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- 10. September 2007 1 Min.
Graz (queer.de) - Nach heftiger Kritik hat die evangelisch-fundamentalistische Vereinigung Wüstenstrom ihre Teilnahme bei einem Kongress der Universitätskliniken Graz abgesagt. Das berichtet der ORF, ohne genauere Gründe für die Absage zu nennen. Zuvor hatte sich bereits der steirische Landeshauptmann (Ministerpräsident) Franz Voves von der deutschen Gruppe distanziert, die Schwule zur Heterosexualität umpolen will: "Ich stehe für die Enttabuisierung von Homosexualität ein", erklärte der Sozialdemokrat laut "Standard". Er bleibt aber weiter Schirmherr der Veranstaltung, da wissenschaftliche Diskussion "ihre Freiheit haben" müsse.
Mehrere Wissenschaftler zogen bereits ihre Teilnahme am Kongress zurück, der vom 11. bis zum 13. Oktober stattfinden soll. Auch der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari distanzierte sich von Wüstenstrom, ebenso wie von einem Workshop über "Besessenheit", die von einem Wiener Exorzisten geleitet wird.
Die Organisatoren des Kongresses betonen, dass sie weder den Exorzisten noch die Homo-"Heiler" aktiv eingeladen hätten. So habe sich Wüstenstrom "im Rahmen eines 'Call for Papers' für einen Workshop interessiert", erklärte Walter Pieringer, Vorstand der Grazer Universitätsklinik für Psychotherapie. "Sollte die Gruppe manipulativ vorgehen, so lehne ich das ab", erklärte Pieringer weiter. (dk)
aktualisiert um 20:00 Uhr
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