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- 04. September 2007 1 Min.
Darmstadt (queer.de) - Stalking ist auch unter Schwulen und Lesben ein ernstzunehmendes Problem. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die Smiljana Plöderl von der TU Darmstadt durchgeführt hat. Sie hatte mit standardisierten Internetfragebögen unter anderem die aufgetretenen Stalkingverhaltensweisen, Auswirkungen des Stalkings und die Zufriedenheit mit Hilfsangeboten und polizeilichen Maßnahmen ergründet. Dabei kam heraus, dass Stalking "auch unter Nicht-Heterosexuellen ein ernstzunehmendes Problem darstellt", so Plöderl. Es trete ungefähr eben so häufig auf wie bei Heterosexuellen. Allerdings gebe es für schwul-lesbische Stalkingopfer "bedingt durch mangelndes Problembewusstsein und latente bis offene Homophobie eine erhebliche Versorgungslücke" bei der Betreuung.
Der englische Begriff Stalking kommt aus der "Jägersprache" und meint das Sich-Anpirschen an ein Wild. Im zwischenmenschlichen Bereich ist damit gemeint, dass eine Person von einer anderen kontaktiert bzw. "verfolgt" wird, wobei dies von der betreffenden Person nicht gewünscht wird.
Die Arbeitsgruppe "Stalkingforschung" der TU Darmstadt arbeitet daher daran, mehr über die Umstände von Stalking-Vorfällen zu erfahren und bezieht dabei sowohl die Opfer als auch die Täter in die Forschung mit ein. (pm/dk)
Links zum Thema:
» Stalkingforschung.de















Was kommt morgen? Schwule und Lesben sind Menschen wie alle anderen auch, mögen meist Schokolade und fahren gern in Urlaub? Dinge die man bei Heteros weiß und bei Schwulen nur vermuten kann, Untersuchungen folgen...