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Kommentare zu:
Volker Beck lobt Sarkozy


#1 ValakiAnonym
  • 11.10.2007, 14:47h
  • Vergisst der Beck, dass Sarkozy gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ist? Vergisst er auch, dass Sarkozy gegen die Adoption für gleichgeschlechtliche Paare ist?
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#2 PeerAnonym
  • 11.10.2007, 15:10h
  • "Auf solche klaren Worte wartet man von der Bundesregierung in Sachen Homosexuellenrechte leider vergeblich"

    Dass wir von der großen Koalition nichts zu erwarten haben, ist doch wohl jedem klar...

    Schön, dass man andernorts wieder mal weiter ist als in Deutschland - und solange sich in Deutschland die Regierung nicht ändert, werden wir sowas immer wieder erleben...
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#3 @ valakiAnonym
  • 11.10.2007, 15:21h
  • 1. Sarkozy hat den Homosexuellen im Wahlkampf ein Rechtsinstitut mit gleichen Rechten wie der Ehe versprochen. Das versucht Frau Merkel in Deutschland zu verhindern.

    2. Auch wenn es anders wäre, ist doch sein Einastz für die demokratischen Rechte der Homosexuellen in Russland richtig.
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#4 WolfgangAnonym
  • 11.10.2007, 17:16h
  • @ Nr 3: Das ist eine Fehlinformation, er lehnt die Öffnung der Ehe entschieden ab. Eine komplette Gleichstellung in einem anderen Rechtsinstitut lehnt er auch grundsätzlich ab, das hat er im Wahlkampf und auch danach betont. Woher hast Du diese Fehlinformation?
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#5 ValakiAnonym
  • 11.10.2007, 17:22h
  • Eine so genannte Union civile ist wie auch immer Diskriminierung. Es wird immer diejenigen geben, die heiraten dürfen, und diejenigen, die eine Union civile abschließen müssen. Das nenne ich nicht Gleichheit!
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#6 winzel wunderAnonym
  • 11.10.2007, 18:21h
  • @ valaki

    ..aber...aber....er ist doch gegen putin ?
    hast du das gar nicht gelesen ?
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#7 SaschaAnonym
  • 11.10.2007, 19:34h
  • @Valaki:

    Volle Zustimmung zu deinen Beiträgen!

    Volker Beck ist doch mit seinem völlig verfehlten Kurs der spießigen Anbiederung wesentlich mitverantwortlich für den skandalösen gesellschaftspolitischen Status quo in diesem Lande!!!

    Die Grünen sollten endlich einmal klare politische Forderungen für wirkliche und effektive Gleichstellung in ALLEN gesellschaftlichen Bereichen formulieren und diese auch konsequent umsetzen, wenn sie an der Macht sind, anstatt Homo-Diskriminierer anderer Staaten hochzujubeln, nur weil sie etwas weniger (oder weniger offensichtlich) diskriminieren als hierzulande.

    Mit Leuten wie Volker Beck als Speerspitze der deutschen "Homo-Bewegung" braucht man sich über die mittelalterlichen Verhältnisse in diesem Lande, insbesondere in der Sexualerziehung, in den Schulen und in der so genannten Anti-Diskriminierungspolitik wahrlich nicht zu wundern!!!

    Mit solchen lächerlichen Parolen jedenfalls sind die Grünen für homosexuelle Menschen in Deutschland nicht mehr wählbar!
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#8 MarkusAnonym
  • 11.10.2007, 20:56h
  • Ey Sascha, Gratulation: Noch nicht einmal Hampi und Konsorten haben in letzter Zeit so viel Müll verzapft wie Du in einem einzigen Posting. Wie kann man sich nur so viel Stuss ausdenken? Geh' spielen mit Deinen linken Linken und verschone uns mit diesem Tastendurchfall!
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#9 winzel wunderAnonym
#10 DragonWarriorAnonym
  • 11.10.2007, 21:21h
  • @ markus...

    nicht demotivieren, den sascha...

    er wird uns im lauf des nächsten jahres nämlich zeigen, wie man entweder eine eigene partei gründet, die die ganze schwul-lesbische community widerspiegelt und vereint...

    alternativ wird er in eine der bereits bestehenden parteien eintreten und den laden homopolitisch völlig aufmischen, und zwar so sehr, dass selbst in koalitionsverhandlungen keine kompromisse mehr eingegangen werden, weil alle flügel der patrei wissen, dass die homopolitik den absoluten vorrang haben muss.

    das gute daran ist, dass sascha uns endlich zeigen wird, wie man diesen verdammten bundesrat gleichschaltet... föderalismus ist kein problem mehr, weil die anderen wissen, was sie zu tun haben, egal, ob es ihren politischen überzeugungen entspricht oder nicht...

    sascha wird es schaffen, die schwullesbische community so zu einen, dass sie endlich für eine sinnvolle, kurzfristige und komplette homopolitische gleichstellung inclusiv eheöffnung entsprechende nötige mehrheitsverhältnisse in diesem land herbeiführt...

    wir werden es sehen...
    alle...
    ziehen wir uns warm an...
    er wird es uns zeigen...

    oder etwa nicht?
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#11 SaschaAnonym
  • 11.10.2007, 21:32h
  • @queer.de:

    Gibt es hier eigentlich noch sowas wie eine Netiquette???

    Beiträge ohne jede sachliche Aussage, die einzig und allein aus Beleidigungen gegenüber anderen Usern bestehen (siehe @Markus), sollten eigentlich unter der Kategorie "Troll-Postings" abgehakt und aussortiert werden...
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#12 DragonWarriorAnonym
  • 11.10.2007, 22:16h
  • @ sascha...

    nicht bös sein, aber ausgerechnet du solltest nicht zu laut nach nettiquette schreien, so oft wie du unter die gürtellinie gehst
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#13 SaschaAnonym
  • 11.10.2007, 22:39h
  • @DragonWarrior:

    Wenn dringend notwendige sachliche Kritik am heiligen LSVD von dir als "unter der Gürtellinie" eingestuft wird, dann magst du mit deiner Wortmeldung sogar recht haben - und das werde ich auch ausdrücklich so fortsetzen!

    Ansonsten sehe ich in deinen jüngsten Beiträgen nichts als sachliche Halbwahrheiten (vieles ist auch völlig falsch) und reichlich dünne Polemik!

    Auf meine inhaltliche Kritik gehst du mit keinem Wort ein, sondern verfährst weiter nach der sachlich falschen und für Homosexuelle in diesem Lande programmatisch verheerenden Taktik: "Wenn bei uns nach wie vor das gesellschaftspolitische Mittelalter herrscht und in anderen EU-Ländern nicht, dann ist natürlich nur das böse deutsche, föderalistische System schuld."

    Damit, dass der Mainstream in diesem Lande - auch viele Schwule - ofenbar nichts oder nicht sehr viel aus der deutschen Geschichte gelernt hat, dass sich Homosexuelle vor der Mehrheitsgesellschaft weiterhin als Menschen zweiter Klasse anbiedern, sich auf eine verlogene Fortschreibung der Diskriminierung eingelassen haben, nur damit sich einige LSVD-Funktionäre und natürlich Herr Beck "toll" und wichtig vorkommen konnten, hat das natürlich überhaupt nichts zu tun!

    Oder in anderen Worten: Die durch und durch negative Bilanz des LSVD im Vergleich zu nationalen Homo-Bewegungen anderer Länder und die inhaltliche Substanz der Aussagen seiner Fürsprecher zeigen eine nahezu perfekte Korrelation!
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#14 DragonWarriorAnonym
  • 11.10.2007, 22:56h
  • @ sascha

    nö, das bezog sich jetzt nicht auf dein letztes posting sondern allgemein auf deinen ätzend arroganten stil

    die sachlichen halbwahrheiten lass ich mal außen vor - ich muss mir ja nicht alles anziehen...

    inhaltliche kritik: nun, warum volker sarkozy lobt, ist hier klar, er lobt ihn für etwas zu dem merkel nicht en mut hatte... nichts desto trotz vertritt der mann positionen, die ich auch nicht gut finde... ich hab ihn nicht gelobt...

    ich hab nicht gesagt, dass das böse föderalistische system alleine schuld ist, aber es verkompliziert die auseinandersetzung

    und hör doch einfach mal auf mit der blödsinnigen unterstellung, dass ich mir toll vorkomme, nur weil ich mal ne besprechung mit irgendwelchen ministerinnen mitgemacht habe...
    völliger blödsinn..

    im gegensatz zu dir hab ich schon ein wenig erreicht... ein wenig ist immernoch mehr als garnichts, nicht wahr?

    anscheinend geht das phrasengedresche hier aber auch immer mehr leuten auf den zeiger...

    wie gesagt, ich erwarte deine erfolgsbilanz...
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#15 SaschaAnonym
  • 11.10.2007, 23:14h
  • Lieber @DragonWarrior,

    lass dir versichert sein, dass du und der LSVD de facto gar nichts erreicht haben, außer einer Fortschreibung der Diskriminierung bis zum Sankt Nimmerleinstag!

    Und die wirklich wichtigen politischen Handlungsfelder für eine Veränderung des individuellen und kollektiven Bewusstsein ignoriert ihr ja sowieso (siehe Sexualerziehung, siehe Anti-Diskriminierugs-Politik in den Schulen, siehe Hassverbrechen und und und)...

    Jeder hier möge für sich entscheiden, ob ihm diese leider äußerst zutreffenden Tatsachen "auf den Zeiger" gehen oder der böse Mensch, der auf diese Tatsachen zu Recht hinweist!

    Und zum Glück bin ich hier ja keineswegs der Einzige, der das tut! Du musst nur mal etwas genauer hinsehen!
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#16 DragonWarriorAnonym
  • 11.10.2007, 23:24h
  • @ sascha

    ich bewundere deine gabe, in die zukunft sehen zu können... jeden fortschritt der bisher gemacht wurde zu negieren und weitere verbesserungen auszuschließen...

    nur weil der LSVD schwerpunkte etwas anders setzt, als du das tun würdest (und glaub mir, mit der nötigen manpower würd ich gerne mehr für arbeit in schulen tun, so bleibt es mir vorbehalten, das weitestmöglich in dem job zu tun, mit dem ich mein geld verdiene)

    aber lass uns mal dabei bleiben.
    machen wir es konkret.
    wie würdest du vorgehen, um in schulen etwas zu verändern?
    wo genau siehst du das problem? auf welcher ebene?
    wie sieht deine strategie aus....???

    ich bin gespannt
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#17 Yasmin de TunisieAnonym
  • 12.10.2007, 01:25h
  • ist das wahr,?daß Sarkozy sich beim Schröder-Freund Putin für uns eingesetzt hat?
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#18 stromboliProfil
  • 12.10.2007, 09:42hberlin
  • @sascha und @dragon , hört mal auf eurem affen zucker zu geben !

    So ganz liegt keiner von euch beiden daneben mit seiner deutung der entwicklung , sieht man von der frage ab : hätte man den weg anders gehen können . Und das ist eine legitime frage !

    Natürlich war , ist das festhalten der konzeptionellen einbildung der homosexuellen und damit der homosexualität unter das primat heteroseueller REGELN ,eine bewusste entscheidung einer politischen richtung der schwulenbewegung . Wie diese ausrichtung entstanden und was sie für folgen hat für uns , sollte eine andere diskussion sein/werden und nicht ständig die der anstehenden fragen überlagern !
    Aber mal einen rahmen vorgebend : sich mit den gepflogenheiten der föderalen gesetzgebung und mehrheitsfindung für homopolitische in parlamenten zu beschäftigen, ist eine sache . Sich mit perspektiven und (!) visionen eine andere , die sich mit der begründung der UNDURCHSETZBARKEIT nicht trennen lassen ; es sei denn man unterstellt der jeweiligen linie bewusstes torpediren des andern ! Oh je , da verhaken sich zwei unter dem vorwurf der gegenseitigen inkompetenz-arroganz , machtgeile schautänze vor publikum , stellvertretend geführt von sascha und dragon . .

    Entpolitisierung ist ein gewolltes ziel herrschender , die angebote der teilnahme, immer ein unvollkommener . Macht lässt sich nicht teilen , so könnte eine der erkenntnisse für UNS (und jeder minderheit incl. frauen ) sein . Und, in der unterordnung unter ein system gibt es posten zu verteilen ; macht wird substituiert durch formale macht über richtungshoheit innerhalb seiner eigenen clientel . Das was der LSVD vorexerziert , zeigt in diese richtung . Deshalb auch der vorwurf der abgehobenheit , mangelnden fähigkeit andere stömungen zuzulassen . Sonderwege zu konstruieren um mehrheiten zu finden , weisen auch die betroffenen in eine wegrichtung ! Das festhalten am eingeschlagenen weg , die bedenkenlose einsetzung der zu verfügung stehenden mittel zur ausschließlichen durchsetzung , gleichsam als beweisführung ihrer eigenen richtigkeit : das ist mittlerweile das problem ! Hier , und nicht woanders, sollte das notwendige nachdenken über die zukunft unserer politik anfangen und nicht sich in gegenseitigen vorwürfen enden !

    @Dragon , einem jungen menschen dessen wut über das ihn umgebende als arroganz vorzuwerfen ,heißt die eigene geschichte zu vergessen . Wir als die älteren, kennen diesen drang nach schnellen lösungen . Ich halte diese wut für unbedingt notwendig ! Sie verstellt auch nicht den blick aufs machbare , bringt aber das machbare auch mal in legitimationszwang und schlußendlich zu radikaleren überlegungen . 14.000 paare , also 28.000 schwule einzelpersonen wählen die partnerschaft : legt man die %te niedrig ,6% an der gesamtbevölkerung also ca. 4.900000 schwuppen , wären das über den daumen gepeilt nicht mal 5% der schwulen , die sich für ein partnerschaftskonzept entscheiden wollen . Und das nicht nur wegen der offensichtlichen mankos und ungleichheiten ! Man/n könnte nun die 2 thesen aufstellen : 1te , die öffentlichkeitsarbeit war/ist nicht genügend , also mehraufwand hin zu öffenlichkeitsarbeit , um die zrückgebliebenen abzuholen , hin zum gemeinsamen traum der innerpäärlichen trautsamkeit .
    2te , könnt zu dem schluß kommen , die angebote der zweisamkeit , beschränkt in der idee der monogamie ,ist für den schwulen nicht die lösung und erwartung seiner wünsche !
    Wieso wird diese diskussion nicht endlich wieder geführt ? Anstatt dessen mit druck an der weiterverplanung schwuler diversitäten herumgedoktern , erklärend mit der notwendigkeit , die eingeleiteten reförmchen zu einem , wie auch immer geartetem ende (?) zu führen ! Gewiss , auch ich polarisiere hier , weil aus einer erfahrung kommend , die es mir notwendig macht unzufrieden mit dem erreichten zu sein . Sich mit dem argument zurück zu lehen : na dann zeigs mal besser , ich habe wenigstens was geschaffen in dieser welt , ist , gelinde gesagt altväterlich - überheblich . Überlassen wir das doch den kohl's,schmidt's und fischer's . An andrer stelle rief man gerne : geh doch nach drüben ... Aber offen sein für die abwägung und bereitschaft , basis und politisch handelnde wieder in zusammenhang zu betrachten , das wäre eine anerkennenswerte leistung .
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#19 DragonWarriorAnonym
  • 12.10.2007, 10:20h
  • @ stromboli

    was mich an saschas posting stört, ist dass sie dem LSVD - als ob's nur den gegeben hätte und als ob nur der aktiv gewesen wäre - vorwerfen, nichts erreicht zu haben...

    du weißt, wie ich, das dies schlichtweg falsch ist...

    als ich mich für ehe/elp zu engagieren begann, hatte ich konkrete gründe, die sich aus konkreten misständen ergaben. das ganze war keine abgehobene diskussion darüber wie schwule sind - oder nicht sind - sondern eine konkrete problemlage.

    die ist in teilen gelöst, in anderen teilen offen.
    niemand sagt, dass ich zufrieden bin mit dem erreichten, niemand sagt, dass der LSVD dies ist.

    aber: es ist besser als nichts...

    ich werfe sascha seine wut nicht vor, im gegenteil, ich würde mir wünschen, dass daraus endlich mal konkrete aktionen werden, aber genau da an dieser stelle passiert nichts...
    und anstatt dass sich seine wut auf unsere gegner richtet, arbeit er sie an denen ab, die im gegensatz zu ihm den arsch hochbekommen und sich engagieren.

    14.000 paare, die sich verpartnern, obwohls fiskalisch nichts bringt und sogar noch risiken mit sich bringt halte ich erstmal schon für ein respektables ergebnis. ab davon ist es mir völlig wurscht, wieviel menschen dieses angebot nutzen. mir gings um die wahlmöglichkeit.
    sascha weiß, dass auch ich langfristig die ehe geöffnet sehen will...

    was deine 2. these angeht: das finde ich immer wieder faszinierend: mir als einem derjenigen, die sich schon ganz früh für die lebenspartnerschaft einsetzten, ging es nie um dieses ganze monogamiegeschnacksel... vielleicht liegts daran, dass ich in der aidsberatung arbeite und etwas hinter die kulissen der heterosexuellen ehe schauen kann...

    die ganze diskussion, dass die ELP nur was für monogamieverfechter ist halte ich für eine völlig bescheuerte diskussion... erstaunlicherweise kommt sie mir immer wieder aus der schwulen-ecke und weniger aus der hetero-ecke entgegengeschallt...

    da verfangen sich vermutlich nicht wenige schwule in ihren eigenen vorurteilen, oder sind es eventuell vielleicht doch eher bedürfnisse nach einer zweisamkeit die so viele "fortschrittliche" schwule für nicht mit einer "homosexuellen identität" für vereinbar halten?

    das wär ne interessante diskussion...

    ich lehn mich nicht zurück, um nichts mehr zu tun, aber ich gönn mir tatsächlich ein gewisses ausmaß an "altväterlicher überheblichkeit" wenn ich hier ein gegenüber in der diskussion vor mir habe, der offensichtlich von der situation vor 26 jahren keine ahnung hat, und der berechtigte utopieentwürfe zum maßstab erhebt um damit - unberechtigt - das erreichte auf null zu reduzieren.

    und zum schluß die kernfrage, stromboli, wer gibt dir das recht zu behaupten, der LSVD hätte den blick für die basis verloren oder wäre nicht in der lage diese in zusammenhang mit den politisch handelnden zu betrachten.

    ich halte es für ein problem der deutschen linken, und da zähl ich dich mal dazu, dass sie jeden, dessen politische ansichten nicht mit ihren zusammenpassen als politisch unerfahren oder nicht mit durchblick gesegnet hinstellt...

    auch dies ist eine form von arrgoganz....
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#20 stromboliProfil
  • 12.10.2007, 10:36hberlin
  • ach j a, jetzt hätt ich doch glatt das thema aus den augen verloren :
    Egal ob Sarkoszy oder Chàvez , ob Merkel oder Schröder , es ist nicht sache ihnen parteilichkeit vorzuwerfen , eben weil sie nicht für UNS partei nehmen . Es ist festzuhalten was sie tun , ohne sich gegen uns zu wenden ! Insoweit tun sie sehr wohl was , dies nicht nur im eigenen interesse . Sich putin gegenüber punktuell für uns , für die schwul/lesbischen in russland , einzusetzen , gebürt respekt ! Insoweit hat V. Beck recht ! In ihren vorstellungen von der funktionsweise des heterosexuellen mannes behaftete , kann ohne zweifel auch die erkenntnis der rechte des andersorientierten beinhalten . Und, sich davon abzugrenzen ohne UNS auszugrenzen , ist beileibe nicht gleich homophobie !
    In einer verfassung grundsätzlich die rechte der minderheit ( in unserem falle die einer sexuellen ) aufzunehmen ist ein entscheidender schritt hin zur gleichbehandlung .
    Ob mit oder ohne EHE-postulat !

    Mich interessiert zunehmend das fokusierte interesse an der EHE -GLEICHSTELLUNG als maßstab allen handelns .
    Verstellt es nicht die möglichkeit anderer formen des zusammenlebens , und dies nicht nur für uns ?!
    Ist die einsamkeit des alters , um mal nur ein beispiel anzuführen , nicht eben zwangsläufig , mangels gelernter fähigkeit , einen festen rahmens der verbindlichkeit , über den der ehepartnerschaft hinaus , zu erlernen . Der konservative beruft sich ja gerne auf den auffangenden charakter des familiensxstems , was hier allerdings die nachkommenschaft voraussetzt . Und wie weit diese , wenn vorhanden , den einzeln dann im alter nützt , kann man ja heute sehen . Ist das der grund für die forderung nach freigabe für addoption oder eben wieder nur ein formaler grund eine ungleichheit entdeckt zu haben ? Geborgen sein ,ist eine zu vielschichtige angelegenheit , als sie dem ideologischen angebotswarenhaus heterosexueller scheinidylle anzuvertrauen . Oder sprechen mittlerweile fast jede 2te geschiedene heteroehe als leitmotiv innerer leere , die es mit eheversprechungen auszufüllen gilt ???
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#21 DragonWarriorAnonym
  • 12.10.2007, 11:00h
  • @ stromboli...

    da haben wirs doch schon wieder...

    wer sagt denn eigentlich, dass man sobald man in einer ELP lebt komplett auf zweier-kiste zurückschalten muss??

    .. ich hab das selber nicht so gemacht, ich hab etliche paare im freundeskreis die das nicht tun...

    wer also konstruiert eigentlich diesen widerspruch?

    sind es nicht genau die schwulen, die sooft gegen die eingetragene lebenspartnerschaft wettern, und die damit auf ihre eigenen 2er-monogamie-projektionen reinfallen, die mit der realität nichts zu tun haben müssen???

    der grund für die forderung nach adoptionsmöglichkeiten? ganz einfach: kinder die in entsprechenden partnerschaften längst aufwachsen, ob es schwulen ideologen, die uns immer lieber gerne als "jäger" sehen, als als "väter und versorger" passt oder nicht...
    und: ich bin jetzt zu alt - finde ich wenigstens selber - um noch vater zu werden, aber wenn ich etwas jünger wäre und - das wär MIR wichtig - wenns da einen mann an meiner seite gäbe, der die erziehung mit unterstützt, würd ich auch versuchen noch vater zu werden... als ich selbst mal danach gefragt wurde sprachen meine eigenen lebensumstände jeweils gerade dagegen es zu tun.

    dabei geht's mir nicht um geborgenheit, sondern um lust aufs vater-sein...

    ist alles, was vom "jäger"-image abgeht etwa nicht homo-kompatibel?
    in wie weit fallen wir da auf zuschreibungen hinein?
    in wieweit beschneiden wir uns selber?
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#22 stromboliProfil
  • 12.10.2007, 21:32hberlin
  • @dragonWarrior,
    ich weis nicht wo du deine sicherheit bezüglich meiner meinung hernimmst , sehe ich die doch ständig fehlinterpretiert .

    Ich unterstelle DIR , da wir uns ja auch privat schon ausgetauscht haben, nicht die idee der monogamie als "klammer der ELP" . Auch im weiteren umfeld von mir sind die , die verpartnert , eher für sogenannte offene partnerschaften .
    Und lassen wir mal den rest derer , die das ideal der monogamie vieleicht als strebenswertes erachten. Das ist nicht der kern der diskussion , so wie ich die entscheidung meines freundes und mir , nicht sich zu verpartnern , nicht als maßstab einbringe .

    Was mir wichtig erscheint und von mir angesprochen wird , ist die ausgangsidee : Du sprichst von der zwingenden notwendigkeit der jahre 0- AIDS und den zwang , konstruktionen zum schutz der erkrankten und deren partner zu verankern . Dafür wurde die partnerschaft kreiert , in folge zu einem ehekonstruckt "aufgewertet " . Seh ich das aus der distanz meiner jahre in italien falsch ?
    Aus dieser situation entstanden , entwickelt sich diese konstruktion mittlerweie zum selbstläufer , deckt sie doch eine viel tiefergehende erwartungshaltung ab ; die der annäherung an die "sogennannte mitte" .
    Frag die politiker , verständlich auch die , die in den parteien als schwule agieren : der tenor ist der der gewonnen normalität ! So könnt ich wort für wort die aussagen auf den berliner strassenfest zitieren . Was aber ist NORMALITÄT bitte sehr ? Die der annäherung an normen einer auf reproduktion gerichteten herterogesellschaft ?
    Entspricht es der normalität , paarverhalten als wünschenswert zu postulieren , die der lust auf wechsel / poligamie oder wie auch immer ,als abnorm zu werten ? Lässt sich da was auf das menschliche verhalten hin herausdeuten ; ausser wir lassen Hampi von der leine ...

    Während des aidskongresses berlin konnte ich mich von meinen vorbehalten überzeugen : die antragesteller des

    dip.bundestag.de/btd/16/036/1603615.pdf

    (ich hoffe ich habs diesmal richtig gemacht ) , sprechen da bereits eine andere sprache ! da wird von den gesellschaftlichen angeboten der monogamie gesprochen , die , nicht nur im präventiven , sondern auch als maß menschlichem überwindens der promiskuität sich versteht .
    " ich verstehe schwule nicht , die sich hartnäckig weigern , sich dem zu verweigern . Wird sich da auf sicht nichts ändern , muß eine klarere sprache gesprochen werden ..."
    Wie klar der herr sprechen will , wenn die zeit gekommen lies er aussen vor , machte doch selbst das auditorium nicht so recht mit , dank insbesondere rita süßmuth ! Aber abgenickt wird es schon noch , die zeit ist halt nur noch nicht reif !
    Aber da sage ich dir als aidsberater nichts neues ?!

    So , hier meine zweifel der gesetzten ziele , dessen was sich noch schwulenbewegung nennt : Vereinnahmung durch "zwänge " die so betrachtet nur den interessen konservativer denkmuster und deren vorstellung von "partnerschaft " entspricht . Einer vorstellung , wird sie nicht erfüllt , auf uns zurückfällt nach dem motto : schwule ändern sich ohnehin nicht , mehr noch , sie zeigen keinen willen/ bereitschaft hin zur änderung ; also auch keine weiteren zugeständnisse bis....
    Das ist doch in der derzeitigen auseinandersetzung betreffs des endstatuses schwulen-EHE bereits angelegt .

    Es nennt sich mehrheitsfähigkeit erringen . Aber die zeiten ändern sich und die bedingungen ebenfalls . Konnte das erreichte ( und die stelle ich auch erstmal nicht in frage , nur zur diskussion ) unter den bedingungen einer ausklingenden aber relativ starken emanzipationsbewegung , die bis in die konservativen kreise vordrang, agieren , kommt eine welle der refamilisierung , entdecken eines "neuen/alten frauen und männerbildes , sowie der neoidealisierung der privaten zweisamkeit auf uns zu . Das nicht erst seit Fr. Hermann , dazu ist die dame nicht autark genug , aber gesegnet mit einer nase für windänderungen . Dem bild wendet sich auch die "mitte der gesellschaft " nun zu . Wo wir da unseren platz finden werden , wird die nächste diskussion bestimmen .
    Das wird dann auch nicht mehr an der lapalie des rechten - linken inhaltes von schwulem gemessen , weil wir alle davon betroffen sein werden .

    Dein argument bezüglich der adoption muß ich so akzeptieren,
    da mir die gefühle , von dir beschrieben nicht fremd sind .
    Ob sie stimmig sind mit denen der anderen ,bleibt für mich offen . Zwei paare in meinem umkreis konnten mir anderes dazu berichten, was die wünsche und vorstellungen anbetraf . Aber das ist sehr subjektivistisch von mir betrachtet , wenn ich mich wehre , die "familienidylle " mit einem kind krönen zu wollen .
    Den schwulen ideologen , der uns als jäger sehen will , ist mir allerdings nicht bekannt . Aber vieleicht ist er im dickicht der schwulen meinungen in einer bodenmulde , bedeckt mit dem ideologiemoos sanft entschlummert ... mag er ruhen .

    gruß stefan
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#23 stromboliProfil
  • 12.10.2007, 21:41hberlin
  • @dragonWarrior ,
    ach und zuguterletzt , fand ich hier noch einen lesenswerten beitrag in der rubrik : verfassungsrichter billigen diskriminierung ...
    #7 von @wolf . Da wird noch mal die sicht auf die soziale verantwortung gerichtet !
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#24 DragonWarriorAnonym
  • 13.10.2007, 08:23h
  • @stromboli

    wer sagt denn, dass ich bezüglich deiner meinung sicher bin? wenn ich die fehlinterpretiert habe, darfst du mich gern korrigieren, mach ich ja ganz genauso, wenn ich mich nicht verstanden fühle.
    mein letztes posting hatte die funktion, fragen aufzuwerfen, die bei mir entstanden, als ich deines las... und diesen dialog schätze ich...

    zum inhalt deines postings:

    sicherlich hat für MICH die auseinandersetzung um die ELP aus der notwedigkeit heraus begonnen in rechtsbereichen, die mir in der aidsberatung begegneten (u.a. patientenrecht, totensorge, erbrecht, erbschaftssteuerrecht) begonnen, aber bald schon kamen andere felder (u.a. binationale paare) dazu.

    die probleme, die diese paare hatten - und es waren immer zweierbeziehungen (deren mono- oder polygamie bei diesen fragen völlig egal war, für mich als berater wie für die paare selber auch), die die vorhandenen probleme mit leichtigkeit hätten regeln können, wenn sie denn heiraten hätte können.

    als dann die schwulen juristen begannen, paare zu suchen, waren ich und mein damaliger partner mit dabei... mir gings mittlerweile auch ums prinzip: alle meine geschwister waren verheiratet (allesamt glücklich) und ich und mein partner fühlten uns immer mehr durch dieses eheverbot negiert und zu vogelfreien erklärt. und diese vogelfreiheit galt es zu beenden, in dem ein rechtlicher rahmen für schwule und lesbische partnerschaften gefordert wurde, die möglichkeit unsere partnerschaften abzusichern, vor allem dem staat gegenüber (und es wundert mich nicht wirklich dass gerade in diesem bereich heute noch die baustellen sind, *seufz*)

    es ging nie darum, andere zu überzeugen, dass eine ehe oder ELP die beste lebensform schlechthin ist...
    ich selbst bin eher ein "beziehungstier", aber das heißt ja nichts für andere.
    ich hab immer gesagt: es geht um das recht, sich entscheiden zu können, ob man heiratet oder nicht.
    solange die gleichen rechte damit verknüpft gewesen wären wär es mir damals auch völlig wurscht gewesen, ob das ding nun ehe heißt oder ELP, heute seh ich das anders, bin ich da fundamentalistischer.

    die ELP wurde nie zu etwas aufgewertet (mal abgesehen davon, dass die medien gerne von homo-ehe sprechen, was ich genauso scheußlich finde).

    ich glaube - und dieser glaube resultiert aus meinen eigenen bedürfnissen und aus dem, was ich um mich herum beobachte - dass in vielen menschen tatsächlich ein bedürfnis nach zweisamkeit angelegt ist, danach, einen "besonderen" menschen im leben zu haben und sich mit diesem menschen in beziehung zu setzen.

    ich glaube darin unterscheiden wir schwulen uns grundsätzlich nicht nennenswert von heteros... unsere beziehungen haben (matthison/mcwhirter (hoffe ich hab sie richtig geschrieben, der band steht im büro) oft andere dynamiken, andere problemfelder, andere vorteile... aber grundsätzlich seh ich den wunsch nach zweisamkeit.

    in all den jahren hatte ich es vielleicht zwei oder dreimal mit dreier-beziehungen zu tun, die allesamt nicht von langer dauer waren (mir selbst wär das auch viel zu kompliziert...)

    es mag sein, dass viele mit der ELP eine sehnsucht nach normalität verbunden haben... ich nicht... bestenfalls den wunsch irgendwann mal selbstverständlich zu sein... den begriff find ich unendlich viel besser...

    mir gings nie darum, poligamie abzuwerten, ich find die idee auch absurd, das die ELP dies tut. wie gesagt, ich sitz aber auch dauernd menschen gegenüber, die verheiratet und polygam sind...

    das sich beides ausschließt (weil der papst eine definition von ehe hochhält, die nicht einmal CSU-politikerInnen leben mögen) halte ich für unsinn.

    der antrag, der da verlinkt war ist unsäglich, dazu hab ich meine meinung auch schon kundgetan, will damit auch nicht nochmal anfangen...

    aber: nur weil jemand anderes diese interessen damit verknüpft - und völligen mist erzählt - muss doch das ziel an sich - gleiche rechte für schwule und lesbische partnerinnen - nicht schlechter werden.

    ich hab von dem eklat gehört und darf dir ersichern, dass der kerl, falls es dieser LSU fredel gewesen ist, nichtmal innerhalb der LSU eine mehrheit findet...

    vertrau mir, die heten können es sich nicht wirklich leisten, uns als schmuddelkinder darzustellen...

    fazit: konservative denkmuster lassen mich kalt, wenn es darum geht, eigene politische ziele zu verfolgen. ich habe das versprechen "gebt uns die ELP, dann werden wir monogam" nicht gemacht, also muss ichs nicht erfüllen. im gegenteil, ich hab immer argumentiert, dass die vorstelungen, die konservative heteros an die ehe haben, von ihnen selber nicht erfüllt werden... die verteidiger der ehe... klasse... nolte: geschieden... seehofer: freundin und kind... wulf: geschieden
    von denen lass ich mir nix über den besonderen schutz von ehe und familie erklären...

    und in diesem punkt bin ich ganz gelassen, denn die gesellschaft hat längst einen wandel vollzogen, den unsere cdu-csu-saubermännerfrauen noch nicht mitbekommen haben... und je länger die diskussion hochkocht, je offener de privaten erfahrungen konservativer politiker mit der besonderen bedeutung von ehe und familie diskutiert werden, je mehr scheinheiligkeit uns kirchens vorleben, desto sicherer wird unsere position.

    weit entfernt, auch wenns wieder nur darum ging in diesem posting, bin ich übrigens davon, dies als einziges ziel der bewegung zu definieren. auch der LSVD hat da schon noch andere themen....

    ganz lieben gruß
    axel
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