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- 19. September 2007 1 Min.
Kuwait-Stadt (queer.de) - Schwule und lesbische Aktivisten aus Kuwait haben offiziell das Sozialministerium nach der Erlaubnis zur Gründung einer Homo-Gruppe gebeten. Das berichtet der Nachrichtensender "Al Arabiya". Dem Artikel zufolge zeigten sich Homosexuelle in Kuwait-Stadt öffentlicher als bisher.
Allerdings gebe es auch eine Gegenreaktion von Kulturbehörden: Demnach hat die Regierung erst kürzlich 1,5 Millionen Euro für den Kampf gegen Homo- und Transsexualität bereit gestellt und will es künftig unter Strafe stellen, die Kleidung des anderen Geschlechts zu tragen. Verstöße sollen mit einer Geldstrafe von umgerechnet 1.200 Euro geahndet werden.
Verglichen mit seinen muslimischen Nachbarstaaten gilt Kuwait als relativ liberal. So gibt es ein gewähltes Parlament, seit 2006 dürfen auch Frauen an Wahlen teilnehmen. Auf Homosexualität stehen dagegen immer noch sieben bis zehn Jahre Haft. (dk)













