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Einzelkommentar zu:
"Schwule Kids sollen zurückschlagen!"


#9 stromboliProfil
  • 04.12.2007, 13:28hberlin
  • ich finde den versuch der reflektion über gewalt auch im umkehrungssinne , nähmlich die von uns aus gehen kann ,als wichtigen beitrag zur selbstfindung!

    Sich gegen die angewendete gewalt nicht zu wehren, bedeutet den gewalttätigen den raum zu überlassen. Gewalttätigkeit setzt die erwartung der durchsetzungsfähigkeit eben dieser voraus: schlag ich als erster zu, schlägt der andere sicher nicht zurück....
    Die koinfliktunterdrückungsstrategie geht von dem ausweichen , vermeidendem aus ; berücksichtigt aber nicht die zwanghaftigkeit der täter und deren ursachen.:
    In der regel handelt es sich um ebenfalls sozial ausgegrenzte , sprachlich reduzierte und sozial inaktive. Ihre sprachlosigkeit sich ihrem umfeld darzustellen und die unterschiedlichkeiten als eine gegebenheit zu akzeptieren lässt ihren "körper " als einzig verständliches instrument der komunikation zu !
    Insoweit verstehen sie auch nicht das "intelligente" abtauchen in wort und deeskalation. Im gegenteil , es steigert die wut nicht "verstanden zu werden ".

    An diesem punkt angekommen hilft nur noch die klare trennungslinie , die auch den körperlichen einsatz fordert!
    Ich zitire mal @dragonwarrior aus einem anderen beitrag:
    homophobie in schulen (übrigens, auch die ist ein zeichen von schwäche: homophobie ist nichts weiter als die aus angst vor dem anderssein des homosexuellen gegenübers erzeugte entstehende abneigung.)
    so arbeite ich auch mit den jungs, wenn ich in schulen unterrichte: ich leg die wurzel dieser reaktion offen, wenn sie mir begegnet... und das durchaus im offenen konflikt mit dem schüler, den es betrifft...
    "schwule sau"... die jungs fangen damit schon in der grundschule an... (und ich muss sascha, der oft zu diesem thema postet, recht geben, dass da noch viel getan werden muss) ohne zu wissen, was das wort bedeutet... irgendwann wird es aber zur formel für "schlecht, blöd, dreckig und eben homosexuell"
    und da geh ich heftig gegen an, wenn ein schüler einen anderen so angeht. ich hatte die situation neulich: meine reaktion war folgende: "hab ich hier eben "schwule sau" gehört?" ich schau ihn direkt an... er lügt "ich hab's nicht gesagt..." ich schau meinen kollegen an, der die unterrichtseinheit zum thema HIV mitgestaltet hat, der nickt... "mein kollege hat's auch gehört... (pause) du kannst von glück sagen, dass das hier ein pädagogischer kontext ist und ich an und für sich gute laune habe... wär dir das in der u-bahn passiert und ich hätte einen schlechten tag hättest du ein fettes problem."
    Hier ist jeder satz zu unterstreichen!
    Es bedarf, und das will auch erst mal gelernt sein von uns , einer klaren position auch unter einbeziehung körperlichen einsatzes.
    Interessanterweise einer der phänomene im tuntenstreit:
    Tunten sind der schwulen sache schädlich , weil sie die vorurteile der restbevölkerung über uns nur im negativen sinne bestätigen...
    Das es eben diese sind , die täglich mit verve und mut ,ihre identität NICHT westerwellisiert haben , dem schwiegersohnidelal sich verweigern, wird dabei übersehen.
    Stonewall ohne die tunten hätte es so nicht gegeben !
    Eben diese "aggressivität" gegen den heteroentwurf der männlichkeit sollten wir respekt abgewinnen . Mehr noch , wir könnten , im spielerischen umgang mit den geschlechterdefinitionen, die lächerlichkeit der heteromännlichkeiten aufdecken.... inklusive handkreiflichkeiten.
    Zumindest haben wir das in den 70-80zigern schon mal mit erfolg durchexerziert.

    Aber wo finden wir dann den heteronormativen traumprinzen .........lach
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