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  • 03. September 2007 9 2 Min.

Kapstadt (queer.de) – Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki bezeichnete die Kritikerin der wegen ihrer HIV-Politik umstrittenen Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang als "wilde Tiere". Tshabalala-Msimang ist in Verruf geraten, weil sie Aids-Patienten statt wirksamer Medikamente Rüben-, Knoblauch- oder Zitronenextrakte empfiehlt (queer.de berichtete). Mbeki selbst hat bis vor wenigen Jahren die wissenschaftliche Tatsache bestritten, dass HIV die Ursache von Aids ist.

"In der Tradition des Afrikanischen Nationalkongresses feiern wir unsere Helden und Heldinnen öffentlich erst nach dem Tod", erklärte Mbeki in einer Publikation seiner Partei. "Ich will diese Tradition im Falle von Manto Tshabalala-Msimang brechen, weil die Ministerin Leuten, die nichts für unsere Befreiung getan haben, als Zielscheibe dient." Ihre Kritiker verhielten sich nicht wie Menschen, sondern wie "wilde Tiere".

Tutu kritisiert Regierung

Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu kritisierte die Ministerin für ihre Aidspolitik, ohne aber deren Namen zu nennen. Der ehemalige Erzbischof von Kapstadt beklagte, dass "zu viele Menschen unnötigerweise gestorben sind wegen bizarrer Theorien". In Anlehnung an das Lob Mbekis erklärte er, dass die Helden und Heldinnen, die im Anti-Apartheids-Kampf gestorben sind, erschüttert darüber wären, das täglich 900 Menschen an Aids sterben.

In Südafrika sind Schätzungen zufolge 5,3 Millionen Menschen HIV-positiv, mehr als in jedem anderen Land. 21,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung tragen den Virus in sich (Vgl. Schweiz: 0,4 Prozent, Österreich: 0,3 Prozent, Deutschland: 0,1 Prozent). (dk)

-w-

#1 cole12Anonym
  • 03.09.2007, 13:59h
  • "Ihre Kritiker verhielten sich nicht wie Menschen, sondern wie "wilde Tiere"."

    ..und diese Gesundheitsministerin benimmt sich wie eine mittelalterliche Hexenmeisterin, die die Wahrheiten verdreht und verleugnet. Wäre sie Ministierin in einem rückständigen Land, in denen es keine wissenschaftlichen Institute gibt, könnte ich ihr Handeln zwar nicht nachvollziehen, aber bis zu einem gewissen Grad verstehen. Diese Frau sitzt aber in der Regierung eines Landes, das zu den fortschrittlichsten Afrikas gehört, mit Universitäten und Kliniken, in denen jeden Tag gegen HIV und Aids mit modernen Mitteln gekämpft wird.

    Man kann HIV und Aids nicht effektiv vorbeugen, wenn immer noch Geld für mehr als merkwürdige Untersuchungen ausgegeben wird. Ich erinnere nur an die Studie, in der nachgewiesen werden sollte, dass das HI-Virus von beschnittenen Männer weniger schnell übertragen wird als von beschnittenen. Jetzt Knoblauch und Rüben, meine Herren, welcher couragierte Politiker nimmt sich diese Regierungen mal an, die solchen Flachpfeifen ihn ihren Reihen hat. Es kann doch nicht sein, dass weiterhin Regierungsvertreter aus dem unerschöpflichen Topf des Aberglaubens schöpfen, nur um keine effektive Aidsprävention und das Benutzen von Kondomen zu fördern.
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#2 antosAnonym
  • 03.09.2007, 21:43h
  • Schade. Warum ist Tutu so feige? Er steht unter dem Schutz des Nobelpreises - er könnte alles klar sagen.
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#3 Yasmin de TunisieAnonym
  • 04.09.2007, 00:02h
  • Mbeki ist schon lange durch allerlei Unsinn aufgefallen! Haben Mandela und Tutu umsonst gekämpft???
    Der " modernste" Staat in Africa ( na gibts da nicht eine geheime Verbindung zu dem Homo-Hasser Mobutu und dem Falschsegner Ratzinger/Benedetto) ?
    präsentiert sich eben " weiß" : da mal ein Kreuzchen ( in ..... Jahren )
    ..(:.- zu wenig) grins,sorry. leider , das ist halt Democratie,
    wers glaubt singt mit mir den Refrain:
    " Viva,viva,Democratia,
    Ministerin trinkt Rübensaft,
    und macht viel Leutz so lebensmatt......
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