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- 28. September 2007 2 Min.
San Francisco (queer.de) - Katholische und evangelikale Gruppen in den USA haben zum Boykott der Miller-Brauerei aufgerufen, weil das Unternehmen aus Milwaukee das weltweit größte Fetischfestival Folsom Street Fair in San Francisco unterstützt. Besonders erzürnt hat die Christen die Plakat-Werbung für das Event, in der halbnackte Männer und Frauen in einer Szene zu sehen sind, die dem Leonardo da Vincis letztem Abendmahl nachempfunden ist. "Miller unterstützt eine unglaublich abscheuliche und komplett antichristliche Veranstaltung", erklärte Bill Donohue von der Katholischen Liga. Er kritisierte auch, dass auf der Veranstaltung Männer in Nonnenkostümen herumliefen und nannte das gegenüber "Fox News" eine "Verhöhnung der katholischen Kirche". Der Boykottaufruf wird unter anderem auch von einer "Ex-Gay"-Gruppe und "Concerned Women for America" unterstützt.
Das Unternehmen Miller, nach Anheuser-Busch die zweitgrößte Brauerei der Vereinigten Staaten, hat die Veranstalter des Folsom-Festivals inzwischen gebeten, das Logo der Firma vom Plakat zu entfernen: "Manche könnten das Bild als beleidigend empfinden", erklärte ein Sprecher des Brauhauses. Er stellte allerdings klar, dass Miller weiterhin die Folsom Street Fair unterstützen werde. Die Firma macht insbesondere für sein kalorienreduziertes Bier "Miller Lite" Werbung in schwulen Medien.
Der europäische Ableger des Festivals in Berlin führte die letzten Jahre zu heftigen Protesten von Seiten der CDU. So kritisierte die Union, dass der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Schirmherrschaft des "Pornofestes" übernommen hatte (queer.de berichtete). Auch die Lesben- und Schwulen in der Union lehnen das Fetisch-Event ab, weil es die gesellschaftliche Akzeptanz "der gesamten Homosexuellenszene" gefährde (queer.de berichtete). (dk)
Links zum Thema:
» Folsom Street Fair (San Francisco)
» Folsom Europe (Berlin)












Ich finde die Christen sollten sich langsam mal selbst boykottieren.