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- 10. Oktober 2007 1 Min.
Barquisimeto (queer.de) – Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat sich gegen die potenzielle "Anschuldigung" gewehrt, schwul zu sein. Das berichten mehrere Agenturen. "Ich bin schon wegen fast allem beschuldigt worden, aber man hat mich noch nicht beschuldigt, homosexuell zu sein", erklärte der umstrittene Politiker vergangenen Monat bei einer Parteiveranstaltung in der Großstadt Barquisimento. "Ich denke, ich bin Macho genug, um so eine Anschuldigung aus der Welt zu schaffen", feixte der Staatschef. Er sagte auf der Veranstaltung auch, dass er nichts gegen Homosexuelle habe und alle Menschen schätze.
Der in Südamerika sehr populäre Sozialist Chávez ist wegen seiner Kritik an der westlichen Welt und insbesondere an den USA umstritten. Besonders kontrovers ist seine öffentlich zelebrierte Freundschaft mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der sein Land vor kurzem für "schwulenfrei" erklärt hatte (queer.de berichtete).
Im tiefkatholischen Venezuela ist Homosexualität seit 1999 legal, allerdings werden Homo-Partnerschaften nach wie vor nicht anerkannt. Schwule dürfen auch nicht im Militär dienen und auch Diskriminierung am Arbeitsplatz ist nach Angaben vom Amnesty International an der Tagesordnung. Außerdem würden Transsexuelle gezielt von der Polizei verhaftet und gefoltert. Im Land hat sich in den letzten Jahren trotzdem eine lebhafte Schwulenszene herausgebildet, die Regierung hat sogar ihre Teilnahme an CSDs zugesagt. (dk)














