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  • 27. September 2007 10 3 Min.

Eine gelungene Komödie für die ganze Familie: Zwei Heteros verpartnern sich, um die Versicherung zu betrügen.

Von Carsten Weidemann

Der Plot klingt zunächst ziemlich doof: Zwei strammheterosexuelle New Yorker Feuerwehrmänner gehen aus formalen Gründen eine Homo-Ehe ein. Die Verwirrungen, die das vermeintliche Schwulenpaar anschließend bei Kollegen und Behörden anrichtet, sind jedoch viel lustiger als gedacht.

Als dicke Freunde und Feuerwehrmänner wissen Larry Valentine (Kevin James) und Chuck Levine (Adam Sandler) schon seit langem, dass sie sich aufeinander jederzeit verlassen können. Obwohl die beiden total verschiedene Typen sind – Chuck ist ein umtriebiger Playboy, der nichts anbrennen lässt und Larry kümmert sich nach dem Tod seiner geliebten Frau als allein erziehender Vater um seine beiden Kinder. Aber als er jetzt erfährt, dass seine kleinen Kinder keinerlei Unterstüzung bekommen würden, falls er sterben sollte, und dass die Lebensversicherung nur zahlen würde, wenn er in einer eheänlichen Beziehung leben würde, ist er vor ein großes Problem gestellt. Für eine neue Beziehung ist er noch nicht bereit, deshalb gibt es nur eine Lösung: die beiden Freunde müssen sich als schwules Paar ausgeben. Das bedeutet Outing, Hochzeit und ein gemeinsamer Haushalt. Aber natürlich nur auf dem Papier. Nach außen hin muss das natürlich echt aussehen.

Womit die beiden allerdings nicht gerechnet haben: Der übereifrige Beamte Fitzer (Steve Buscemi) ist dem falschen Paar auf der Spur, um sie des Betruges zu überführen. Die äußerst attraktive Anwältin Alex (Jessica Biel) steht dem Männerpaar mit Rat und Tat zur Seite. Wie sollte es anders kommen – Chuck verliebt sich in Alex, darf sich allerdings nichts anmerken lassen, würde doch sonst ihr mühsam aufgebautes Lügengespinst auffliegen.

Je mehr Chuck und Larry von dem Beamten Fitzer bedrängt werden, um so mehr entwickeln sie sich zu wahren Schwulenaktivisten. Als Chuck eines Abends als "Schwuchtel" beschimpft wird, haut er dem Homofeind sogar eine aufs Maul und kommt dafür auf die Titelseite der Tageszeitungen. Das Chaos bricht endgültig aus, als es zu einer abschließenden Gerichtsverhandlung kommt, wo über das Glück der ungewöhnlichen Familie entschieden werden soll...

"Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme" ist eine Komödie für die ganze Familie. Der Film ist zweifelsohne albern, zu den lustigsten Szenen gehört die jüdische Hochzeitsfeier in einer billigen Wedding-Chapel an den Niagara Fällen – mit einem betrunkenen Penner als Trauzeugen. Doch die Witze gehen nicht auf Kosten von Schwulen. Viel mehr werden Heteros mit ihren Vorurteilen vorgeführt.

Der Film ist eine wunderbare Gelegenheit, mal wieder mit Mutti ins Kino zu gehen!

27. September 2007

-w-

#1 dummfugAnonym
  • 27.09.2007, 19:02h
  • Hört sich einigermaßen witzig an, fragt sich nur, ob der Witz nicht nur im Vordergrund bleibt und alles andere verdeckt. Etwas unerwartet, das sowas als Kinofilm geplant wird, vom Plot her könnte es wohl auch auf RTL2 laufen... Da sind wir mal gespannt, was der King of Queens daraus macht.
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#2 GeorgAnonym
  • 28.09.2007, 12:56h
  • Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass queer.de für diesen homophoben, feisten Film Reklame macht!

    Die "Witze", die dort gemacht werden, gehen auf Kosten der Schwulen.

    Zu Recht wird dies in der neuen Ausgaben der "Siegessäule" klar gestellt!
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#3 MatthiasAnonym
  • 28.09.2007, 14:39h
  • Ich glaube Georg sollte sich den Film erst einmal ansehen und nicht irgend eine Kritik wiedergeben die man irgendwo gelesen hat. Wenn dieser Film homophob ist und Witze auf unsere Kosten gemacht werden, fress ich nen Besen. Dieser Film ist eine der besten Komödien des Jahres. Und wenn man es kapiert merkt das sich eher über Heten lustig gemacht wird.
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