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- 28. August 2007 1 Min.
Little Rock (queer.de) - Im US-Bundesstaat Arkansas sorgt ein neues Ehe-Gesetz für Streit, das es prinzipiell Jugendlichen, Kindern und Babys erlaubt zu heiraten. Das Verbot der Homo-Ehe ist dagegen in dem südlichen Staat in der Verfassung festgeschrieben. Der demokratische Gouverneur Mike Beebe sieht aber keinen Handlungsbedarf.
Das neue Ehegesetz ist bereits am 31. Juli in Kraft getreten. Es besagt: "Wenn eine Person jünger als 18 Jahre alt ist und nicht schwanger, muss sie das Einverständnis des Erziehungsberechtigten vorlegen, um heiraten zu können." Ursprünglich war geplant, schwangeren Minderjährigen die Ehe zu ermöglichen und das Ehe-Alter ansonsten auf 18 Jahre festzusetzen. Allerdings hat sich in das Gesetz ein Fehler eingeschlichen: Vor dem Wort "schwanger" setzten die Bürokraten offenbar aus Versehen ein "nicht" – und das wurde erst nach der Verabschiedung bemerkt.
Nun wird befürchtet, dass das Gesetz Pädophile in den Staat locken könnte. Mehrere Abgeordnete haben gefordert, das Gesetz erneut auf die Tagesordnung zu bringen. Gouverneur Beebe sieht allerdings Interpretationsspielraum für Standesbeamte. Fernseh-Kabarettisten haben sich bereits des Themas angenommen und verspotten den ländlichen Bundesstaat Arkansas, der schon zuvor ein rustikales Image hatte. (dk)















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