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Kommentare zu:
7.000 Peitschenhiebe für zwei Schwule


#51 PoldiAnonym
  • 08.10.2007, 17:02h
  • @stromboli
    ich wiederhole mich ungern. aber hier wird sicher religion, politik und wirtschaft vermischt.
    auch du stellst fest: geschäftsmänner sorgen sich nicht um die galgen und gefängnisinsassen der länder ihrer geschäftsfreunde, ebensowenig um die politischen interessen der länder untereinander.
    folglich kann ich doch nicht einen religiös motivierten mord rechtfertigen, dass bspw. die usa öl aus saudi arabien bezieht, deswegen schweigt und folglich die barbarei ihren lauf nehmen kann.
    dann müssten wir auch für den 2. weltkrieg einen anderen schuldigen finden.
    lieber stromboli, schuld ist eine persönliche angelegenheit. der verursacher trägt sie auf seinem buckel.

    ich habe in meinem vorigen kommentar sinngemäss ähnliches gesagt, wie fred Ayaan Hirsi Ali zitiert.
    es ist die religion, die mordet. man muss die religion verurteilen und ändern.
    religionen tragen humanistische ansätze in sich; zumindest jene, welche ich glaube, einigermassen zu kennen, die abrahmäischen.
    es sind die gebote der nächstenliebe, feindesliebe und gastfreundschaft.
    das neue testament wird von der nächstenliebe geprägt. die liebesdichtung im 1. korintherbrief ist einzigartig.
    was die menschen daraus machen ist eine andere sache. eben das gilt es zu ändern.
    wir ändern es nicht, wenn wir die handelsbeziehungen mit arabischen ländern einstellen, sondern nur wenn wir den islam anprangern. den gläubigen muslim wird das schmerzen, denn man öffnet nunmehr die schutzhülle der religion, die bisher rasse, fortpflanzung, ethik und soziales verhalten bestimmt hat.
    neue orientierung ist gefragt. es muss nicht die orientierung nach dem westen sein, sondern die orientierung nach der gleichberechtigung aller menschen, frauen, homosexuelle, andersgläubige.
    jede kultur bereichert die gesamtheit, nicht durch die relativierung ihrer vorzüge gegenüber der anderen sondern in ihrer absoluten duldung von vielfalt und verschiedenartigkeit.
    ich möchte religion nicht als krücke des menschen betrachten. unterscheiden wir uns doch vom rindvieh im stall und stellen gewöhnlich die frage nach dem woher und wohin.
    die frage der existenz ist berechtigt und wird auch von den wissenschaften gestellt.
    wo menschen antworten suchen und welche sie erhoffen zu finden, ist abhängig vom geistigen reichtum einer gesellschaft.
    auch humanisten müssen dies akzeptieren, denn der islam soll auch eine religion bleiben.
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#52 luke12Anonym
  • 08.10.2007, 17:10h
  • @ Hampi

    Du hechelst von Extrembeispiel zu Extrembeispiel. Junge, das sind die Ausnahmen und nicht die Regel. Pädophile im Mittelalter in den Zwinger? Im Mittelalter kannte man so etwas wie Pädophile nicht in der Form, wie wir sie heute definieren. Im Gegenteil, zu Kriegszeiten waren Vergewaltigungen an Kindern gängiges Mittel um den Feind zu demütigen. Genauso wie es in jedem Krieg auch heute noch vorkommt. Im Mittelalter hat man seine Perversitäten anders ausgelebt. Gegeben hat es sie immer und überall, in jeder nur erdenklichen Art und Weise. Je nach Stellung blieb man verschont. Brauchte man (sprich Kirche und Gesellschaft) einen Sündenbock, gab es mal schnell einen Schauprozess und irgendein armer Teufel musste dran glauben. Später ging es dann noch einfacher, da gab es dann die Inquisition. So viel zum Thema Pädophile im Mittelalter.

    Perverse gibt es überall. Im Iran, Saudi Arabien und vielen anderen Staaten gibt es noch die Folter. Wer wird da wohl foltern? In vielen muslimischen Staaten, die nach der Scharia Recht sprechen, werden Lesben erst hingerichtet, wenn man sie vorher ihrer Jungfräulichkeit beraubt, weil sie als Jungfrauen ins Paradies aufsteigen würden, was man ihnen aber verwähren will. Wer glaubt du vergewaltigt da?

    Es stimmt, in einer freien Gesellschaft gibt es Auswüchse, die ich für bedenklich halte. Das kann ich aber frei äußern und anzeigen, falls dies nötig sein sollte. In Ländern ohne freiheitliche Struktur bin ich diesen Perversitäten auf ganz andere Art ausgeliefert! Aber wenn dir das besser gefällt, bitte, niemand hält dich ab. Gehe hin und genieße!!!
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#53 hwAnonym
  • 08.10.2007, 18:09h
  • @ poldi

    ich habe gerade hyperventiliert.

    henri desroche, ein religionssoziologe, schreibt 1961:

    "mit dem klischee von der religion als mutter der sozialen resignation ("das opium des volkes") könnte man gewiss eine ganze geschichte der religionen schreiben. nicht weniger wahr ist es, dass man eine andere schreiben könnte mit dem postulat einer religion als mutter des sozialen protestes, und alles in allem könnte die zweite nicht weniger an marx
    orientiert sein als die erste."

    buddha war hindu
    jesus war jude
    luther war katholik
    karl marx nie marxist
    dirk bach nie bach
    lilo wanders ist keine frau
    kein schwanz ist so hart wie das leben
    poltik ist die fortsetzung des krieges mit anderen mitteln.
    lokal:
    die süddeutsche: " Das letzte Drittel ist die Armee der angeblich
    dauerhaft Überflüssigen."(..der gesellschaft)
    "bodensatz""(spd-modernisierer-sprech, laut spiegel)
    global:
    im oberen, im mittleren und im unteren drittel,
    werden sich gerechtigkeitsutopien bahnbrechen, so, so oder so.
    alle werden scherzen, der beste scherz ist der clausewitz..
    von ghandi bis ho chi minh, von mandela bis lenin.
    von camillo torres bis che guevara.

    es gibt keinen "der islam". es gibt vor-moderne, moderne und post-moderne gesellschaften, in denen
    der koran, so, so oder so genutzt wird, wirtschaftliche
    macht durch politische, mittels religion zu erhalten.

    oder umgekehrt, friedliche oder brutal gewaltätige
    interpretationen für utopien der verteilungsgerechtigkeit zu nutzen oder vorzugaukeln.

    wie man letzteren, im utopisch besten fall, das wasser
    abdrehen könnte, weißt du. du weißt aber auch es geht um die herrschaft über das letzte öl.
    die nächste letzte ölung wird nach berechnungen der ökonomen des hegemons bestimmt vor 2017
    stattfinden. dann erreicht china, öllieferungen über eine pipeline durch burma vorausgesetzt, die wirtschaftsmacht der usa. wenn das öl weiter
    durch die us-kontrollierte straße von malakka fließt,
    wohl nicht. aber zurüch vom dafur-burma-konflikt.

    religion wurde mal ca. 70 jahre niedergehalten.
    (sowjetunion)
    die buddhistischen mönche burmas erzwangen
    einst durch massiven gewaltfreien druck den
    buddhismus zur staatsreligion, um dann mit gewalt
    gegen christen und moslems in burma vorzugehen.

    war zu wirr ?
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#54 FredAnonym
  • 08.10.2007, 18:43h
  • hampi> kannst du bitte ein wenig ekliger schreiben!
    stromb..> positiver rassismus, noch nie gehört?
    man nennt es eigentlich positive diskriminierung - mal bei google eingeben.
    andere sagen auch falsch verstandene toleranz oder der rassismus der antirassisten. je nach dem.

    sinngemäß: der islam als relion der kaum vom politischen islam zu unterscheiden ist, müßte rein theorethisch von jeden linken/liberalen stark kritisiert werden, weile diese religion konträr einer linken/liberalen ideologie im wege steht, in so ziemlich allen punkten.
    die linke tut dies aber nicht, weil es sich meist umd ausländer/migranten handelt.

    die gleichen leute,haben aber kein problem die kath. kirche zu kritisieren(vollkommen zurecht),obwohl ich diese persönlich nicht so bedrohlich finde wie den islam.

    anderes beispiel: vor einigen wochen wurde ein rabbie in frankfurt angestochen von einem muslimen. proteste gab es so gut wie keine,die zeitungen hielten sich zurück, es gab keine antifa demos etc.
    wäre der täter ein deutscher antisemit gewesen,würde es große aufregung geben - auch vollkommen zurecht.

    3. beispiel: vor einigen wochen wurde ein schwarzer ins koma geprügelt in berlin von muslimen. nur die berliner zeitung hat darüber etwas geschrieben.
    als ein ähnlicher vofall sich in podsam ereignete,war ein riesenwirbel. 3 beispiele von unendlichn vielen beispielen.

    winzel> yup, frag ruhig nach um mißverständnisse zu klären.
    mit mir kann man sich auch vernüftig unterhalten.
    wenn rightqueer nicht mit seinen dümmlichen kommentaren provoziert.
    ja, es gibt ne menge fitte leute aus islamischen ländern, die kenne ich auch,um die geht es nicht. meist sind dies aber aleviten, kulturmuslime,säkulare muslime oder halt atheisten(ex-muslime), mit gläubigen muslimen habe ich kein kontakt, möchte auch kein kontakt haben und alle bisherigen gespräche sind negativ verlaufen.
    man brauch diese leute doch nur mal auf homosexualität,israel und juden anzusprechen - in mind. 70% der fällen schlackern dir die ohren.
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#55 winzel wunderAnonym
  • 08.10.2007, 19:01h
  • @ fred

    und was genau hast du gegen
    affirmative action,
    gegen positive diskriminierung ?
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#56 PoldiAnonym
  • 08.10.2007, 22:22h
  • @hw
    "den islam" mag es wohl geben, mehr als das christentum.
    der islam prägt die gesellschaft kulturell, politisch und sozial.
    die gesellschaftliche prägung durch das christentum ist bei weitem nicht mehr so stark vorhanden, wie im islam.
    es gibt auch keine christliche gerichtsbarkeit.
    es gibt den islamischen gottesstaat und die islamische gesellschaft, die in einwanderungsländern den tagesablauf parallel zu regeln sucht.
    der koran wird nicht für soziale proteste gegen die unterdrückung durch arabische diktatoren verwendet, wohl aber von den machthabern dazu benutzt, und dem volk als hafen für die soziale resignation zur verfügung gestellt.
    wenn´s euch schon auf erden dreckig geht, dann soll es wenigstens im jenseits für euch freude geben.
    einen ähnlichen missbrauch gab es wohl auch im frühen christentum.
    dieses schaffte es dann, die bibel nach der reformation im umgekehrten sinne zu nutzen, nämlich der erfolg stelle sich als belohnung für den glauben ein. polemisch kann man dies auch als sozialen protest gegen die looser der gesellschaft sehen.
    insofern ist desroche zuzustimmen.
    wenn der orient seine religion verändert, wird sich die gesellschaft verändern. das volk wird revolutionieren.
    luther hat die religion und damit die welt verändert.
    durch die änderung der gesellschaft hätte er nicht die religion erreicht, weil die religion seinerzeit diese gesellschaft fundamental prägte.
    flüche des papstes lähmten die christenheit und lösten eine kettenreaktion der erstarrung sozialer und ökonomischer strukturen aus.
    was soll eine fathwa auslösen? wohl ähnliches.
    die religion mag ursprünglich politisch genutzt worden sein. dafür ist nun ihre zeit abgelaufen.
    wir erkennen, dass religionen aufgrund ihrer un-moderne nicht politisch geeignet sind . sie abzulösen ist ein revolutionärer prozess, um die gesellschaft zu verändern. diesen prozess hat europa im dreißig jährigen krieg auch mit hohem blutzoll bezahlt.
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#57 HampiAnonym
  • 09.10.2007, 01:28h
  • @luke12: Da irrst Du aber, wenn Du schreibst, Perversionen hätte es schon immer gegeben. Nimm mal unsere westliche versexualisierte Gesellschaft: Vor 50 Jahren gab es bei uns weder Dominas, noch Sexsklaven, noch Swinger-Clubs usw. . Es gab auch keine harten Pornos, und keine Pornoindustrie. Kurze Lektion in Geschichte: Der erste Sexfilm überhaupt stammte vom amerikanischen Regisseur Russ Meyers aus dem Jahr 1959, den ersten Sexshop weltweit eröffnete Beate Uhse im Jahre 1962 im deutschen Flensburg unter dem Namen "Institut für Ehehygiene". Zuvor gab es das alles nirgends! Offenbar wurde es doch damals auch nicht vermisst? Oder waren es wieder nur die bösen Gesetze die das damals verboten hatten? Glaube ich nicht. Es gibt auch keine historischen Belege, dass vor, sagen wir dem Jahre 1959, irgendwo Gruppensexpartys veranstaltet wurden. Privat gab es sicher schon früher Menschen die sich im Schutz von privaten Räumen unter der Bettdecke mehr herausgenommen haben, mehr aber auch nicht! Eine weitere untrügbare Statistik, kam kürzlich in der Schweiz wieder publiziert: Tötungsdelikte, die ja von Amtes wegen immer angezeigt werden, werden seit Mitte des 19. Jahrhunderts erfasst. Am absolut wenigsten Verbrechen gab es Anfangs der 1960-er Jahre!! Seither sind diese Delikte wieder stark angestiegen. Was sagt uns das? Die absolut gesittetste und friedlichste Zeit war die Zeit so um das Jahr 1960 herum! Diese Statistik ist bombensicher, und es scheint, dass mit dem moralischen Zerfall auch die Hemmschwelle bei uns im Westen, zu morden, ebenfalls gesunken ist. Traurig, aber wahr.
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#58 DragonWarriorAnonym
  • 09.10.2007, 07:49h
  • @ hampi...

    ach hampi, *seufz*, was soll ich jetzt dazu sagen, dass du mal wieder völlig faktenverdrehende "wahrheiten" proklamierst:

    es mag angehen, dass beate uhse den ersten sexshop eröffnet hat... dildos und pornos hingegen sind deutlich älter.. im grunde genommen tauchten jeweils kurz nach entwicklung eines mediums entsprechende werke auf, egal ob es um fotografie geht (findet sich hierzulande auf dem grabbeltisch vieler seriöser buchhandlungen) oder um filme (stummfilme gelangen heute selten in die kinos)

    ich empfehle dir mal einen besuch im erotic-art-museum in hamburg

    www.hamburg-magazin.de/ku_museum-erotic-art-museum.htm

    oder im beate-uhse-erotik-museum in berlin

    de.wikipedia.org/wiki/Beate_Uhse_Erotik-Museum

    gruppensexparties? mal abgesehen vom berlin der 20er jahre nur der kurze hinweis auf das alter des begriffs ORGIE... sollte reichen

    dein umgang mit statistik: tötungsdelikte wurden von amts wegen schon immer angezeigt. richtig, gilt für deutschland auch. die methoden zur aufdeckung von morden haben sich seit den 60ern auch drastisch verbessert... allein das durfte die statistik etwas relativieren.

    sicherlich verroht unsere gesellschaft, das will ich garnicht mal bestreiten... das hat aber weniger was mit dominas und SM zu tun (und wenn du keine ahnung davon hast, was SM mit hingabe, demut und vor allem respekt zu tun haben kann, dann halt einfach die klappe) als mehr mit dem (medialen) umgang mit gewalt und mit fehlendem respekt voreinander...

    der kann (nicht muss, sondern kann!!) sogar bei einer swingerparty vorhanden sein. aber wie soll man das auch wissen, wenn man ständig über sachen schreibt die einem lustvolle alpträume bescheren, die man aber überhaupt nicht kennt.

    @ alle anderen
    jepp, ich weiß, trollfutter... aber vielleicht mag ja der eine oder andere einen gedanken mitnaschen und schon deshalb machts spaß
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#59 leftqueersAnonym
#60 leftqueersAnonym
  • 09.10.2007, 08:54h
  • @Poldi: ".....es gibt auch keine christliche gerichtsbarkeit....."

    Muss ich Dich leider ermahnen, denn die gibt es sehr wohl noch. In der so genannten "Dritten Welt", in Jamaika und auch in den USA beruft man sich immer wieder auf Gottes Gebote, gerade wenn es um die Gerichtsbarkeit geht.
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