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- 29. August 2007 2 Min.
Immer mehr junge Männer erobern Wände, Hausdächer und Treppengeländer im Beton-Dschungel mit wilden Sprüngen.
Von Carsten Weidemann
Wer Madonnas "Confessions-Tour" gesehen wird, ist ihnen bereits begegnet. Zum Titel "Jump" sprangen die Tänzer in unglaublicher Choreographie über die Bühne. Und auch bei der Eröffnungssequenz im letzten James Bond Streifen "Casino Royal" waren Stunts zu sehen, wie sie zuvor noch nicht gezeigt wurden. Was da so akrobatisch wie federleicht aussieht, hat sich zu einem Trendsport der Großstadt entwickelt. "Parkour" nennt sie sich, und diejenigen, die den Parkour erobern, nennen sich Freerunner.
Der Franzose David Belle soll ihn erfunden haben, diesen Sport, den zunehmend junge Leute für sich entdecken. Die wachsende Zahl an Videos zum Thema auf der Videoplattform YouTube belegt es. Flink und behände wie Affen schwingen sie sich an Treppengeländern hinunter, hüpfen von einem Flachdach zum nächsten, erklimmen mit ein paar Sprüngen ansonsten unüberwindbare Mauern, balancieren über Zäune, und hängen in den Ästen von Bäumen.
Der öffentliche Raum, der mit Mauern und Zäunen geordnet und begrenzt wird, er wird zum großen Spielplatz für den 34-jährigen Belle und seine Nachahmer. Derzeit ist er in Berlin und zeigt Interessierten, wie man die Sprünge in den Betonlandschaften hinbekommt, ohne sich den Hals oder andere Körperteile zu brechen. Viel Krafttraining, und das Üben von Koordination und Balance gehören dazu. Wer seinen "Parkour" beherrscht, der hat seine Fans in der Tasche, so atemberaubend sieht das aus. Skateboarder in der Halfpipe wirken dagegen plötzlich völlig langweilig.
29. August 2007
Links zum Thema:
» Website von David Belle















force tranqille:
www.youtube.com/watch?v=ztm4XFKLngk