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- 05. September 2007 2 Min.
Boise (queer.de) - US-Senator Larry Craig lässt derzeit prüfen, ob er seinen Rückzug aus dem Senat wieder rückgängig machen kann. Der Republikaner, der seinen Heimatstaat Idaho 27 Jahre lang im Kongress vertreten hat, hat vor wenigen Tagen bekannt gegeben, Ende September zurückzutreten (queer.de berichtete). Grund: Er war im Juni am Flughafen von Minneapolis verhaftet worden, weil er angeblich in einer öffentlichen Toilette Sex mit einem Undercover-Polizisten angestrebt hatte (queer.de berichtete). Die Festnahme hat zu viel Häme geführt, weil der konservative Senator als einer der größten Gegner von Homo-Rechten im Kongress gilt.
Craig-Sprecher Sidney Smith erklärte gestern gegenüber der Nachrichtenagentur AP: "Es ist nicht mehr sicher, dass der einzige Ausweg der Rückzug ist. Dabei wird entscheidend sein, wie ein von uns angestrebter Rechtsstreit in Minnesota ausgehen wird und was die Untersuchung des Ethik-Ausschusses ergibt. Wenn wir weiterkämpfen können, können wir ihn im Senat halten.”
Der Politiker plant demnach, sein Schuldeingeständnis vom Juni zu widerrufen. Er hatte sich der Ruhestörung schuldig bekannt, damit er nicht öffentlich vor einen Richter treten muss. Mehrere Staranwälte sollen nun überprüfen, ob dieses Geständnis rückgängig gemacht werden kann. Craig beharrt darauf, dass ihm in der Herrentoilette eine Falle gestellt wurde und er nicht schwul sei.
Im Kampf um die öffentliche Meinung geben nun auch Craigs drei Stiefkinder Fernsehinterviews: "Wir sind sicher, dass er nichts falsch gemacht hat”, sagte der 33-jährige Jay Craig im Frühstücksfernsehen des Senders ABC. "Wir wissen, dass er sich nur schuldig bekannt hatte, um die Sache hinter sich zu bringen. Es ist nichts Unrechtes geschehen. Er war nur ein Opfer der Umstände – also zur falschen Zeit am falschen Ort – als diese verdeckte Operation vonstatten ging.” (dk)










Als "Normal-Büger" wär er sofort verknackt worden und niemand hätte groß geprüft ob er nun unschuldig ist oder nicht, wenn die Polizei was anderes aussagt.