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Einzelkommentar zu:
7.000 Peitschenhiebe für zwei Schwule


#5 gerdAnonym
  • 05.10.2007, 14:25h
  • "Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing"...

    Es ist hier die Macht des Erdöls, die es der saudi-arabischen Königsfamilie ermöglicht, in "Saus und Braus" zu leben und mit ihren Segelyachten vor Ibizza, Zypern und Bahamas vor Anker zu gehen. Dieses Regime wird auch von uns in Deutschland und der EU sowie der US-amerikanischen Regierung gestützt, das muss der ehrlichkeitshalber hier erwähnt werden. Da wird sich keiner bereit finden, diese Zustände in Saudi-Arabien zu verändern.

    Während es durchaus andere islamisch geprägte Länder gibt, die keine Bestrafung von Homosexualität in ihren Rechtsordnungen kennen (z.B. die Türkei und Albanien), ist in Saudi-Arabien immer noch die Rechtsordnung im Mittelalter und zutiefst ungerecht. Gilt übrigens auch für Frauen ("siehe Autofahren", Wahlrecht). Immerhin homosexuelle Männer können wählen, während Frauen dies nicht zusteht. Dieses Land ist zutiefst undemokratisch und menschenrechtsverachtend; gleichwohl wird es von der EU und Amerika hofiert und die saudi-arabische Königsfamilie unterstützt.

    Ich bin kein Freund von Bin-Laden, aber warum er so wurde, liegt auch in seiner Herkunft als saudi-arabischer Sohn einer Bauunternehmerfamile begründet, der die Zustände in seinem Lande missbilligte und den Reichtum der Königsfamilie ablehnt. Zwar will Bin-Laden Saudi-Arabien noch "tiefer ins Mittelalter zurückbomben" und hat mit Sicherheit nichts für homosexuelle Bürgerrechte übrig; aber die Unzufriedenheit über die Zustände in Saudi-Arabien dürften homosexuelle Menschen mit ihm teilen, wenngleich die Zielrichtungen, wohin die Gesellschaft "wandern" soll, entgegengesetzt sein dürfte.

    Es wird sich in Saud-Arabien auf lange Zeit nichts ändern, es sei denn im Königshaus Saudi-Arabiens weht ein liberaler Zeitgeist, was aber kaum der Fall sein wird. Die EU und Bush-Amerika wird weiter das Königshaus in Saud-Arabien unterstützen: denn das Erdöl regiert über uns alle.
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