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- 04. Oktober 2007 1 Min.
Oslo (queer.de) - Die Bischofskonferenz der evangelisch-lutherischen Kirche Norwegens hat mit knapper Mehrheit für die Zulassung schwuler und lesbischer Geistlicher gestimmt. Sechs Bischöfe stimmten für den Antrag, fünf dagegen. Das erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Olav Skjevesland, in einer Pressekonferenz.
Bislang dürfen Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben, keinen bezahlten Posten in der Kirche übernehmen – zumindest offiziell. Es gibt bereits zwei offen homosexuelle Pfarrer, die von liberalen Bischöfen eingesetzt wurden. Auf einer Synode Mitte November muss nun die neue Linie konkretisiert werden.
Den norske kirke ist die Staatskirche des Landes, der mehr als acht von zehn Norwegern angehören. Sie unterstützt die von der Regierung 1993 eingeführten Eingetragenen Partnerschaften. Es war bislang innerkirchlich aber höchst umstritten, ob Schwule und Lesben auch als Pfarrer oder Bischöfe in der Kirche arbeiten dürfen. (dk)
Mehr zum Thema:
» Norwegen: Keine Homo-Pfarrer (queer.de vom 25.1.06)















Sehr erfreulich, wie sich die lutherischen Kirchen in Europa entwickeln. Ein weiterer Schritt zu mehr Ehrlichkeit und Gerechtigkeit in den Kirchen.
Da können die gegenwärtige katholische Kirchenleitung in Rom sowie die orthodoxen Kirchenleitungen noch viel lernen.