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  • 21. September 2007 12 1 Min.

Köln (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ruft zusammen mit vielen anderen Bürgerrechtsorganisationen zur Teilnahme an der Demonstration gegen die zunehmende Überwachung durch Staat und Wirtschaft auf. Die Veranstaltung findet morgen in Berlin unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" statt.

"Gerade auch für Lesben und Schwule ist das Thema von Belang", erklärte der Verband in einer Pressemitteilung. "Durch eine totale Protokollierung und Überwachung von Telefon-, Handy-, E-Mail- und Internetverbindungen würden langfristig Informationen gespeichert, die Rückschlüsse auf die sexuelle Orientierung zulassen. Zudem stünden diese Informationen den Behörden heute und morgen unbegrenzt zur Verfügung. Diesem Überwachungswahn muss von vornherein Einhalt geboten werden."

Die Demonstranten wenden sich unter anderem gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung von Telefongesprächen sowie Online-Durchsuchungen von Computern. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will damit effektiver gegen Terrorismus vorgehen. Bürgerrechtler sehen dagegen einen unnötigen Eingriff in die Privatsphäre. Der Demonstrationsaufruf wird unterstützt von FDP, Grünen und Linkspartei sowie Gewerkschaften, Berufsverbänden, Jugendgruppen und anderen Organisationen. (pm/dk)

Demo "Freiheit statt Angst". Treffpunkt: Pariser Platz (Brandenburger Tor), Samstag, 22.9., 14:30 Uhr.

-w-

#1 DanielAnonym
  • 21.09.2007, 15:25h
  • Tolle Aktrion ... endlich wird mal etwas unternommen.
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#2 JohannesAnonym
  • 21.09.2007, 16:17h
  • Da ich in diesem Bereich gearbeitet habe, weiß ich, dass oft ganz unbürokratisch erfasste Daten weitergegeben werden.
    Es ist definitiv NICHT der Fall, dass erfasste Daten lediglich für die Verhinderung von Terroranschlägen genutzt werden, sondern auch unbeteilitgte Personen ohne Probleme an die gesammelten Daten rankommen.

    Die Zahl der Terroropfer in Deutschland ist praktisch null.
    Daher ist es in keinster Weise gerechtfertigt, die Freiheitsrechte der Bürger so extrem einzuschränken!
    Vergleich: Wenn es um ein Tempolimit geht (prinzipiell sicherlich sinnvoll), heißt es, dass dadurch die Freiheitsrechte zu sehr eingeschränkt würden; Wenn es aber um Terror geht, soll man auf viel tiefgreifendere Rechte verzichten??

    Zudem provoziert man mit weiteren Einschränkungen geradezu Attentate: Terror ist das Symptom, nicht die Ursache!!
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#3 wolfAnonym