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- 04. Oktober 2007 2 Min.
Toronto (queer.de) - Nach scharfen Protesten von Homo-Gruppen sind zwei Konzerte der Reggae-Sänger Sizzla und Elephant Man im kanadischen Toronto abgesagt worden. "Stop Murder Music Canada", ein Zusammenschluss von 20 Organisationen, hatte zuvor lautstark gegen die Auftritte demonstriert und dabei auch ein Einreiseverbot für die beiden jamaikanischen Performer beim Einwanderungsministerium gefordert: "Künstler haben das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber die Anwesenheit von Sizzla und Elephant Man kann als Lizenz zur Gewaltausübung gegen Minderheiten gewertet werden", erklärte Akim Larcher, Gründer von "Stop Murder Music Canada". Zwar hatten die Musiker erklärt, sie würden homofeindliche Lieder nicht in Kanada spielen. Allerdings, so erklärte Larcher, verkauften sie weiterhin ungeniert Alben, in denen sie zum Mord an Schwulen aufriefen.
Die Regierung hat sich zu dem Fall nicht geäußert, allerdings hat der kanadische Veranstalter "Kool Haus" die Künstler kommentarlos wieder ausgeladen. Zuvor hatte die Polizei von Toronto angekündigt, sie würde das Konzert genau beobachten und bei Hass-Ausbrüchen die Veranstaltung beenden.
Sizzla singt in einem populären Lied unter anderem: "Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben". Er wiederholte in Interviews stets, dass er sich nicht für seine Texte entschuldigen werde, sondern dass Schwule sich bei Gott für ihre Sünden entschuldigen müssten (queer.de berichtete). Elephant Man hat ähnliche Ansichten in Umlauf gebracht. Ein Lied hat den Titel "Wir mögen keine Schwulen", ein anderes fordert: "Gebt mir eine Knarre und schießt Schwule ab wie Vögel".
Erst im Juli ist Sizzla und der ebenfalls umstrittene Beenie Man zeitgleich zum CSD bei einem Reggae-Festival in Köln aufgetreten (queer.de berichtete). (dk)














