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- 30. August 2007 1 Min.
Washington (queer.de) – Der demokratische Kongressabgeordnete Barney Frank erklärte, dass Senator Larry Craig wegen seiner Verhaftung in einer Flughafentoilette nicht zurücktreten sollte. Frank ist der einzige schwule Abgeordnete im US-Kongress. Senator Craig war – wie erst vor kurzem bekannt wurde – bereits im Juni von einem Undercover-Polizisten verhaftet worden, weil der Politiker Klappensex angestrebt hatte (queer.de berichtete).
"Was er getan hat, war heuchlerisch", erklärte Frank der Nachrichtenagentur AP. "Aber er hat sein Amt nicht missbraucht. Ich denke, Politiker sollten nur zurücktreten, wenn sie sich haben kaufen lassen." Es sei eine Sache, wenn ein Politiker korrupt sei, aber eine andere, wenn er "alleine in eine Toilette geht". Gleichzeitig kritisierte er das politische Wirken des republikanischen Senators scharf, der in Abstimmungen stets eine konservative Linie verfolgte: "Das ist Heuchelei, wenn man Schwulen und Lesben die selben Rechte vorenthält, gleichzeitig aber heimlich gleichgeschlechtlichen Sex hat", so Frank.
Craig beteuert unterdessen weiterhin, bei dem Zwischenfall auf der Flughafentoilette habe es sich um ein Missverständnis gehandelt (queer.de berichtete). Seine republikanischen Parteifreunde distanzieren sich jedoch immer mehr von ihm.
Barney Frank wurde 1980 erstmals in den Kongress gewählt. 1987 hatte er sein Coming-out – und gewann bei den alle zwei Jahre stattfindenden Kongresswahlen seinen Wahlkreis stets souverän. (dk)










Es gibt für schwule Politiker nur den einen Weg: Zu sagen: "Ich bin schwul und das ist auch gut so!" Oder man soll die Finger von der Politik zu lassen.