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  • 23. Oktober 2007 6 1 Min.

Hannover (queer.de) - Ein Hannoveraner Porno-Anbieter hat 19 deutsche Internet-Provider per Abmahnung aufgefordert, ausländische Porno-Seiten zu sperren. Die Kirchberg Logistik GmbH argumentiert hierbei mit dem deutschen Jugendschutz. Das Unternehmen hat bereits vor wenigen Tagen eine Einstweilige Verfügung gegen Arcor durchgesetzt. Der Provider muss nun mehrere Seiten sperren. Im September hatte Arcor bereits nach der Aufforderung durch Kirchberg Logistik Seiten wie Youporn zensiert, damit aber aus technischen Gründen aber auch den Zugang zu mehreren Millionen harmloser Seiten verweigert (queer.de berichtete). Nach Kundenprotesten stoppte Arcor die Zensur (queer.de berichtete).

Noch hat keiner der Provider die Seiten gesperrt. Arcor ist die Einstweilige Verfügung bislang nicht zugesandt worden, erst dann muss das Unternehmen reagieren.

Experten halten die Sperrung bestimmter Seiten in einer Demokratie für nicht durchsetzbar. So erklärte Frank Rosengart, Sprecher des renommierten Chaos Computer Club, gegenüber "Spiegel Online": "Eine Filterung funktioniert entweder nicht, oder man macht es richtig. Dann haben wir Zustände wie in China und Myanmar."

Nach Ansicht des Münchener IT-Anwalts Arne Trautmann ist die Regierung Schuld am Klage-Chaos: "Der Gesetzgeber hat geschlampt", so Trautmann. Provider sind laut dem Telemediengesetz für die Internet-Inhalte zwar "nicht verantwortlich" - diese Formulierung ist aber zu schwach. Juristisch einwandfrei wäre "nicht haftbar". (dk)

-w-

#1 winzel wunderAnonym
#2 SvenAnonym
  • 23.10.2007, 18:02h
  • Man fragt sich manchmal wirklich "Gibt es denn keine Erwachsenen Menschen in Deutschland?"!
    Jeder hat die Verantwortung für sich selbst, mit Einschränkungen für den Nächsten und die kommenden Generationen.

    Eltern sollte TV und PC nicht als Baby-Sitter verwenden und zum anderen, wollen Kinder so etwas überhaupt sehen?
    Wahrscheinlich nur, weil's verboten ist.
    Unsere Generation hat auch vieles mitbekommen, was nicht gut war, aber so ist das eben und wir müssen damit leben.
    Wenn aber Kinder sich nun selbst so etwas beschaffen, dann kann man sie erzieherisch bestrafen, auch wenn sie unter dem gesehenen leiden. Sie hätten es eben nicht tun sollen.

    Wie soll ein junger Mensch ein verantwortungsvoller Mensch und Bürger werden, wenn er nicht lernt, was gut für ihn ist?
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#3 wolfAnonym
  • 23.10.2007, 18:30h
  • wieder einmal muss so ein "seriöser" schmuddelproduzent das deutsche jugendschutzgesetz missbrauchen um seine geschäftle zu machen.
    man sollte eher solchen brüdern das handwerk legen, zumal auch unsere steuergelder für ihre machenschaften herhalten müssen.
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