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  • 20. September 2007 79 2 Min.

Ein US-Porno zeigt den Sohn Gottes so, wie ihn die Kirche nie sehen wollte. Regisseur Matthias von Fistenberg findet Jesus "unglaublich lecker".

Von Dennis Klein

Beim 33-jährigen Pornodarsteller Matthias von Fistenberg ist der Name eigentlich Programm. Der in Polen geborene Besitzer des New Yorker Porno-Labels Dark Alley Media hat in Filmen wie "Fisting Punks" oder "Fisting Underground" als Darsteller, Produzent und Regisseur eine Fanbasis aufgebaut. Doch jetzt will er mit spektakulären Filmen weiter gehen: "Gaytanamo" ist schon seit kurzem im Handel – hier wird ein deutscher Tourist irrtümlich nach Guatanamo verschleppt. Natürlich erweist sich die US-Einrichtung in Kuba als "sexiest Internierungslager der Geschichte" (DVD-Pressetext).

Richtig Zündstoff im frömelnden Amerika ist allerdings sein neuestes Werk "Passio", das ab nächsten Monat in den Sexshops von Iowa und Arkansas (um nur einige zu nennen) erhältlich sein wird. Hier dreht sich alles um einen gut aussehenden, dauergeilen Jesus – eine Geschichte also, die so nirgends in der aktuellen Ausgabe des Neuen Testaments zu finden ist. "Mein Jesus ist schwul, unglaublich lecker und wird genauso hart wie wir Normalsterblichen", erklärt Fistenberg.

Der Film soll provozieren, meint der Regisseur. Und er soll dazu beitragen, dass das höchste Gut im amerikanischen Recht – die Redefreiheit – hochlebt. Anders als in Deutschland (Paragraf 166 StGB) kennen die Amerikaner nämlich kein Gesetz gegen Gotteslästerung: "Wir leben glücklicherweise nicht mehr in einer Zeit, in der die Kirche die Medien und die Gerichte kontrolliert", so Fistenberg. "Unter dem Schutz der freien Meinungsäußerung sind alle biblischen Themen offen für Interpretation." Fistenberg – der sich selbst als gläubigen Katholiken bezeichnet – erwartet Gegenwind: "Vielleicht exkommuniziert mich der Papst. Vielleicht beschimpfen mich die konservativen Medien. Aber sie werden mich nicht dazu bringen, mein Recht auf freie Meinungsäußerung und künstlerische Freiheit zu opfern", erklärte der Pornokönig in theatralischer Manier.

Nächsten Monat entscheidet sich dann, ob sich die gottestreuen Medien á la Fox News auf die kalkulierte Blasphemie stürzen – und ob genug Schwule das Werk kaufen, das als DVD laut unverbindlicher Preisempfehlung 99,99 Dollar kosten soll. Bleibt abzuwarten, ob wir bald Buddha, Jehova oder Mohammed in Fistenberg-Werken bewundern dürfen.

20. September 2007

-w-

#1 barnabasAnonym
#2 ÜwchenAnonym
  • 20.09.2007, 19:32h
  • Redefreiheit hin oder her ich finde das Geschmacklos. Ich finde egal wieviel Redefreiheit man hat und wieviele Rechte man sollte sich dann selber maßregeln. Es gibt einfach Tabus die man nicht ignorieren sollte. Wenn der Typ in den nächsten Wochen irgendwo Tot aufgefunden wird sollte sich niemand wundern. Bei über einer Milliarde Christen wird der eine oder andere einfach austicken. Zumal das niemanden was nützt. Was kritisiert er damit? Was bringt diese "kritik" ? Hilft es uns weiter? Rettet es die Menscheit? Macht es das Schwule leben einfacher? Im gegenteil jetzt sind schwule nochmehr die Gottlosen perversen als je zuvor. Auserdem ist dies keine Kritik keine Kunst keine Meinungsfreiheit es ist einfach dumme und hirnlose Provokation. Wer Wind säät wird Sturm ernten.
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#3 hwAnonym
  • 20.09.2007, 20:00h
  • @ üwchen

    ..wenn 's nur das wäre...oh, oh..

    "Muslime glauben nicht, dass Jesus gekreuzigt wurde. Es war der Plan seiner Feinde, ihn zu kreuzigen, aber Gott errettete ihn und erhob ihn zu Sich. Ein ähnliches Aussehen wie Jesus wurde einem anderem Mann gegeben. Jesus’ Feinde ergriffen diesen Mann und kreuzigten ihn und dachten er wäre Jesus. "

    islam4ever.zweipage.de/jesus_im_islam_71969604.html

    da wird 's dann faustdick....keine atempause geschichte wird gemacht

    www.crisco.com/about/history/index.asp
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