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- 07. September 2007 1 Min.
Berlin (queer.de) - In Berlin haben gestern vor der SPD-geführten Innenbehörde 50 Menschen gegen die Abschiebung der lesbischen Iranerin Yasmin K. protestiert. Ein Gericht hat die Abschiebung der 31-Jährigen angeordnet, obwohl sie nach Angaben ihrer Anwältin wegen Homosexualität im Iran bereits zum Tode verurteilt worden war (queer.de berichtete). Wie die "taz" berichtet, soll die Frau bis Jahresende in das "sichere Drittland" Türkei abgeschoben werden, weil sie über die Türkei nach Deutschland eingereist ist. Es wird befürchtet, dass sie auch in diesem Land nicht geduldet wird.
Auf der Demonstration forderten Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), sowie von Linkspartei und Grünen den Stopp der Abschiebung: "Die Praxis der Behörden und die Rechtsprechung zum Thema Homosexualität und Asyl tragen ihren Teil dazu bei, dass das Risiko von Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen, etwa im Afghanistan, im Iran und Irak, im Recht und der Asylpraxis keine ausreichende Berücksichtigung findet", erklärte die Abgeordnete Evrim Helin Baba von der Linken. (dk)















Das ist eine typische Arbeitsteilung a la Linkspartei: Am Kabinettstisch tragen die Senatoren der Linkspartei in warmen Sesseln die Regierungsentscheidungen mit, auf der Straße demonstriert eine Abgeordnete der Linkspartei dagegen. Damit das (lesbisch-schwule) Wahlvolk gar nicht erst auf die Idee kommt, dass die Regierung, die diese Abschiebung vornehmen will, von der gleichen Abgeordneten im Parlament gestützt wird. So ein Protest ist wirklich sehr überzeugend.