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https://queer.de/?7538
  • 04. September 2007 8 2 Min.

Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ruft für Donnerstag zu einer Protestkundgebung vor dem Büro des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD) auf, um gegen die drohende Abschiebung der lesbischen Asylbewerberin Yasmin K. in den Iran zu protestieren. Nachdem ein Gericht die Abschiebung angeordnet hat, kann einzig die Behörde die Ausweisung verhindern (queer.de berichtete). "Wir fordern den Berliner Innensenator Dr. Körting dazu auf, die Abschiebung von Yasmin K. in den Tod zu verhindern", erklärte LSVD-Sprecherin Renate Rampf.


Die 31-Jährige wurde im letzten Jahr zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nachdem sie über die Türkei nach Deutschland geflohen war, beantragte sie in Berlin Asyl. Doch für die Behörden ist ihre Geschichte nicht glaubhaft. Sie verlangen, dass die Homosexualität bewiesen wird. Sie führen an, dass die im Iran lebende Mutter bei einem Gespräch mit deutschen Behörden die Homosexualität der Tochter bestritten habe.

Jasmin Tatabai: "Abschiebung wäre Skandal"

Die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai ("Bandits", "Fremde Haut", "Elementarteilchen") hat Yasmin K. persönlich getroffen und setzt sich für die Asylbewerberin ein. "Lesbische Beziehungen sind absolutes Tabu im Iran. Menschen bringen sich lieber um, als auch nur darüber zu sprechen. Ihre Abschiebung wäre ein Skandal", erklärte Tabatabai in der "B.Z.". "Es muss sehr schwer gewesen sein, sich vor dem Ausländeramt zu outen."


Immer wieder werden Lesben und Schwule wegen ihrer Homosexualität im Iran hingerichtet. Im Juli 2005 wurden laut Berichten aus dem Iran zwei Jugendliche wegen homosexueller Beziehungen im Norden des Landes gehängt (queer.de berichtete). In den vergangenen Wochen gab es eine regelrechte Hinrichtungswelle (queer.de berichtete). Auch viele Homosexuelle sollen ihr zum Opfer gefallen sein. (dk/pm)

Demonstration:
Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Klosterstraße 47, 10179 Berlin
Donnerstag, 6. September, 13.30 Uhr

-w-

#1 anlageberaterAnonym
  • 04.09.2007, 16:28h
  • "....Indymedia spekulierte über entwürdigende Untersuchungen und Politically Incorrect beklagte, dass nicht einmal die "grüne Empörungsmaschinerie" anlaufe. Allerdings setzte sich auch der Grünen-Politiker Volker Beck öffentlich für eine Duldung der Iranerin ein, was wiederum Queer titeln ließ: "Beck zu Wowereit: Rette Iranerin!" .."

    www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26119/1.html

    mein tip:
    dynamisch gemischtes depot unter beibehaltung tradtioneller einzelwerte!
  • Direktlink »
#2 DizAnonym
  • 04.09.2007, 17:28h
  • Ich hoffe, es werden ein paar mehr von den Leuten die immer nach dem LSVD schreien ohne selbst Mitglied zu sein zu der Demo auflaufen als das versprengte Grüppchen gegen Bushido letzte Woche.
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#3 KatrinAnonym
  • 04.09.2007, 17:33h
  • Nehmen wir einmal den günstigsten Fall an: Es klopft, die Mutter macht auf und draußen stehen zwei Herren, die die Mutter in persisch über ihre Rechte aufklären und darüber, dass Ihrer Tochter die Abschiebung aus Deutschland droht, sollte sie nicht lesbisch sein. Da auf Homosexualität im Iran die Todesstrafe steht, sagt die Mutter „nein“. Nehmen wir jetzt mal den wahrscheinlichen Fall an: Es klopft, die Mutter macht auf und draußen stehen die zwei Herren von der Botschaft, ein Dolmetscher, ein Fahrer und zwei Bodyguards. Die vier Iraner arbeiten nebenbei auch für die Staatssicherheit, so wie alle inländischen Helfer. Der Dolmetscher fragt ob die Tochter lesbisch sei und bekommt die Antwort, die jede andere Mutter auch geben würde. In jedem Fall war die Antwort vorab bekannt.
    Dies ist ein Kasperltheater auf Steuergeld, das seinesgleichen sucht. Dabei sind doch Menschen an dem Ausweisungsverfahren beteiligt. Da ist einerseits ein eifriger Beamter, dem die Ausweisung wichtiger ist, als seine Moral und sein Gewissen und andererseits ein Richter, der ganz genau weiß, dass die Iranerin einen Formfehler gemacht hat, als sie die Todesstrafe im Antrag nicht nachtrug und dem seine Ethik und Menschlichkeit weniger bedeuten als der Gesetzesbuchstabe. Beide, der Beamte und der Richter hätten mit wenig Aufwand und ohne Folgen für die eigene Person Zivilcourage walten lassen können; ich hoffe nur, dass das Gewissen beide nicht mehr schlafen lässt.
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