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  • 19. Oktober 2007 8 2 Min.

Feindseligkeit gegen Schwule ist das größte Merkmal der Christenheit, finden junge US-Bürger laut einer neuen Studie.

Von Dennis Klein

Junge US-Amerikaner glauben nicht mehr bedingungslos an Gott, wie es die Generation vor ihnen gemacht hat. Einer der Gründe: Der vor allem von evangelikalen Kirchen zelebrierte Schwulenhass. Das ist das Ergebnis einer Studie der Barna Group – einem evangelikalen Meinungsforschungsinstitut.

Das Christentum ist antihomosexuell – dieser These stimmen 91 Prozent der 16- bis 29-jährigen nichtgläubigen Amerikaner zu. Selbst unter jungen Kirchengängern denken so noch 80 Prozent. Eine klare Mehrheit glaubt, dass Christen Schwulen und Lesben "maßlose Verachtung und lieblosen Verhalten entgegenbringen", so die Studie. "Einer der häufigsten Kritikpunkte junger Christen ist, dass Homosexualität zu einer ‚größeren Sünde’ als alles andere gemacht werde. Außerdem habe ihnen die Kirche nicht dabei geholfen, biblische Lehren über Homosexualität mit ihrer Freundschaft mit Schwulen und Lesben in Einklang zu bringen."

Andere negative Einstellungen der Nichtgläubigen gegen das heutige Christentum: Es sei vorurteilsbeladen (87 Prozent), heuchlerisch (85 Prozent), altmodisch (78 Prozent) und zu verstrickt in der Politik (75 Prozent). Auf der positiven Seite meinen 76 Prozent, das Christentum habe gute Werte und Prinzipien, es sei freundlich (71 Prozent) und ein Glaube, den man respektieren könne (55 Prozent).

Insgesamt bezeichnen sich noch 60 Prozent der jungen Amerikaner als Christen. Unter den Über-60-Jährigen sind es aber mehr als drei Viertel. Die Barna Group geht nicht davon aus, dass die jungen Menschen später christlicher werden würden. Viele seien für immer verloren.

Besonders kritisch sehen junge Amerikaner dabei evangelikale Kirchen, die am lautesten gegen Schwule hetzen: "Drei Prozent der 16 bis 29-Jährigen Nichtchristen hat eine positive Einstellung gegenüber Evangelikalen. Das bedeutet, dass acht Mal weniger junge Nichtchristen ein positives Bild von Evangelikalen haben als noch während der Generation der geburtenstarken Jahrgänge (25 Prozent)." Damit verhärten sich die Fronten zwischen Christen und Nichtchristen in "God's Own Country" immer mehr, meint die Barna Group.

19. Oktober 2007

-w-

#1 KonstantinEhemaliges Profil
#2 wolfAnonym
  • 19.10.2007, 15:59h
  • na endlich mal ne gute nachricht von den amis, also besteht doch noch hoffnung !
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#3 GeorgAnonym
  • 19.10.2007, 17:44h
  • Auch bei uns gibt es immer mehr von diesen "Christen"! Sie nennen sich: Charismatiker, Versammlungen Gottes, evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Freie Evangelische Gemeinde,
    Brüdergemeinden usw.

    Und das Schlimmste: Es gibt immer mehr eine Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche!

    Wenn es um Schwulenhass geht, funktioniert die Ökumene!
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