so, nicht vergessen, dieses Machwerk ist durch die Kunstfreiheit und das Urheberrecht geschützt!!!!!!
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#66 stromboliProfil
  • 01.09.2007, 01:33hberlin
  • @dragonwarrior,
    danke für ihre ausführliche stellungnahmen auf meine fragen . Sicher war auch meinerseits ein sinn hinter der sache : ich will , abseits der schlagabtausche hier, eine schreibkultur abfordern die allen gerecht und der sache dienlich ist . Das es förderlich ist ,zeigt schon der beitrag von @peter2 , den ich für überzeugend ,profund und selbstkritisch betrachte .
    Und schon sind wir im thema :
    Wie erreiche ich den gewöhnlichen schwulen , will ich ihn erreichen oder suche ich meine koalitionen bei politischer denkenden . Was macht den politisch denkenden überhaupt aus ? Seine fähigkeit zum konsens mit wem . @peter beschreibt den zustand der befindlichkeit mit der wir tagtäglich leben . Keine frage der opfermentalität ,sondern einfach eine zustandsbeschreibung . Und stimmig . Hier mein ansatz des "gegners" den man kennen muß . Eine, einem umgebende welt , wie in watte getaucht , mal realer ,wenns um die ummittelbarkeiten wie eltern ,freunde und umsetzung direkter sexueller wünsche geht ; mal irrealer , seis im beruf , im urlaub (wenn man nicht gerade am schwulen ballermann rumbalzt ) .
    Aber da sage ich ihnen ja nichts neues .
    Das verdienst der verbände , zu deren mitarbeitern ich sie zähle , ist , juristische fragen aufgefangen zu haben , um ein mindestmaß an sicherheit zu garantieren . Ich zähle hierzu die reglung im patientenrecht ; in zeiten aids eines der größten hindernisse für die versorgung unserer freunde . Hiervon die partnerschaftsregelung abzuleiten allerdings bleibt mir weiterhin ein rätsel . Verbaute sie zudem den weg zum gleichheitsprinzip als regelgrundlage, dass vor dem verfassungsgericht auch bestand hätte haben können . Aber nein , wir müßen an die heilige kuh der ehe . Mit dem popanz der schwulenehe uns im bunten blätterwalt vorführen lassen , um dann , das kind liegt im brunnen , hektisch das ruder rumreißt und nun auf klagefähigkeit spekuliert . Das ergebnis ist uns nach dem verfassungsurteil ja allen bekannt . Sehen sie ,da liegen unsere ziele weit auseinander. Nun hören wir ja von den politikern , die politik ist ein schweres und ständig müßen sie kröten schlucken . Der zwang zum konsensuellen , wie sie es ausdrücken , wird zunehmend zum selbstläufer .
    Sie beschreiben es im zusammenhang mit binationalen partnerschaften .
    Der aufenthaltsanspruch nach der trennung aber ist weiterhin eine sollpruchstelle , offen wie eine baustelle . Auf das asylgesetz haben wir ohnehin keinen einfluß genommen . Homosexualität als asylgrund wäre ein , meines erachtens erstreitbares ziel gewesen . Die erkenntnis , nicht beim ersten mal das durchsetzen zu können was erstrebenswert , sollte nicht dazu führen billige kompromisse bei erster sich bietender gelegenheit einzugehen .
    Beim marsch durch die instutionen wurde vergessen , dass die basis dahinter stehen muß . Die aber hat sich längst eingerichtet im verwaltet sein . Fragen sie in den lokalen die leute bezüglich der rechte ,die ihnen zugestanden wurden : hohn ist die antwort . Von rechten der 2ten wahl spricht man , verbeisst den zynischen kommentar , aber macht sich lustig über die selbsternannten polit und verbandsvertreter . Die wiederum wursteln ungebrochen weiter an ihren konzepten .

    Wir sind mitnichten weiter als in den 80ziger jahren !
    Wir haben lediglich die sterblichkeitsrate überlebt und versuchen uns in einer neuen situation zurechtzufinden . Dabei wären themen zu erarbeiten , die unmittelbar die leute trifft . Seis Steuerrecht , erbrecht , alg1-4 recht ,oder pflegerecht um nur mal ein paar der heute brennenden probleme anzusprechen . Aber wir üben uns in großer politik : zu jedem thema eine veranstalung , zu dem der interessierte zuhören darf, was die geladenen referenten und sachverständigen UNS zu sagen haben . Überlassen einer verbandsnomenklatura , die über sinn und wollen , politischer ziele nicht mehr mit den leuten diskutieren kann und will . Verschanzt hinter den verbandsregeln .

    Wie also sich zusammentun um die (uneinigkeit ?) zu überwinden in fragen die von (für den einzeln ) grundsätzlicher natur sind :
    Ich z. B: bin grundsätzlich gegen das ehe angebot .
    Politisch ist die ehe stützpfeiler des systems, dass uns unterdrückt . Eine unvereinbarkeit ! Ausser , man bietet etwas im gegenzug an : die schwule identität ist der preis den wir zahlen . Kanalisierte sexualität , " eingliederung in die gesellschaft " die überschrift . Und die besseren karten haben die , die die macht haben ! Daran wird sich unter den bestehenden umständen nichts ändern .
    Ehegattensplitting ist richtig gesagt , ein patriachalisches machtinstrument , das sich aber auch in ökonomischen zwängen selbst erledigt ; wo nichts mehr ist , gibst nichts mehr zu holen . Gerade mal 14 jahre brauchts um ans eingemacht zu gehen , wie die diskussionen hierüber heute zeigen . Sehn wir mal ob ende der legislaturperiode das noch bestand hat . Wie gesagt : reformen sind angesagt , wir haben unsere verschlafen !

    Wie kann als politischer mensch , ich mich einbringen in eine struktur , die ich mal vornehm als sozialdemokratisch bezeichen möchte . Volltönende absichtserklärungen der verbandsoberen , beharren auf einer politik die nicht mehr von unten mitgetragen wird , was zu desinteresse an mitarbeit , geschweige den der finanziellen unterstützung führt . Beiträge abklopfen, um als ertrag beiläufiges zu erhalten ? Die guggiuhr war , wenn sie zu sich selbst ehrlich sind die ausnahme .Die regel ist ,daß die leute sich nicht mehr mit "euch " identifizieren können . Gewiss : eure öffentlichkeitsarbeit hat etwas rührend - rüriges an sich ! Da wird für ein massenspektakel von 9-10 bongotrommlern und 15-20 unentwegten 2 camerateams rangekarrt .
    Das der schuß bei ,sich wiederholend gähnender leere und mangels an masse , bei presse und fernsehen, irgend mal nach hinten losgeht , weil die sich ja auch verarscht fühlen , steht im raum . Das ist einfach provinziel -unprofissionell . Und das macht auch die verärgerung von mir aus : 1971 haben wir (andererorts auch ) uns als gruppe zusammengefunden und "einsam " als haufen von mikrigen 15-20 leuten in der menge gestanden und gestritten ! Aber wir waren inhaltlich vorbereitet , flugblätter und ein platz , an dem der konflikt programiert schien . Die angebote , uns an weniger exponierten stellen aufzubauen hatten wir , trotz unserer ängste abgelehnt . Warum das schweifen eines alten herrn in der vergangenheit : Die blamage waren nicht die 20-30zig leute , die blamage war der ort mit dem sie sich zufrieden gaben . Weit entfernt davon die anzusprechen , die es anzusprechen galt ! S. Finke nennt das vieleicht vorbeugende deeskalation . Da ist der herr ja meister , wie ich erfahren mußte . Warum beschränken sich technokraten -sozialarbeiter , therapeuten nicht auf die ihnen zukommende tätigkeit , anstatt sich auch noch den politischen überblich anzumaßen . Zumindest sich soweit aus dem geschehen raushalten, bis wirklich basismäßig richtungen entwickelt , in die sie dann eingebunden sind . Nicht umgekehrt ; das umstülpen sozialtherapeutischer theorie auf den politisch zu erarbeitenden willen .
    Deswegen "sozialdemokratisch " , wegen des konsensualen mißverständnisses von ursache und wirkung . Auch im guten willen kann das schlechte ergebnis nicht entschuldigt werden !

    Zum schluß zum aussuchen der mitstreiter :
    Warum auch nicht , jeder braucht auch seine sicherheiten in dem system ,dass er sich zurechtgelegt hat . Ich kenn auch die heftigen streitereinen und animositäten die sich im laufe der gruppendynamik entwickelten , aber einen starng haben wir damals immer gesehen und die fähigkeit den anderen auch in seiner gabe wirken zu lassen . Ohne wenn und aber ,man/n sich aber auch der kritik aussetzen muß .

    Hier im forum würde ich es begrüßen , wenn wir uns über private kanäle besser kennenlernen würden , gemeinsam probleme und mögliche projekte hier und in privatem rahmen diskutieren und sie , wenn nötig, auch in die vorhandenen verbände einzubringen als forderungen . Die verbände ihrerseits beginnen, ihre struktur nach aussen zu öffnen und mittarbeit , eine art cohabitation widerspüchlicher ideen , nicht mehr als bedrohung der eigenen "fleichtöpfe " verstehen .
    Mein mail : strombolicazzo@gmx.de
    Ps. nicht alle wohnen in berlin ... das muß man sascha lassen .
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#67 stromboliProfil
  • 01.09.2007, 12:12hberlin
  • also jetzt platzt mir doch der kragen ,
    @mark2009 , hast du noch alle tassen im schrank ?!
    Dasdas freigeschaltet wird ist eine sauerei !
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#68 PoldiAnonym
  • 01.09.2007, 14:16h
  • nun, im ersten moment erschrickt man, wenn man solche texte liest, wie sie marc2009 plaziert hat.
    aber ich denke, es ist auch wichtig, in diesem zusammenhang mal ähnliches darzustellen, was der herr rapper produziert, eben aus einer anderen sicht.
    mancher, der sich für diese art von "gesang" nie interessiert hat, mag nicht wissen, wie weit und eindringlich die angeblichen "gesellschaftsbeklagungen" solcher rapp-künstlers gehen.
    ich kann mir nun ein eindeutiges bild von herrn bushido und seiner clique machen.
    man sollte hier nicht so vornehm zur selbstzensur neigen, denn wir sind doch diesen umgang gewöhnt. man praktiziert ihn mit uns täglich.
    was schreckt uns dabei? nichts.
    auch wir haben das recht auf meinungs- und diskussionsfreiheit.
    ein aufregender beitrag marc2009, künstlerisch und ab vom üblichen politischen geheule.
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#69 DragonnWarriorAnonym
  • 02.09.2007, 11:15h
  • @ stromboli....

    bin etwas irritiert über das "sie" und "ihnen"... eigentlich dachte ich wir duzen uns hier... *schmunzel*

    gleich ins thema hinein:
    "wie erreiche ich den gewöhnlichen schwulen?" genau das ist der haken!!

    denn: wie sieht der eigentlich aus, wenn es ihn gibt? da hätte selbst herr bochow schwierigkeiten, den zu definieren...

    gibt es deshalb die entscheidung zwischen
    "will ich ihn erreichen oder suche ich meine koalitionen bei politischer denkenden"?

    ich glaube es gibt gegner (ohne ""), menschen, denen homosexualität aus was für gründen auch immer (hier gebe ich sascha recht, meistens ist es internalisierte homophobie oder eine als substitut für wasauchimmer benutzte übereifrige frömmeligkeit) zuwider ist. man findet sie quer durch die gesellschaft und so ziemlich alle politischen parteien. versuchen, sie zu überzeugen, ist sinnlos. hier gibt es nur die möglichkeit, zu versuchen ihren einfluss auf dritte (speziell auf die politik - sofern sie nicht selbst politiker sind, ansonsten: auf andere politikerInnen) zu minimieren, wenn sich die möglichkeit bietet.

    dann gibt es menschen, denen wir und unsere anliegen und probleme gleichgültig sind. hier können wir aufklären und überzeugen. das halte ich für einen wesentlichen punkt. und das ist uns in der lebenspartnerschaftsdebatte auch gelungen.

    ich hätte auch am liebsten die ehe geöffnet, aber dazu gab es keine mehrheit in der politik... ich glaube, die gibts auch heute noch nicht, denn in dieser frage brauchen wir lt. verfassungsgericht eine änderung des grundgesetzes. in der frage des ART. 3 GG, sehe ich da chancen, in der frage von ART. 6 hingegen wirds schwierig.

    die taktik, angesichts der politischen unmöglichkeit der eheöffnung vorerst ein aliud zu akzeptieren halte ich nach wie vor für richtig. und das urteil zur verfassungsmäßigkeit der lebenspartnerschaft ist so negativ nicht ausgefallen, im gegenteil: die verfassungsrichter haben das immer wieder hochgehaltene "abstandsgebot" zwischen lebenspartnerschaft und ehe klar verneint!! das problem ist: konservative politiker ignorieren diese passagen des urteils mit einer selbstgefälligen arroganz, die auch mich manchmal zur rage bringt.

    natürlich versucht der LSVD auch in anderen politikfeldern einfluss zu nehmen...
    das darüber nicht immer etwas in der zeitung steht, heißt nicht, dass der LSVD nichts tut. erstens macht es wenig sinn über jeden brief der geschrieben wird und über jedes gespräch, das zwischen verband und politik geführt wird, eine presseerklärung herauszugeben (dann wäre der LSVD mehr mit presseerklärungen beschäftigt als mit der arbeit) und zweitens ist es ne tatsache, dass nicht alles in den zeitungen landet, was als presseerklärung herausgegeben wird.

    ich halte die lebenspartnerschaft nicht für einen billigen kompromiss, nach wie vor nicht... mit ihr konnten einige probleme die drängten - das patientenrecht, totensorge, erbschaftsfragen (denk an die gesetzliche erbfolge mit pflichtanteilen!), geregelt werden. andere, für die der bundesrat zuständig war, blieben ärgerlicherweise offen. sascha hat in dieser frage recht: wäre rotgrün - hier insbesondere der rote teil - nach der regierungsübernahme schneller gewesen hätte es ein fenster dafür gegeben, ärgerlicherweise war rogrün nicht in der lage, das entsprechend auch zu nutzen....
    wenn ich in der szene nur frage, wie die eingetragene lebenspartnerschaft ankommt, dann bekomm ich tatsächlich diese antwort... wenn ich dann aber nachhake und frage, was für probleme denn bestehen, dann kann ich hinter etliche fragen abseits des steuerrechtes haken setzen und siehe da: oftmals wächst dann die zustimmung... ich hab soviele schwule und lesbische "gegnerInnen" der ELP mittlerweile heiraten sehen... uninformiertheit und das sture nachplappern von gehörtem ist da ein fettes szeneinternes kommunikationsproblem....

    "rechte 2ter wahl" lässt sich prima nachplappern... und schnell vergessen, dass wir vorher gar keine hatten... ist das glas nun halb voll oder halb leer?

    und:

    ist selbst halb leer nicht besser als leer?

    natürlich sind wir weiter als in den 80er jahren: ich erinner mich noch gut an die ersten CSDs in berlin... größtenteils gaffende, zum teil spuckende und fluchende leute am straßenrand...

    ein paar von denen sind immernoch da, aber hundertausende feiern mit uns - selbst wenn ihre unterstützung im alltag dann oft fehlt, weil sie sich zuwenig für uns und zuviel für ihre eigene kleine welt interessieren.

    das heute ein general wegen verdacht auf homosexualität aus der bundeswehr entlassen wird, wirds auch nicht mehr geben...

    nochmal zur ehe: das erbrecht ist geregelt. vieles andere - z.b. das zeugnisverweigerungsrecht - auch. ich empfehle einen blick auf die LSVD-Seiten (
    typo3.lsvd.de/77.0.html
    ) das erbschaftssteuerrecht ist zur zeit in der arbeit und hier ist der LSVD massiv dran. hier entscheidet sich für mich auch die frage der glaubwürdigkeit der SPD in schwullesbischen fragen... die front gegen eine gleichstellung in der CDU ist keineswegs so geschlossen wie konservative hinterbänkler der CDU, die dann gleich immer pressetechnisch vorpreschen, um sich bekannt zu machen, aber auch zögerliche SPD-politikerInnen uns das weißmachen wollen...

    ich halte all diese arbeit nicht für "übungen in großer politik", sondern für alltägliche arbeit, die vom LSVD geleistet wird.

    was mich interessieren würde, wäre, wie du basisarbeit so organisieren würdest, dass die breite schwullesbische community daran teilnehmen möchte...
    nach diesem patentrezept such ich noch vergebens...

    und natürlich muss ich mich inhaltlicher kritik aussetzen, da hab ich wenig probleme mit und ich stehe zu den entscheidungen die ich im rahmen meiner arbeit treffe und getroffen habe.
    was ich an sascha kritisiere ist lediglich die FORM seiner kritik, die ich oft für menschenverachtend halte.
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#70 sebastian schmidtAnonym
  • 03.09.2007, 19:44h
  • hallo bushido

    DU HAST DAS WAS KEIN ANDERER MACHT
    DIE POLITEKER REDEN NUR SCHEISSE DAS WAS ER DA WAS MACHT NICHT NUR BEI POLITEKERN UND DEI POLIZIE REDT ALLE SCHEISSE DAS GANZTEH LANDT LABERT SCHIESSE ICH HABE DAS AUH SCHON HÖREN MÜSSEN DAS ICH SCHEISSE REDE ABER DAS WAS ICH SAGEH MIR WELL MANN AUH DEN MUND FER BITEN BUSHIDO DU BIST UND BLEIBST DER BEST ICH BEIN 20 JAHRE ALT UND HABE AUH SCHON SCEISSE ENMIENEN LEBN DURCH UND MUSS FÜR 8MONAHTE EN DEN KNAST ODER NCHO EIN BAH MONAHTE MER ALLSO LAST IN ENRUHE ER MAHT NUR SEIN GEHLT DAH MIT
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