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- 19. Oktober 2007 2 Min.
Trowbridge (queer.de) - Ein Pub-Besitzer aus der südenglischen Grafschaft Wiltshire ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er ein nach Ansicht des Gerichts homophobes Schild an seine Kneipe geduldet hatte. Der 54-jährige Adrian Taylor muss 500 Pfund (720 Euro) Strafe zahlen, weil er ein Schild angebracht hatte mit der Aufschrift: "Faggots and mince not on the menu" ("Fleischbällchen und Hackepeter stehen nicht auf der Speisekarte"). "Faggot" heißt allerdings auch "Schwuchtel", besonders in Nordamerika und Australien. Vermehrt setzt sich diese Bedeutung zur Zeit in Großbritannien durch.
Die ehemaligen Besitzer des Pubs, ein schwules Paar, fühlten sich durch das Schild verspottet. Richterin Lynn Mathews folgte dieser Ansicht: "Sie müssen lernen, dass die Gesellschaft ein solches Verhalten nicht hinnimmt", ermahnte sie den neuen Besitzer Taylor. "Sie waren sich im Klaren darüber, dass dieses Schild als Beleidigung aufgenommen wird." Taylor hatte ausgesagt, dass er das Schild nicht selbst angebracht hatte, es aber als amüsant empfand. Als er aufgefordert wurde, das Schild abzunehmen, sagte er schlicht: "Ihr braucht ein bisschen mehr Humor." Er habe nichts gegen Schwule, versicherte der 54-Jährige.
Ex-Besitzer John Williams erklärte gegenüber der Lokalzeitung "Wiltshire Times" seine Reaktion auf das Schild: "Ich konnte das nicht glauben. Ich war stinksauer. Die haben sich über jeden einzelnen Schwulen in der Stadt lustig gemacht", so Williams. "Ich dachte, diese Zeiten wären vorbei." (dk)













