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  • 04. September 2007 36 3 Min.

Das neue Buch "Sexparty!" vom Queer.de-Team gibt Tipps, wie schwuler Sex mit mehreren Partnern funktioniert.

Von Micha Schulze

Zugegeben, ich hatte schon furchtbare Dreier – zum Beispiel damals in Berlin, als mich mein Freund und unsere gemeinsame Bekanntschaft aus dem Chat mittendrin links liegen ließen. Ich habe mich auf einer Sexparty in Düsseldorf auch schon furchtbar gelangweilt – weil kein einziger Gast meinem Beuteraster entsprach. Und bei einer Dampfraum-Orgie in Köln wurde ich sogar richtig sauer, weil mich ein unästhetischer Typ ohne zu fragen und dann auch noch ohne Gummi ficken wollte.

Ganz klar: Es geht nicht automatisch die Post ab, wenn mehr als zwei Leute auf einer Matratze liegen. So wie es auch schlechten Sex zu zweit gibt, kann Gruppensex ebenfalls mächtig in die Hosen gehen. Bei einem richtig geilen Fick müssen – ganz unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer – u.a. die gegenseitige Anziehung, die konkrete Situation und die Atmosphäre stimmen.

Trotz meiner "Fehlschläge" habe ich mich immer wieder auf Sex mit mehreren eingelassen, geile Erlebnisse in der Gruppe geradezu gesucht. Denn ein Abenteuer mit mehreren Partnern kann die eigene Lust potenzieren und den besonderen Sex-Kick geben. Wenn wirklich alles stimmt, erlebt man Momente, an die man sein Leben lang denkt.

Das neue Buch "Sexparty! Mehr Spaß bei Dreier, Gangbang und Orgien!" will Lust machen auf genau diese geilen Erfahrungen, die zu zweit nicht möglich sind. Natürlich ist es nicht immer leicht, sexuelle Phantasien auch in die Praxis umzusetzen. Weil wir zu schüchtern sind, weil wir nicht wissen, wie wir einen Dreier einfädeln sollen oder auch, weil wir uns mit unseren geheimen Wünschen irgendwie schmutzig vorkommen. Der Gruppensex-Knigge hilft jedoch dabei, solche Ängste zu überwinden. An einer geilen Orgie ist auch dann nichts verwerflich, wenn man in einer festen Beziehung lebt und ob der Freund dabei mitmacht oder auch nicht. Ist das nötige Vertrauen zwischen beiden Partner vorhanden, kann Gruppensex eine sexuell wie emotional mehr als erfüllende Erfahrung sein.

Das Buch aus dem Himmelstürmer Verlag beschreibt nicht nur die vielen Möglichkeiten, die sexuelle Abenteuer zu mehreren bieten. Die Autoren geben darüber hinaus konkrete Tipps, wie man einen Dreier, Vierer oder Gangbang richtig plant und durchführt und wie dabei wirklich alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen. Guter Gruppensex will nämlich gelernt sein.

In Interviews mit Sexparty-Veranstaltern und -Besuchern wurden zahlreiche Insider-Tipps entlockt: Was für Musik sollte man zu einer guten Orgie auflegen? Wie bringt man die Leute in Stimmung? Sollte man auf Alkohol und Drogen verzichten? Und wie man bekommt man am Ende die Spermaflecken aus dem teuren Sofa wieder heraus?

Ein Service-Teil liefert darüber hinaus Adressen, wo die besten Sexpartys in Deutschland, Österreich und der Schweiz laufen.

Micha Schulze ist zusammen mit Christian Scheuß Herausgeber des Buches "Sexparty! Mehr Spaß bei Dreier, Gangbang und Orgien", erschienen im Himmelstürmer Verlag, Hamburg 2007, 160 Seiten, 15,90 Euro

4. September 2007

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-w-

#1 bastianAnonym
  • 04.09.2007, 09:04h
  • Jedem das seine, ABER an solchen Aussagen:

    >> An einer geilen Orgie ist auch dann nichts verwerflich, wenn man in einer festen Beziehung lebt und ob der Freund dabei mitmacht oder auch nicht <<

    ...wird eindeutig klar, daß diese "schwule Welt" alles andere als "normal" ist. In meinem Bekanntenkreis habe ich schon so manche "Offene Beziehung" miterlebt! UND? Was ist daraus geworden? Jedesmal das gleiche Drama: Irgendwann ist dann Schluss und der Frust ist groß... Ich lebe nun seit Jahren in einer glücklichen, vor allem treuen Beziehung - und ich denke, daß ist das einzige Rezept, was auf Dauer glücklich macht.

    >> Sollte man auf Alkohol und Drogen verzichten? <<

    Mich wundert diese Fragestellung schon sehr. Hier werden Drogen einfach mal so behandelt, als wäre es das normalste von der Welt... Oder übersteht man diese "Partys" körperlich und psychisch ohne diese garnicht? Vielleicht kann mir jemand Aufschluss darüber geben...
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#2 seb1983
  • 04.09.2007, 11:23h
  • @bastian
    Seh ich auch so vermutlich wieder böse "heteronormativ".

    Aber als Schwuler muss man wohl Kloficks total geil finden und darf von Treue und Vertrauen nicht viel halten. Ein paar Pillen, Poppers oder gleich crystal solltan aber wohl dazu gehören in der schwulen Einheitsmeinung.

    Wie du so schön sagst: Jedem das seine, solange mir niemand seine Meinung aufdrücken will.
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#3 GeorgAnonym
  • 04.09.2007, 12:23h
  • So wird die (Homo-)Sexualität immer mehr kommerzialisiert, werden immer neue Wünsche geweckt, die vor allem jüngere Menschen noch gar nicht richtig einordnen können.

    Egal, ob safe oder unsafe, gut oder schlecht für die Menschen, es geht nur um eines: Verkaufen, verkaufen, verkaufen!
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