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- 07. Oktober 2007 2 Min.
Berlin (queer.de) Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit will mit seinem langjährigen Freund Jörn Kubicki keine Eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. "Ein schwules Paar, das zusammenlebt, muss genauso wenig automatisch heiraten wie ein heterosexuelles Paar. Für mich steht das jetzt nicht auf der Tagesordnung", sagte der SPD-Politiker in einem sehr offenen Interview mit dem "Stern".
Dem Magazin gab Wowereit auch einen Einblick in die Aufgabenteilung des Paares in ihrer gemeinsamen Wohnung am Kurfürstendamm: "Ich kaufe richtig gern ein, ich koche gern, aber ich räume ungern auf. Auf den Abwasch kann ich gut verzichten, und den Müll muss ich auch nicht runterbringen."
Klaus Wowereit beklagte gegenüber dem "Stern", als schwuler Politiker offen diskriminiert zu werden: "Ich kriege genügend Schmähbriefe. Mit sexistischem Inhalt übelster Art. Man wird anders behandelt. Anders beäugt. Und es gibt genug Menschen, die Schwulsein total ablehnen." Dennoch sei die Gesellschaft liberaler geworden: "Aber zwischen Respektieren und Akzeptieren gibt es himmelweite Unterschiede. Das hängt immer vom Milieu und vom Status ab."
Auf die Frage des "Stern", ob schwule Politiker miteinander über ihre sexuelle Orientierung reden, sagte "Wowi": "Na, man kannte ja bis zu meinem Outing keinen. Da konnte man auch nicht reden. Jeder hat sich mit dem Schweigen arrangiert. Es ist auch kein großes Thema. Das Beste wäre, wenn es überhaupt kein Thema wäre. Das ist aber leider noch nicht der Fall." (cw)
Links zum Thema:
» Das komplette Interview im Stern














