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  • 31. August 2007 19 1 Min.

Wien (queer.de) - Die Homosexuelle Initiative Wien (HOSI) hat an Papst Benedikt XVI appelliert, sich nicht in die österreichische Innenpolitik einzumischen. "Wir befürchten, dass sich Papst Benedikt XVI bei seinem Besuch nächste Woche in Österreich zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen wie die anstehende Einführung der Eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule zu Wort melden wird", erklärte HOSI-Wien-Mitarbeiterin Helga Pankratz gestern bei einer Pressekonferenz. "Wir rufen daher Joseph Ratzinger auf, Österreichs Gastfreundschaft nicht zu missbrauchen und sich jeglicher Einmischung in die österreichische Innenpolitik zu enthalten." Die HOSI hat bereits im Vorfeld Briefe an Spitzenpolitiker geschrieben "im Falle solcher Einmischungen oder homophober Hasspredigten sofort zu reagieren".

Vatikan hat Mitschuld an Tod von Hundertausenden"

Beim Besuch dürfe auch "die unrühmliche Rolle des Vatikans und der römisch-katholischen Kirche kein Tabu sein", erklärte Pankratz weiter. Als Beispiel nannte sie die Mitschuld am Aids-Tod hunderttausender Menschen durch die restriktive Haltung in Sachen HIV-Prävention und Verhütung. (pm/dk)

-w-

#1 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 13:16h
  • Hört sich irgendwie anders (und vor allem besser) an als das einhellige "Wir sind Papst" in diesem Lande...
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#2 GeorgAnonym
  • 31.08.2007, 13:24h
  • Die HOSI-Mitarbeiter sollen bloß aufpassen, dass sie von den strammen österreichischen Katholiken nicht gelyncht werden!

    Wartet mal ab, wie die Reaktionen auf diese Aktion sein werden!
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#3 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 13:43h
  • @Georg:

    Du solltest dem LSVD beitreten, denn der handelt offenbar nach der gleichen "Logik"!

    Ja nicht zu sehr aufmucken, sondern die Realitäten immer schön unter den Teppich kehren, um von den Mächtigen der Mehrheitsgesellschaft vielleicht ein paar Gnadenhäppchen zugeworfen zu bekommen...

    Und zur gleichen Zeit gewinnen Bushido und Co. den Kulturkampf gerade bei jungen Menschen!
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